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Projekttage an der Eulenschule

„Chemische Experimente – Den Tätern auf der Spur“


Zusammen mit der Fachschaft Physik wurde im letzten Schuljahr auch ein Projekt an einer Grundschule durchgeführt. Die Schülerinnen haben einen ausführlichen Bericht dazu geschrieben.

Grundschullehrerin für einen Tag

Montag, 25.02.2008.
Es ist noch früh am morgen, 8 Uhr, manche Leute mögen um diese Uhrzeit noch schlafen. Die meisten jedoch werden sich bereits an ihrem Ar­beitsplatz befinden oder auf dem Wege sein, seien es Schüler, Lehrer, Hausmeister, Postboten, Bäcker oder Maurer. Unter diesen vielen Leuten sind auch 3 Schülerin­nen, die jedoch nicht, wie gewohnt, darauf warten, bis der Lehrer, der die Ehre hat sie in der ersten Stunde zu unterrichten, kommt und den Klassenraum aufschließt. Nein, diesmal sind sie die, die von mehr als 20 jungen Menschen sehnsüchtig er­wartet werden. Es ist ihr erster Tag als Grundschullehrerin. Als die 3 Neulinge eintru­deln, werden sie von 20 Augenpaaren von oben bis unten unter die Lupe ge­nommen. Eine Welle von Tuscheleien geht los. "Sind die auf'm Gymnasium?" "Sind die echt so gut in Chemie?" "Die 3 Mädchen werden uns heute unterrichten?" - ja das werden sie, und so beginnt das Spektakel. Zunächst einmal stellen sich die 3 Mädchen vor. Sie heißen Julia, Janine und Anastasija, sind 15 bis 16 Jahre alt und sind allesamt in der 10D der Erftgymnasiums in Bergheim und möchten den Grund­schülern heute etwas über Chemie erzählen und auch einige Versuche mit ihnen durchführen. Zunächst einmal wird eine Geschichte vorgelesen, in der es darum geht, dass bei einer Dame eingebrochen wurde und zum Schluss die Spurensiche­rung kommt und Beweise finden soll. Was könnten sie wohl finden? Mehr als 10 Hände fliegen in die Luft. "Blut", sagt die eine, "Fingerabdrücke", sagt der andere. "DNA, Fußspuren im Garten, Haare", behauptet ein weiteres Kind. Und nun sind die Kinder an der Reihe, herauszufinden, wie solche Proben genommen werden. Ihnen wird beigebracht wie man Fingerabdrücke nehmen bzw. nicht nehmen sollte (KEIN BLEISTIFT, LIEBER TINTE), wie man Fingerabdrücke sichtbar macht (Knochen­kohle), wie man Fußabdrücke aus dem Garten mit Gips erkennbar machen kann und wie man wissen kann, wann der Täter gelaufen oder langsam gegangen ist. Nach vielem "Oooh" und "Aaah", wird zu guter Letzt noch etwas gemacht, was bei allen Kindern Beifall gefunden hat: Sie machen unsichtbare Schriften sichtbar. Da nun auch ein kleines Erinnerungsstück Platz in den kleinen Ranzen der Grundschüler gefunden hat, verabschieden sich die 3 Grundschullehrerinnen von ihren 1-Tag-Schützlingen und fahren stolz und dennoch geschafft nach Hause. Wer hätte ge­dacht, dass die 4 Stunden so viel Spaß machen würden? Die 3 Mädchen würden es auf jeden Fall noch ein 2. Mal machen.
 

Am Dienstag, dem 26.02.2008, war es endlich so weit:
Zum ersten Mal hatten wir die Chance, unsere Fähigkeiten als Lehrer unter Beweis zu stellen!

Wir durften für vier Schulstunden die Rolle des Grundschullehrers übernehmen und Experimente mit einigen Schülern der „Eulenschule“ in Berrendorf durchführen.

Diese Kinder hatten für die Projektwoche der Grundschule das Thema
„Chemische Experimente – Den Tätern auf der Spur“ gewählt.
Unsere drei Experimente für diesen Tag bestanden darin, Sauerstoff im Blut (Leber als Blutersatz) nachzuweisen, verschiedene Textilien (Wolle, Haare, Baumwolle, Kunstfaser) zu verbrennen und deren Reaktion zu beobachten, diese Fasern unter dem Mikroskop zu beobachten sowie eine Papierchromatographie zur Farbstoffun­tersuchung von Filzstiften durchzuführen.
Wir begannen die Experimente, indem wir mit den Schülern zuerst mit Hilfe von Ar­beitsblättern besprochen haben, was wir gleich tun werden. Nachdem jeder der Schüler einmal die Gelegenheit hatte, unter Aufsicht selbst den Versuch durchzufüh­ren, klärten wir noch übrig gebliebene Fragen und besprachen mit den Schülern an­schließend was passiert ist und warum.

Uns hat dieser kleine Schultag sehr viel Spaß gemacht und wir wissen auf Grund des Feedbacks, dass es den Schülern (bzw. „kleinen Chemikern“) auch so erging.

Es ist eine neue, aber dennoch sehr interessante Erfahrung für uns gewesen, unser Wissen an andere weitergeben zu können und sich selbst dabei wie ein Lehrer zu fühlen!

(Nicole, Sarah, Saskia und Judith aus der 10d)


Mittwoch, den 26.03.08
Nach sechs Jahren kehrten wir (Steffi, Wiebke, Christine, Corinna) endlich zurück in die Grundschule – diesmal jedoch als Lehrerin.

Während sich unsere Mitschüler an ihrem freien Tag ausruhten und unsere Lehrer bei der Konferenz schufteten, kümmerten wir uns um den Nachwuchs Deutschlands - die Schüler und Schülerinnen der Eulenschule in Elsdorf-Berrendorf.

Also hieß es für uns ab in die Schule. Wir trafen uns auf dem Lehrerparkplatz des Erftgymnasiums, wo Herr Hütz schon auf uns wartete, um uns mit reichlich Lehrmaterial und letzten Tipps auszustatten. Dann heiß es Selbstinitiative zu ergreifen und zu zeigen, wie viel Lehrerin in uns 10.Klässlerinnen schon steckt.
An der Schule angekommen, bekamen wir einen Raum zugewiesen und man erklärte uns, wann die Stunden enden und die Pausen beginnen. Ein „Das schafft ihr schon“ und wir standen dort, allein mit ca. 20 Kindern. Wir teilten uns in 2-er Gruppen auf und ebenso die Kinder in zwei Klassenhälften, um Chaos zu vermeiden und mehr auf die Kinder eingehen zu können. Nach kleinen Kennenlernspielen begannen wir ihnen anhand von Arbeitsblättern, Geschichten und Versuchen etwas über den Magnetismus und das Wasser zu erklären.
Jeweils zwei Schulstunden nahmen wir uns für jedes Thema Zeit. Wir waren erstaunt wie viel Wissen die Kleinen schon besaßen und es machte Saß spielerisch mit ihnen ans Ziel zu gelangen. Als die Klingel das letzte Mal schellte, die Kinder hinausrannten und uns zuwinkten, war es für uns geschafft.

So war unser „Ausflug“ in das Lehrersein vorüber. Nur vier Stunden Unterricht und doch waren wir alle ein wenig erschöpft.