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Erftnews Nr. 41 (Dezember 2008)

Neues Konzept der Nachmittagsbetreuung ab 1. Februar 2009

Angebote für die Klassen 5-9 auf freiwilliger Basis

Beide Bergheimer Gymnasien werden zunächst nicht in den gebundenen Ganztag gehen. Vielmehr wollen sie ein spezifiziertes, kostenloses Angebot an den Nachmittagen für alle Schülerinnen und Schüler in Ergänzung des Unterrichts eröffnen, das auf freiwilliger Basis in verschiedenen Modulen gebucht werden kann. Dieses bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler keine Pflichtganztage bis 16 Uhr haben werden, sondern auch weiterhin ihre privaten Freizeitaktivitäten in Vereinen und Organisationen ausüben können.

Da die Schule eine Planungssicherheit braucht, sind Anmeldungen zu den Modulen allerdings für mindestens ein Halbjahr verbindlich. So kann jede Schülerin/jeder Schüler entscheiden, ob sie/er eine oder mehrere Veranstaltungen aus dem offenen Ganztagsprogramm belegt. Es bietet die Möglichkeit, je nach Neigung, Notwendigkeit und Interesse eine individuelle Auswahl zu treffen.

In der Hausaufgabenbetreuung engagieren sich fähige Oberstufen-schüler/innen mit qualifizierten Eltern und pädagogisch ausgebildetem Personal im Ganztag. Die Hausaufgabenbetreuung findet als durchgängiges Angebot am Nachmittag von 13.30 bis 15.45 Uhr (7. – 9. Stunde) statt.

Förderkurse werden in der Regel jahrgangsübergreifend angeboten für die Kernfächer Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Mathematik für die Klassen 5-9. Sie werden von qualifizierten Lehrkräften durchgeführt und richten sich an Schüler/innen mit Lerndefiziten sowie an besonders leistungsfähige Schüler/innen.

Die Arbeitsgemeinschaften sollen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, ihren Neigungen und Begabungen zu folgen, aber auch Zusatzqualifikationen für Beruf und Studium zu erwerben. Die Arbeitsgemeinschaften können auch von außerschulischen Kooperationspartnern druchgeführt werden.

DREI-SÄULEN-MODELL des offenen Ganztags am Erftgymnasium

Dieses Modell beinhaltet für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, unabhängig von den Unterrichtsverspflichtungen nach dem Unterrichtsende (nach der 6., 7. und 8. Stunde) in die Hausaufgabenbetreuung gehen zu können, etwa wenn es in der Verkehrsanbindung zu Wartezeiten kommt oder wenn sich noch andere Veranstaltungen anschließen. Für Schülerinnen und Schüler, deren Unterricht nach der 6. Stunde endet, besteht ein Mittagstischangebot in der nahen Kantine des Finanzamtes.

ORGANISATIONSSTRUKTUR in Betreuungsschienen

Unsere Spendengelder sind gut angelegt

Astrid Toda berichtet über Schulbaumaßnahmen in Benin (Afrika)

Liebe Spender, liebe Gönner, liebe Freunde,

auch dieses Jahr ist vorbeigegangen, ohne dass wir es wirklich bemerkten. Anders als im vergangenen Jahr, waren wir zu beschäftigt mit den Bauarbeiten und Besuchen von Freunden.

Es war ein sehr erfolgreiches und zufriedenstellendes Jahr. Ich danke Ihnen auch im Namen der Schüler von Asohoue Cada von Herzen für Ihre Unterstützung, die diese Erfolge ermöglicht hat.

Ich möchte Ihnen einen kleinen Überblick über die Geschehnisse in diesem Jahr geben:

Das Jahr begann so wenig Veränderungen versprechend wie das letzte geendet hatte. Zu der Energiekrise kam ein Ernährungsengpass. Vielleicht erinnern Sie sich, dass im Herbst 2007 Westafrika von Überschwemmungen geplagt war. Die erste Ernte war noch nicht ganz eingebracht gewesen als die Regen einsetzten. Ein beachtlicher Teil der ersten Ernte verfaulte und gleichzeitig wurde die zweite Aussaat von den Wassern weggeschwemmt. In Europa hatte man wohl das Gefühl, dass mit dem Abebben der Berichte in den Medien auch das Problem beseitigt war. In Westafrika begann das wirkliche Problem aber erst im Februar, als alle Reserven aufgebraucht, die nächste Anbauzeit und Ernte aber noch in weiter Zukunft waren. Dazu kam die weltweite Teuerung fast aller Lebensmittel und anderer Waren. Der Preis für einen Sack Mais, der früher 12.000 FCFA betragen hatte, stieg auf 42.000 FCFA.

Hunger machte sich breit. Eine galoppierende Inflation schüttelt seither die Republik Benin. Niemand weiß, wann und wo das enden soll. Auch für die Bauarbeiten konnten wir immer noch keinen Zement bekommen. Nachdem die  Energiekrise nach den ersten zwei Monaten des Jahres endlich überstanden war, entschied die Regierung der Republik Benin als Vorbereitung der CENSAD (einer Konferenz aller afrikanischer Staaten, die die Vereinigung Afrikas als politische und wirtschaftliche Einheit vorbereiten soll) Straßen und Villen zu bauen. In den Supervillen sollten die verschiedenen Staatschefs untergebracht werden. Auch wenn ausländische Investoren diese Villen finanziert haben, so gab es dennoch wieder keinen Zement und auch kein Eisen für die Normalbürger.

In meiner Frustration schrieb ich Anfang März einen Brief an den hiesigen Präsidenten. Ich bekam zwar nie eine Antwort darauf, doch wurde drei Wochen später im Radio verkündet, dass der Zement freigegeben würde. Die ersten Tonnen Zement, die auf dem Markt erschienen, wurden zu Wolkenkratzerpreisen verkauft. Ich entschied mich, noch etwas zu warten, bis sich die Preise normalisieren würden. Endlich gelang es mir im Mai einige Tonnen Zement zu ergattern. Der Preis war immer noch hoch, aber die Aussicht, die Arbeiten an der Schulbaustelle weiterführen zu können, glich mein Gemüt aus.

An der Schulbaustelle in Asouhoue Cada wurde das dritte Gebäude fertiggestellt. Als letzte Arbeiten bleibt das Zementieren der Böden. Die Schüler müssen in den nächsten Tagen noch einmal Sand in den Klassenräumen nachfüllen, da sich die erste Füllung gesetzt hat. Damit stehen dann der Schülerschaft zehn Klassenräume zur Verfügung. Die Toilettengruben sind bereits ausgemauert und geschlossen. Bis Jahresende werden auch die Kabinen (10 Stück pro Block) fertig sein.

In Gbedaconou wurde das kleine Haus für das Personal der Krankenstation gebaut. Es muss nur mehr außen verputzt werden. Mein Maurermeister ist seit einiger Zeit krank. Sobald er wieder auf den Beinen ist, wird er die Arbeiten beenden. Auch die Toiletten sind fertig.

In Ahouandeji haben wir mit dem Bau des Lernzentrums begonnen. Die Mauern des Gebäudes sind fertig und das Dach ist aufgesetzt. In den nächsten Tagen werden die Maurer mit den Verputzarbeiten beginnen. Auch die Toilettengrube wurde ausgemauert, geschlossen und die Kabinen sind fertig. Auch hier muss nur mehr verputzt werden.

Meine Truppe hatte für einige Wochen Unterstützung von einem jungen Mann aus Hannover, der sich entschlossen hatte, hier vor Ort mit Hand anzulegen. Wir alle genossen seine Anwesenheit. Er war offen und fügte sich problemlos in unser afrikanisches Leben ein. Er gab unserem grauen Baualltag Farbe und Heiterkeit.

Zwischendurch hatten wir Besuch von drei Damen aus Deutschland und Österreich. Für Conny war das schon der zweite Aufenthalt bei uns. Ich habe die gemeinsamen Tage sehr genossen. Ende August kam wieder Karatemeister Ochi mit seiner Frau, Nichte und Frau Hense, um mit der Karatenationalmannschaft von Benin zu trainieren.

Das VEM Projekt hat seit meiner Rückkehr nach Benin Flügel bekommen. Zur Zeit arbeiten sechs junge Frauen mit den Plastiksäcken, um sich ihre Träume zu verwirklichen: Patricia will sich ihr Studium finanzieren; Denise ist Weberin, Florence ist Friseuse, beide wollen sich ein Atelier einrichten; Julienne möchte sich ein Stück Land kaufen und dort ein Haus bauen; Judith hat nur ein Bein, sie möchte raus aus der Isolation; Veronica hat zu jung geheiratet, ihr Mann hat sich eine zweite Frau genommen, der er den Vorzug gibt, sie will ein neues Leben beginnen.

Dieses Jahr habe ich auch wieder Artemisia annua gepflanzt. Es hat etwas länger gedauert, bis die Samen gekeimt haben, doch inzwischen habe ich zwei Mal geerntet. Der Tee sieht von der Farbe her genauso aus, wie der Tee von ANAMED. Ich habe auch erfolgreich einige Stecklinge gezogen. Für unsere Region in Benin, wo wir immer mit Wasserknappheit zu kämpfen haben, habe ich erkannt, dass es nicht so wichtig ist, viele Pflanzen zu haben. Es ist besser, wenige Pflanzen konstant das Jahr über zu halten. Einige Samen habe ich einem Projekt gegeben, das einen Naturpark in einer Sumpfregion aufbauen möchte.

Im Februar hatte ich Besuch von Frau Dr. Zschocke, die mir mit der Anwendung von EM geholfen hat. Doch mussten wir leider alle Tierhaltung aufgeben, da die Preise für Tierfutter um etwa 400% gestiegen waren und wir die Tiere nicht mehr ernähren konnten. Schweren Herzens haben wir uns von den Tieren getrennt.

So, das war nun der „kurze" Überblick über dieses Jahr. Ich danke Ihnen für Ihre treue Freundschaft und wünsche Ihnen für die kommenden Feiertage Besinnlichkeit, Ruhe und Freude am Beisammensein mit Ihren Lieben. Für das Jahr 2009 wünsche ich Ihnen Gesundheit, Erfolg, Frieden und die Verwirklichung so mancher Ihrer Träume.

Mit lieben Grüssen bin ich

Ihre

Astrid Toda

Mensa, Selbstlernzentrum, Schülerbücherei und vier neue Klassenräume am Erftgymnasium

Die Einführung des Abiturs nach zwölf Jahren an Gymnasien und die Ganztagsoffensive des Landes Nordrhein-Westfalen ziehen die Notwendigkeit einer Mittagspause mit Verpflegung und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Schülerinenn und Schüler nach sich. Die Stadt Bergheim als Schulträgerin  reagierte auf diese Herausforderung an beiden Gymnasien. Da im Erftgymnasium keine Umbaumöglichkeit im Bestand möglich war, entschied sich die Stadt zu einer dreigeschossigen Neubaumaßnahme auf dem Gelände des Lehrerparkplatzes an der Schützenstraße.

Der Neubau, der als kompaktes, architektonisch klar gegliedertes Gebäude konzipiert ist, soll auf Stützen errichtet werden, um die vorhandenen Stellplätze zu erhalten.

Folgende Nutzungen sind vorgesehen:

Untergeschoss (Luftgeschoss): die PKW-Stellplätze
Erdgeschoss: die Mensa mit der Versorgungsküche / Essenausgabe und den zugehörigen Kühl- und Lagerflächen sowie Personalräumen, das Stuhl- und Tischlager, die WC-Anlagen und der Putzmittelraum
Obergeschoss: das Selbstlernzentrum mit Schülerbibliothek und vier Klassenräume

Der Neubau wird die Anforderungen eines Passivhauses erfüllen. Um dieses zu erreichen, wird die Wärmeerzeugung für den Erweiterungsbau mittels einer Wärmepumpe (Sole/Wasser) erfolgen, die über Bohrungen bis zu einer Tiefe von 40-45 m in das Erdreich unter dem Gebäude eingebracht werden. Diese Variante der Nutzung von Erdwärme hat einen besonders hohen Wirkungsgrad. Zur Heizungsunterstützung soll auf dem Flachdach des Gebäudes eine Solaranlage installiert werden. Diese dient in den Sommermonaten auch zur Warmwasserbereitung. Bei sehr hohen Außenlufttemperaturen ist es sogar möglich, mittels der Wärmepumpe und der Lüftungsanlage das Gebäude zu kühlen. Zurzeit wird noch geprüft, ob in den Sommermonaten eine Einspeisung des Warmwassers in das vorhandene Netz des Altbaus, z. B. zur Erwärmung von Brauchwasser, wirtschaftlich ist.

Auch Photovoltaikelemente sollen zur Reduktion der Wärmeeinstrahlung (Aufheizung der Räume) und Erzeugung von elektrischer Energie eingerichtet werden. Die erzeugte Energie soll unter anderem für den Betrieb von Motoren und Pumpen verwandt werden.

Unabhängig davon werden im Gebäudebstand alle naturwissenschaftlichen Räume der Biologie, Chemie und Physik erneuert.

Damit erhält das Erftgymnasium die baulichen Voraussetzungen für eine moderne Bildungsanstalt und ist für den Ganztag gut gerüstet.

 

Erftgymnasium befragt Schüler, Lehrer und Eltern

Moderne Schulsysteme benötigen Rückmeldungen über ihre Arbeit, um aufgrund einer effizienten Qualitätskontrolle notwendige Korrekturen in der Schulentwicklung vornehmen zu können. Seit mehreren Jahren erfolgen am Erftgymnasium solche Kontrollen mittels Befragungsbögen, die sich an Schüler und deren Eltern richten.

Zur Verfeinerung des eingesetzten Instrumentariums und zur Erhöhung der Vergleichbarkeit unserer Ergebnisse hat die Schulkonferenz den Einsatz des national und international anerkannten Evaluationsprogramms SEIS (Selbstevaluation in Schulen) beschlossen. Dieses von der Bertelsmann-Stiftung konzipierte und von einigen Bundesländern (darunter auch Nordrhein-Westfalen) übernommene Verfahren wertet standardisierte, „online“ auszufüllende Fragebögen aus und gewährt, wenn gewünscht, Einblicke in vergleichbare Systeme. Zusätzlich können auch Hinweise zu Entwicklungspotentialen der eigenen Schule abgerufen werden.

Zur Befragung vorgesehen sind zu Beginn des Jahres 2009 neben den Schülerinnen und Schülern auch Eltern, das Lehrerkollegium, das nicht lehrende Personal und die Schulleitung. Das Projekt wird schulischerseits von Oberstudienrat Torsten Bovians verantwortlich begleitet.

 

Probier's mal mit Gemütlichkeit: Big Band des Erftgymnasiums und Chor der Kath. Grundschule Elsdorf präsentieren eine gemeinsame CD

Am Anfang stand eine „fixe Idee“

Das Hobby von Christa Sommer, Schulleiterin der Katholischen Grundschule Elsdorf, ist Insidern bekannt: Sie liebt die Musik. Und so kommt es nicht von ungefähr, dass sie einen Schulchor gründete, der längst aus dem Anfangsstadium herausgetreten ist und bereits bei einigen Auftritten auf sich aufmerksam machte. Da die Vorlieben des hiesigen Schulleiters ebenso offenkundig sind und in „Hummis Big Band“ Gestalt angenommen haben, kam es zur Idee, einmal ein gemeinsames Projekt mit Chor und Big Band anzugehen, und zwar einigten sich die beiden Schulleiter auf die Erstellung einer gemeinsamen CD mit dem Titel „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ (aus dem Dschungelbuch), deren Ergebnis nun hörbar und zu erwerben ist.

Chor der KGS Elsdorf
Big Band des Erftgymnasiums

Während die Big Band ihre Erkennungsmelodie „Bad, Bad Leroy Brown“ und Titel beisteuerte, die auch den Grundschulkindern wohl bestens bekannt sind („Die Melodie der Maus“, „Wild Cat Blues“, „The Pink Panther“, „The Muppet Show Theme“) sang der Chor der Katholischen Grundschule Elsdorf, begleitet von Christa Sommer vier Lieder ein („Seid willkommen, liebe Leute“, „Inki minki tinki“, „Tum tum pisca tum“ und „Dubadap da“). Aber auch zwei gemeinsame Stücke finden sich auf der CD, nämlich „The Lion Sleeps Tonight“ und eben der Titelsong „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus ‚Das Dschungelbuch’. Erwerben kann man die CD zu einem Preis von 5 € in der KGS Elsdorf, Jahnstr. 2, 50189 Elsdorf, Tel.: 02274/905684 oder im Sekretariat des Erftgymnasiums, Schützenstr. 20, 50126 Bergheim, Tel. 02271/47370, erftgymnasium@bergheim.de)