Schulrundgang | Sitemap | Anfahrt | Impressum | Kontakt

Erft News Nr. 46 (Januar 2010)

Das Erftgymnasium trauert um Studiendirektor Wolfgang Drodt

Die Nachricht vom Tod unseres Lehrers Wolfgang Drodt kurz vor dem Weihnachtsfest hat uns alle sehr betroffen gemacht und in uns große Trauer ausgelöst. Spontan hat sich das Lehrerkollegium entschlossen, die vorgesehene Weihnachtsfeier abzusagen und statt dessen seiner in einem Gottesdienst zu gedenken. Am 23.12.2009 wurde Wolfgang Drodt in Anwesenheit einer großen Anzahl von Lehrern, Schülern und Eltern auf dem Meckenheimer Waldfriedhof beigesetzt.

Die nachfolgend abgedruckten Wortbeiträge des Schülervertreters und des Schulleiters im Gedenkgottesdienst würdigen die Verdienste des allseits beliebten Lehrers Wolfgang Drodt.

Pascal Fröhlich als Vertreter der Schülerschaft:
„Am letzten Freitag verlor die Welt einen besonderen Menschen. Seit letzten Freitag ist die Welt etwas ärmer. Seit letzten Freitag fehlt uns „unser Mann für alles“, unser „Papa Bär“, UNSER Lehrer. Er ist weg. Dies geschah plötzlich und unerwartet nach schwerer Krankheit. Dies geschah genauso plötzlich und unerwartet, wie er bereits Ende des letzten Jahres aus unserem Schulalltag verschwand.

Alles machte er aus Liebe zu seinem Beruf und aus Liebe zu seinen Mitmenschen. Bei seinem Rückzug aus der Schule im letzten Schuljahr konnte noch niemand damit rechnen, dass er nicht wieder kommt. Es wollte auch niemand daran denken – wir brauchten ihn doch und er konnte doch auch nicht ohne uns…

Mit der Zeit wurde klar, dass er in nächster Zukunft nicht wiederkommt. In den vergangenen Wochen und Monaten wurde dann leider auch den meisten von uns bewusst, dass Herr Drodt uns nicht mehr unterrichten wird. In diesen Momenten fragt man sich nach der Gerechtigkeit des Lebens. Wieso wird ein so lebensfroher Mensch mit so einem Schicksal bestraft. Wieso wird ein so wundervoller Mensch aus dem Leben gerissen, der so vielen Menschen so viel bedeutet hat. Ich kann mir die Frage nicht beantworten – und ich denke, wir alle können diese Frage nicht beantworten.

Aber um nochmal an den Menschen Wolfgang Drodt zu erinnern, ein kleiner Rückblick auf den Teil von ihm, den wir kannten: Die Stunden von Herrn Drodt gehörten definitiv zu denen, zu denen Schüler gerne gingen. Das Phänomen, mit seinem Stoff „durchzukommen“ trotz weiterer neuer Vorschriften aus Düsseldorf und dennoch sehr viel zu lachen, beherrschte er perfekt…

Persönliche oder Klassenprobleme waren immer gut bei ihm aufgehoben und immer hatte er eine Antwort parat. Ich konnte mich persönlich davon überzeugen, wie er sich bemühte in jedem Schüler das Beste zu sehen und jedem Menschen an jedem Tag eine neue Chance gab. Besonders die Klassenfahrt mit ihm ist mir positiv im Sinn geblieben.

Dass wir uns alle hier versammeln, unterstreicht unsere Wertschätzung Herrn Drodt gegenüber, wäre er jetzt hier, würde er wohl erstmal einen Witz machen, weil er so viele trübe Gesichter gar nicht sehen wollen würde…
In diesem Sinne möchte ich natürlich den nächsten Familienangehörigen mein (unser aller) Beileid ausdrücken und hoffe, dass ich Euch/Ihnen den positiven Wolfgang Drodt ins Gedächnis rufen konnte, denn da kann ihn uns keiner nehmen!“

Schulleiter Dr. Franz-Josef Hummelsheim:
„Lange haben wir gehofft, gebangt und auch gebetet. Und doch kam es anders. Wolfgang Drodt musste einen schweren Weg gehen und konnte letztendlich in diesem Leben keinen Sieg erringen.

Wir am Erftgymnasium - Lehrer, Schüler und Eltern - beklagen einen herben Verlust. Der immer gut gelaunte, leidenschaftliche Latein- und Biologielehrer und Oberstufenkordinator Wolfgang Drodt ist nach dem Ausbruch der heimtückischen Krankheit nicht wieder an seinen Dienstort in Bergheim zurückgekehrt, den er doch so sehr mochte. Bei meinen Krankenbesuchen plante er die Rückkehr in den Unterricht, ihm ging es nicht schnell genug voran, das machte ihn eher ärgerlich. Er wollte wieder zu seinen Schülerinnen und Schülern, und das mit aller Macht.

Diejenigen, die eng mit ihm zusammengearbeitet haben, wussten um seine Stärken, seine ruhige Art, an schwierige Probleme heranzugehen. Ich habe in ihm den zuverlässigen Partner gesehen, der seine Arbeit mit Mut und Zuversicht anging. Dafür war er auch im Leitungsteam unserer Schule bekannt.

Wir werden ihn und seine menschliche Art am Erftgymnasium vermissen. Wir werden seine Freundlichkeit und seine Offenheit vermissen. Und man fragt sich: Gibt es einen Trost für uns alle?

Ja, den gibt es: Was immer ein Mensch an Güte und Liebe in seinem Leben ausgesät hat, das wird auf ewig nicht verloren gehen.

Uns bleibt die Erinnerung an einen wunderbaren Menschen. Jean Paul drückte es so aus: ‚Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.‘

So können wir Wolfgang Drodt in unserer Mitte behalten.“

 

Personalien

Zum bevorstehenden zweiten Schulhalbjahr werden wir voraussichtlich zwei neue Lehrkräfte fest einstellen können. Da Herr HEIDTMANN (Mathematik/Chemie) unter Fortführung seines Leistungskurses in der Jahrgangsstufe 13 zum Silverberg-Gymnasium nach Bedburg versetzt wird, wurde Ersatz für die Fächer Mathematik und Chemie notwendig. Wir freuen uns darüber, dass unsere examinierte Lehramtsanwärterin Frau GEHRING (Chemie/Kath. Religionslehre) zum 1. Februar am Erftgymnasium eine Festanstellung erhalten wird. Ebenso froh sind wir, unseren bisherigen Vertretungslehrer Herr ROENTGEN (Mathematik) zum selben Termin einstellen zu können.

Zum Halbjahrestermin wird uns auch Frau KNAPP-TRAUZETTEL (Deutsch/Kunst) verlassen. Die Ersatzkraft kann allerdings erst zum nächsten Schuljahr eingestellt werden. In der Zwischenzeit haben wir mit Frau WAGNER eine Vertretungslehrkraft im Fachbereich Kunst gefunden.

 

Erster Spatenstich für Mensa und Selbstlernzentrum

Am 15. Dezember 2009 war es so weit: Mit dem ersten Spatenstich für den Neubau einer Mensa mit Selbstlernzentrum und vier weiteren Klassenräumen begann die Bauphase des Großprojektes von rund 3,5 Millionen € am Erftgymnasium.

Zunächst wurde in einer Pressekonferenz das Bauvorhaben nach dem letzten Planungsstand der Öffentlichkeit vorgestellt. Schulleiter Dr. Franz-Josef Hummelsheim konnte dazu im Pädagogischen Zentrum Bürgermeisterin Maria Pfordt, die Beigeordneten Niels-Christian Schaffert und Klaus-Hermann Rössler sowie Vertreter der im Rat vertretenen Parteien begrüßen.

Während die Bürgermeisterin den Wert des Bauvorhabens für die zukunftsgerichtete Ausbildung der Schülerinnen und Schüler unterstrich und auf die moderne Bauausführung hinwies, die das barrierefreie Gebäude ohne konventionelle Heizung auskommen lasse, erläuterte Peter Hötte vom Gebäudemanagement der Stadt eingehend die ausgestellten Baupläne. Die Mensa mit 250 Schülerplätzen, das Selbstlernzentrum, die Schülerbibliothek und die vier neuen Klassenräumen helfen die Raumnot des Erftgymnasiums beseitigen und werden die Voraussetzung für weitere Verbesserungen im Gebäudebestand schaffen. Durch den Stelzenbau kann der Lehrerparkplatz an der Schützen-straße fast in vollem Umfang erhalten bleiben.

Dann aber ging es zum ersten Spatenstich, ausgeführt von der Bürgermeisterin, der Schulausschussvorsitzenden Elisabeth Hülsewig, den Beigeordneten und dem Schulleiter.

Die musikalische Umrahmung gestalteten Judith Hartung und Dennis Berrendorf (Klavier) sowie die Big Band des Erftgymnasiums.

 

Eindrücke von der Afrikawoche

Seit nunmehr 10 Jahren unterstützt das Erftgymnasium den Schulhausneubau in Benin (Westafrika) durch Sponsorenläufe, die alle zwei Jahre stattfinden. In diesem Jahr konnte sich Organisator CHRISTOPH FREIHALS eines großen Zuspruchs erfreuen, der dem 10-jährigen Jubiläum alle Ehre machte. Um das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Hilfe zu schärfen und auf die Problemlage in Afrika aufmerksam zu machen, fanden auch in diesem Jahr wieder Projekttage statt, deren Ziel es war, ausgewählte Themen möglichst unterrichtsbegleitend anzubieten. Am Ende der Woche wurden die Projektergebnisse parallel zu den Wohltätigkeitsläufen auf einem Schulfest präsentiert. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher zeigten ihre Solidarität mit den Zielen der Initiative, für die ASTRID TODA als Vermittlerin verantwortlich zeichnet. Die nachfolgenden Fotos stellen Ausschnitte von den Projekten und vom Schulfest dar.

 

Gastschüler aus Westafrika

Eine Woche lang besuchte BWL- und Jurastudent Simplice Kounouvi als Gastschüler aus der Republik Benin das Erftgymnasium, um seine Sprachkenntnisse aufzubessern. Er ist einer der jungen Leute, die durch die Begabtenförderung des Bildungswerks Westafrika ausgebildet werden. Im Erftgymnasium wurde er mit offenen Armen empfangen und fand sehr bald gute Freunde unter seinen deutschen Mitschülern, die ihn spontan nach Hause zum Essen einluden. Simplice Kounouvi profitiert persönlich von dem Engagement unserer Schule im Benin, die bisher ca. 110.000 € für den Schulbau zur Verfügung stellen konnte.

Herzlich verabschiedete Schulleiter Dr. Franz-Josef Hummelsheim den Gastschüler, der von Astrid Toda (Bildungswerk Südafrika) begleitet wurde.

 

Nachmittagsbetreuung erhält Unterstützung

Aus dem Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) der Bundesregierung, die in einer Vereinbarung mit den Ländern den bedarfsgerechten bundesweiten Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen unterstützt, erhielt unsere Nachmittagsbetreuung nun einen Zuschuss in Höhe von nahezu 30.000 €. Wertvolle Bücher, Spielmaterialien, Sportgeräte, Sitzbänke, zwei Lerncomputer und Schränke konnten bereits vor den Weihnachtsferien an Frau Pracht, der Leiterin der Nachmittagsbetreuung, übergeben werden.

 

35 Jahre Förderverein und 25 Jahre Big Band des Erftgymnasiums

Zu einem großen Konzertabend hatten Förderverein und Big Band in das MEDIO.RHEIN.ERFT geladen. Doch zuvor ließen sich die Jubilare in einem Fackelzug, flankiert von Fackelträgern der Freiwilligen Feuerwehr Bergheim, unter den Klängen des Musikvereins „Blau-Weiß“ Quadrath-Ichendorf 1972 e.V. vom Schulgebäude zum Veranstaltungsort geleiten.

Lothar Kauffels, Vorsitzender des Fördervereins, und Dr. Franz-Josef Hummelsheim, Leiter der Big Band, begrüßten im festlich geschmückten Saal zahlreiche Gäste, darunter auch Bürgermeisterin Maria Pfordt und Bundesabgeordneter Willi Zylajew.

In gekonnter Weise setzte das Juniororchester unter der Leitung der Schülerinnen Lisa Janetzki und Hannah Schmitz bereits Maßstäbe und wurden vom Publikum für das dargebrachte amerikanische Potpourri mit anhaltendem Applaus bedacht. Nach den irischen und orientalischen Klängen der Gitarrengruppe, die von Musiklehrerin Monika Lingen geleitet wird, würdigte die Bürgermeisterin in ihrem Grußwort das Engagement der Jubilare und dankte für den unermüdlichen Einsatz der Mitglieder. Sodann trat der Chor des Mädchengymnasiums Jülich auf, das ebenso wie das Erftgymnasium als Europaschule in Nordrhein-Westfalen zertifiziert ist. Günter Jansen präsentierte diesen Chor in Bestform und gratulierte in herzlichen Worten zum Jubiläum.
Nach der 1. Pause überreichten Vertreter der Kreissparkasse Köln an den Vorsitzenden des Fördervereins einen Scheck in Höhe von 5.000 € zur Unterstützung der Arbeit für Projekte der Schule.

Mit Auszügen aus „König der Löwen“ bot der Chor des Erftgymnasi-ums unter der Leitung von Musiklehrer Helmut Jäger eine äußerst sou-veräne Leistung und sang sich in die Herzen der Zuhörer.

Auch das Orchester der Schule bewies mit Ludwig van Beethovens erster Symphonie seine hervorragende Qualität. Manfred Hettinger-Kupprat nahm sichtlich erfreut den lang anhaltenden Beifall des Publikums entgegen.

Im dritten Teil des Abends nahm die Big Band die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch die 25 Jahre ihres Bestehens. Als fast professionell anmutende Solisten zeigten sich Katja Rovers (Alt-Saxophon), Marla Rovers (Klarinette) und Kai Altwicker (Trompete). Zum Abschluss wurde die aktive Band durch eine große Zahl von Ehemaligen unterstützt, die sichtlich Spaß daran fanden, wieder in Hummis Big Band musizieren zu können.

Ein besonders zu belobigender „Solist des Abends“ war Moderator Dr. Oliver Großmann, der immer den „richtigen Ton“ traf. Ihm gebührt für seine exzellente Leistung Dank und Anerkennung.

Die Gruppe „Fast Forward“, gegründet von ehemaligen Mitgliedern der Big Band, ließen nach dem Konzert den äußerst gelungenen Abend ausklingen.

Das komplette Konzert wurde vom Regionalfernsehen aufgenommen und ist auf den Internetseiten unter
www.bm-tv.de/html/konzert_erftgymnasium.html
abrufbar.

 

 

Big Band konzertiert in Berlin

Auf Einladung von Europaminister Andreas Krautscheid reiste die Big Band vom 16.-19.12.2009 nach Berlin, wo ein anstrengendes Programm auf sie wartete. Nach einer Stadtrundfahrt hieß Frau Dr. Doris Gau, ehemalige Schülerin des Erftgymnasiums, die Gruppe in der NRW-Landesvertretung herzlich willkommen und erläuterte die Aufgaben der Institution in der Bundeshaupthauptstadt. Anschließend spielte die Big Band im Atrium der Landesvertretung auf und wusste bei den zahlreichen Mitarbeitern zu gefallen. Am Abend wartete ein weiterer Auftritt auf die Band. Zur Einstimmung auf das von der Landesvertretung ausgerichtete Chorkonzert in der Matthäuskirche begrüßten die Bergheimer die zahlreichen offiziellen Gäste mit weihnachtlicher Blasmusik. Staatssekretär Mertes hieß die Gymnasiasten aus Nordrhein-Westfalen herzlich willkommen und bedankte sich für die Musik.

Ein ganz besonderes Erlebnis war für die Mitglieder der Big Band der Besuch im Bundesrat. Durch Referate gut vorbereitet, ließen die Jugendlichen die intensiven Eingangskontrollen über sich ergehen und erhielten durch den Besucherdienst wichtige Informationen, bevor sie der Debatte um das Wirtschafts-Wachstums-Beschleunigungsgesetz auf der Besuchertribüne mitverfolgen durften. Zu ihrer Überraschung hatte sich Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers die Zeit genommen, die Big Band zu begrüßen und stand über eine halbe Stunde Rede und Antwort zu aktuellen Fragen.

 

Meytav Vocal Ensemble und Chor des Erftgymnasiums

Am Vorabend des dritten Adventssonntags bzw. des jüdischen „Chanukka“-Festes erlebten die Besucher des Konzertes im Pädagogischen Zentrum einen besonderen musikalischen Leckerbissen, ermöglicht durch die Initiative „Begegnungen 2005“. Abwechselnd mit dem gut aufgelegten Chor des Erftgymnasiums unter der Lei-ung von Oberstudienrat Helmut Jäger bestritt das berühmte israelische Meytav Vocal Ensemble mit feierlich-getragenen Weisen das Konzert. Am Ende zeigte die dirigierende Musikdirektorin Idit Krymolowski-Shopen mit der Solopartie „I feel pretty“ ihr außerordentliches Können.