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Schülerkommentare zur Afrikawoche 2011

Die Afrikawoche 2011

Nun ist sie vorbei, die Afrikawoche 2011 am Erftgymnasium. Wieder einmal eine Woche mit vielen Aktionen, Vorträgen, Projekten und Workshops. Am Samstag endete sie mit dem Schulfest, bei dem alle Schüler fleißig, von Sponsoren unterstützt, für Afrika liefen.

Ganz besonders haben mir in der Woche zwei Vorträge gefallen. Zum einen war es ein Vortrag von Patricia Eckermann und Julia Rieve zum Thema Stereotype und zum anderen ein Vortag von Theresa Schlummer über ein Auslandsjahr in Afrika.

Bei Patricia Eckermann und Julia Rieve haben wir einige Filmausschnitte, von alten Spielfilmen bis hin zu DSDS, gesehen und über die Rolle der Schwarzen gesprochen. Zudem haben wir über die Geschichte der Schwarzen in Deutschland geredet und unter anderem festgestellt, dass durch die Besetzung des Rheinlandes nach dem Ersten Weltkrieg durch französische Dunkelhäutige eine Abneigung entstand, die teilweise heute noch in den Köpfen der Menschen vorhanden ist.

Des Weiteren haben wir uns mit den beiden Referentinnen über die Bezeichnung für „Farbige", „Dunkelhäutige", „Schwarze", „Mohren", „maximal Pigmentierte" oder „Neger" unterhalten. Wie will man selbst genannt werden und was ist nicht beleidigend? Die Bezeichnung hat sich im Laufe der Zeit geändert und letztendlich haben wir „Schwarze" als aktuelles und nicht beleidigendes Wort festgehalten.

Stereotype sind jedem bekannt, doch als wir die Filme mit dem Hintergrund, genau auf Stereotype zu achten, gesehen haben, wurde schnell deutlich, dass die Medien und Filmemacher Dunkelhäutigen bewusst bestimmte Eigenschaften, bzw. Rollen zuordnen. Aufgegriffen wird eine wilde Sexualität, der Schwarze als Exot und ein Diener-Herr Machtverhältnis zwischen Schwarzen und Weißen. Von Kind an ordnen wir Dingen und Themen bestimmte Eigenschaften zu, was uns beim Lernen und Verstehen hilft. Schubladendenken ist also nicht zwangsweise böse gemeint, doch man sollte sich wahrlich nicht an dem kindlichen Denken festhalten.

Am Freitag hat Theresa Schlummer einigen Interessierten über das Leben in Afrika berichtet. Sie selbst lebte und arbeitete für ein Jahr in einem Dorf in Uganda. Dort lernte sie ein völlig anderes Leben kennen. Den in einigen Reiseführern beschriebenen Kulturschock erlebte sie aber nicht in Afrika, sondern vielmehr bei ihrer Ankunft zurück in Deutschland. An das in Deutschland zu jeder Zeit vorhandene Wasser gewöhnte sie sich schnell wieder, jedoch brauchte sie lange, um sich daran zu gewöhnen, dass sich nur wenige Fremde auf der Straße grüßen, was in ihrem Heimatdorf in Afrika üblich sei. Daran erkenne man schon die anderen Werte dort. Das Leben sei nicht schlechter oder einfacher, nur eben anders, berichtete sie. „Mein Herz ist in Afrika.", teilte sie uns abschließend mit.

Über die Woche hinweg haben viele Klassen und Kurse einen Trommelkurs im PZ erhalten. Obwohl es im Nachbarraum ein wenig nervenraubend war, hätte mir eine Trommelstunde sicherlich auch gut gefallen.

Alles in Allem war es wieder einmal eine interessante und informationsreiche Woche.

Oliver B., Jgst. 12

 

 

Themba

Der Film zeigt, wie Menschen in Afrika an AIDS sterben, aber auch, dass die Menschen dort größtenteils gar nicht wissen, was diese Krankheit ist, wie sie übertragen wird oder gar, wie man sich davor schützen kann.

Vor allem brachte mich die Erkrankung der Mutter des Hauptdarstellers Themba zum Nachdenken. Hätte ihr Sohn sie nicht gesucht und gefunden, wäre sie wahrscheinlich in ihrer „Hütte" gestorben. Es gibt dort keine Hygiene wie wir sie heute kennen. Diese Frau lebt in einer Umgebung, die nur aus Müll und Schmutz besteht. Durch ihre Ansteckung mit dem HIV–Virus und der mangelnden Hygiene ist sie noch anfälliger für andere Krankheiten.

Auch das Outing Thembas zu seiner AIDS-Erkrankung am Ende des Filmes berührte mich. Es war sehr realistisch und veranschaulicht, wie schwer es in Afrika sein muss, zu dieser Krankheit zu stehen, vor der leider immer noch viele Menschen die Augen verschließen.

Der Film zeigte auch sehr gut die Umstände, unter denen die Menschen dort leben: Eltern müssen ihre Kinder zurücklassen, damit diese überleben.

Auch greift der Film das Thema der Vergewaltigung auf, was ebenfalls eine hohe Bedeutung in Südafrika hat. Auch dieses Thema hat mich sehr stark mitgerissen. Ein Junge und seine Schwester, die Angst davor haben müssen, von ihrem „Stiefvater" missbraucht zu werden.

Des Weiteren wird in diesem Film der Kontrast zwischen arm und reich sehr gut herausgearbeitet. Während die beiden Kinder ihre Mutter suchen, kommen sie an einer großen Villa vorbei. Ein paar Kilometer weiter findet man Menschen, die weit unter akzeptablen Umständen leben, wieder. Dieser Unterscheid zwischen der „High Society" und den Menschen, die in den Slums leben, wird sehr gut deutlich.

Mir hat der Film im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Auch weil es ein Film ist, über den man noch einmal nachdenkt und es zu schätzen weiß, wie gut man es hier in Deutschland hat. Wir besitzen mehrere Paar Schuhe und die Kinder dort haben manchmal noch nicht Mal eins.

Ich mag „Happy Ends" sehr gerne, jedoch hätte ich es für diesen Film besser gefunden, wenn er nicht so positiv ausgegangen wäre. Es leben in Afrika viele Jungen, denen es nicht gut geht, die dieselben Umstände haben, jedoch werden nicht alle von ihnen Fußballstar. Hier wird das Thema zu klischeehaft dargestellt.

Raten möchte ich trotzdem allen, sich diesen Film anzusehen. Er regt zum Nachdenken an und beschreibt sehr gut, wie es den Menschen in Südafrika geht. Ich finde es toll, dass uns die Möglichkeit gegeben wurde, sich diesen Film anzuschauen. Ich hatte auch den Eindruck, dass viele Schüler verstanden haben, wie schlecht es den Menschen dort wirklich geht und dass es noch Menschen gibt, die um das Überleben kämpfen müssen.

Leonie Kulik

Themba scheint auf den ersten Blick ein Film zu sein, wie jeder andere auch. Doch dieser Film ist tiefgründiger und legt die Probleme eines Landes sehr offen und ehrlich dar. Unter anderem geht es dort auch um eines der größten Probleme Südafrikas, aber auch der Welt: AIDS, bzw. HIV.