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Erft News 61 (Juli 2016)

Mitteilungen

Unsere Verantwortung als Europaschule

Europa ist derzeit von Krisen geschüttelt, denken wir nur an die Finanzkrise, die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen EU-Ländern oder an die Flüchtlingskrise. Die Einigung der EU-Mitgliedsstaaten fällt mitunter sehr schwer und lässt kaum überbrückbare Gegensätze deutlich hervortreten. Einzelne Länder denken sogar über den Austritt aus der Staatengemeinschaft nach.

Gerade in dieser Zeit stehen die Europaschulen fest zu ihrem Auftrag, den europäischen Gedanken wachzuhalten und die Integration Europas voranzutreiben. Das Erftgymnasium sieht sich ebenso in der Verpflichtung und zeigt diese auch deutlich nach außen. An unserer Schule weht als äußeres Zeichen die Europaflagge, im Mai haben wir eine Projektwoche mit dem Thema „Europa in der Krise“, unsere Schülerinnen und Schüler nehmenerfolgreich an europäischen Webewerben und Exkursionen teil und augenblicklich bemühen wir uns als Comenius-Schule um ein neues Projekt, an dem Schulen aus verschiedenen Staaten der EU gemeinsam arbeiten werden. Wir tragen mit großem Stolz den Titel „Europaschule“, der übrigens immer nur auf fünf Jahre verliehen wird und dann neu zertifiziert werden muss.

Personalsituation

Das Schuljahr 2015/16 ist noch nicht beendet, da laufen bereits die Vorbereitungen für das nächste auf Hochtouren. Schon frühzeitig müssen nämlich die Weichen für eine ausreichende Personalsituation gestellt werden, aber nicht in jedem Fall können wir uns trotz aller Bemühungen auf personelle Veränderungen zeitgerecht einstellen.

Leider wurde uns zu Beginn des Halbjahres seitens der Schulaufsicht bei den Stellenausschreibungen keine Möglichkeit zur Besetzung in den Fächern Psychologie und Musik gegeben. Nach der Versetzung von Frau Heckers aus familiären Gründen tat sich im Fach Psychologie ab März eine Lücke auf, die wir letztendlich über eine neue Studienreferendarin halbwegs schließen konnten. Den Musikunterricht konnten wir mit Herrn Dressel als Vertretungslehrer gewährleisten. Aufgrund der stabilen Schülerzahlen und unserer intensiven Bemühungen durften wir unterjährig zum 2. Mai 2016 zwei Stellen ausschreiben, und zwar entschieden wir uns nachvollziehbar für die Fächer Psychologie und Musik. Inzwischen sind diese beiden Stellen mit Frau Schmitz (Psychologie/Deutsch) und Frau Stappenbeck (Musik) besetzt.

Zum neuen Schuljahr werden wir Frau Vosen (Englisch/Französisch) und Herrn Bühner (Englisch/Geschichte) in den wohlverdienten Ruhestand entlassen. Außerdem werden Frau Gramberg de Mendoza und Frau Dusil versetzt. Wegen des eklatanten Lehrermangels werden uns zum August 2016 vier neue Stellen zuerkannt, für die nun die Bewerbungsfrist zu Ende gegangen ist. Wir brauchen vor allem Verstärkung in den Fächern Englisch, Französisch, Pädagogik und Kunst. Mit Zuversicht schauen wir auf die Auswahlgespräche und auf passende engagierte Kolleginnen bzw. Kollegen, die mit uns voller Elan in das neue Schuljahr 2016/17 gehen. Zusätzlich erwarten wir eine Versetzung mit der Fächerkombination Psychologie/Sport.

 

Neuer Mensabetreiber

Der derzeitige Pächter „Kinder Cater“ wird zum Ende des Schuljahres wegen Veränderung seiner Unternehmensstrategie seine Tätigkeit in den beiden Gymnasien Bergheims und in der Realschule Oberaußem aufgeben. Damit eine nahtlose Versorgung möglich ist, hat die Stadt Bergheim die Firma „Kochengel Gabriel“ als neuen Mensabetreiber gefunden.

 

Ausstattung der Aula verbessert

Durch eine Sonderinvestition wird die Aula in Kürze eine neue Beschallung erhalten. Die notwendigen Elektroarbeiten sind erledigt, die Komponenten bereits vor Ort. Weiterhin sind Bühnen- und Saallicht durch Einbau von LED-Strahlern und -Lampen deutlich verbessert worden. Zusätzlich wird ein neues hochwertiges Lichtmischpult derzeit in allen Einstellungen getestet und bald eingesetzt werden können. Als erfahrene Crew für die Bedienung der Beschallungs- und Lichtanlage haben wir die Schüler Moritz Rogall, Philipp Inden (beide Klasse 8d) und Florian Kaldowski (8a) gewinnen können, die Licht und Ton bei unseren Veranstaltungen in der Aula nun professionell steuern können.

 

Stand der Baumaßnahmen

- Inzwischen sind die Umbauarbeiten in der Biologie weit fortgeschritten und werden wahrscheinlich vor dem nächsten Schuljahr abgeschlossen sein.

- Im Herbst des Jahres soll unsere Alarmierungs- und Durchsageanlage Probe laufen.

- Die Fassade des Hauptgebäudes wird zurzeit im InnenhoJereich neu gestrichen.

- Der zweite Reungsweg im Medientrakt wird über eine Außentreppe in Richtung Bergstraße ermöglicht.

 

Müll und Verschmutzung

Seit ein paar Monaten haben wir eine moderne Toilettenanlage vor den Pavillionklassen in Betrieb genommen. Alle Hinweise darauf, dieses Gebäude und seine Einrichtung sauber zu halten, waren nicht von anhaltendem Erfolg begleitet. Schon nach kurzer Zeit wurden die Wände verunreinigt, ein Toilettendeckel zerstört und die Oberfläche der Spiegel im Jungenbereich unbrauchbar gemacht. Die Verunreinigungen beziehen sich aber auch auf das Innere der Toilettenkabinen,  ohne dass ich hier auf Details eingehen möchte. Auf Verlangen des Schulträgers müssen wir jeden Fall von Vandalismus zur Anzeige bringen. Es wäre sehr hilfreich, wenn die Eltern die Erziehungsbemühungen der Schule unterstützen könnten. Die Schulpflegschaft plant zu Beginn des kommenden Schuljahres eine Aktion gegen Vandalismus.

(Franz-Josef Hummelsheim)

 

Europatag 2016 am Erftgymnasium

TTIP, Brexit, Terror durch den IS, europaweite Erfolge von Rechtspopulisten, Ukrainekrise, Finanzkrise, Flüchtlingskrise … in den letzten Wochen und Monaten ist kein Tag vergangen, an dem es nicht neue - meist traurige - Nachrichten zum Thema Europa gab.

Um unseren Schülern die Hintergründe der diversen Krisen etwas verständlicher zu machen, lautete das Moo der diesjährigen Europawoche bzw. des Europatags: Europa 2016, Kontinent der Herausforderungen und Hoffnungsschimmer/ Schwerpunkt: Hilfe für Flüchtlinge. Zur Erinnerung: Im Rahmen der Europawoche wird das Thema Europa landesweit an Schulen, vor allem an Europaschulen wie dem Erftgymnasium, in den Vordergrund gestellt. Das Ziel ist es, den Jugendlichen die EU näher zu bringen und Interesse für das Thema Europa zu entwickeln.

Dabei sollte explizit kein „Europa Bashing“ betrieben werden, sondern vielmehr die Europäische Idee und Europäische Werte in den Vordergrund gestellt werden, die momentan gefährdet sind (wie etwa Frieden, Demokratie Freiheit, Freizügigkeit, Toleranz, kulturelle Vielfalt, Solidarität usw.).

Im Vorfeld haben sich die einzelnen Fachschaften zusammen mit der Europagruppe Gedanken gemacht, wie der thematische Schwerpunkt „Die Situation von Flüchtlingen“ im Unterricht integriert werden könnte. Ein Blick in unser Europacurriculum zeigte einige erste interessante Ansatzpunkte, z.B. Globalisierung/ Migration im Fach Englisch, Literatur zum Thema „Flucht“ im Deutschunterricht, die Diskussion der Frage „Wie entstehen Vorurteile?“ im Fach Psychologie oder aber Interkulturalität in Schule und Unterricht/ Integration von Flüchtlingen im Fach Pädagogik.

Am Europatag am 09. Mai wurden dann einige der im Unterricht erstellten Produkte im Rahmen einer Wandausstellung im PZ präsentiert, u.a. Flüchtlingsrouten nach Europa (5a), die Situation von Flüchtlingen in Bergheim (8b und 8d) oder aber literarische Reportagen zu Flüchtlingswegen (Q1). Weiterhin präsentierten Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 ihre im Rahmen des Euroscola Wettbewerbes erstellten Webseiten zum Thema „Flucht“ sowie Schülerinnen und Schüler der Q1 ihre Webseiten/ Beiträge zu denThemen Brexit und Klimawandel.

Auf der Bühne des PZ fand ein durchgängiges Programm statt, welches musikalisch durch den Beitrag “On écrit sur les murs” von der Klasse 6d und Herrn Giepner sowie Frau Gramberg eingeleitet wurde.

Im Laufe des Vormittages präsentierten u.a. Schüler/innen der Klasse 5a die Sage Europas, es wurden erstellte Videos zur Charta der Menschenrechte bzw. zur Böhmermann Affäre gezeigt. Zur Auflockerung gab es im Rahmen des „Pausenradios“ musikalische Beiträge aus ganz Europa sowie Europaquizze für die Unter-, Mittel- und Oberstufe, in denen die Schüler/innen ihr Europawissen testen konnten. Sehr beindruckend waren persönliche Biographien von Schülern der Klassen 5b, 6b und 6d, die unter dem Motto „In Deutschland zu Hause: Lebensgeschichten“ berichteten, wie und warum ihre Familien einst nach Deutschland kamen.

Da es immer besser ist miteinander als übereinander zu reden, konnten 16 Schülerinnen und Schüler der Mielstufe in einem „Café“ mit vier eingeladenen Flüchtlingen (Hanan aus Ägypten, Alireza aus dem Iran, Genha und Salar aus Syrien) sowie Frau Strohmeier vom Integrationsbüro Bergheim ins Gespräch kommen. In angenehmer Atmosphäre wurden in Kleingruppen ernste Fragen wie z.B. die Lage im Heimatland, Gründe für die Flucht sowie ihre Situation in Deutschland, aber auch persönliche Interessen (Musik, Sport, Literatur) und Möglichkeiten von Projekten für eine (bessere) Integration diskutiert. Dabei zeigten sich unsere Schüler sehr reflektiert und beeindruckt vom offenen Umgang unserer Gäste mit ihrer persönlichen Lebensgeschichte.

Auch wenn der Europatag natürlich nur einen kleinen Beitrag zur Bewusstmachung der aktuellen Krisen leisten kann, haben die vielen gelungenen Produkte und interessanten Beiträge unserer Schüler hoffentlich zu etwas mehr Wissen und Verständnis beigetragen.

Zu weiteren Anregungen und Informationen bezüglich des Themas „Europaschule“ schreiben Sie eine Mail an: kaiovehei@web.de

(Kai Heimann)

Teilnahme am Europäischen Webewerb

Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Frieden und der EU

Was motiviert Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland sich außerhalb der Schule mit Aufgabenstellungen rund um den Frieden und die EU zu beschäftigen? Immerhin nahmen dieses Jahr in ganz Deutschland über 75.000 Interessierte am ältesten Schülerwettbewerb Deutschlands teil. Die Begeisterung für diese Art der Beschäftigung mag wohl darin liegen, dass beim Erstellen der Arbeit der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Die Beiträge dürfen in Texten, Bildern und in Form von Filmen eingereicht werden. Zudem bekommen die Teilnehmenden einen ganz anderen Blick auf den Frieden und die EU, da sie sich freiwillig mit den Themen beschäftigen und sich so eine Meinung bilden können. So stellten sie sich beispielsweise den Fragen, was das eigene „Ich“ überhaupt ist, wie man mit Mobbing umgeht, was Mut bedeutet und inwiefern dies alles mit dem Frieden und der EU in Verbindung steht. Das zumindest waren meine Beweggründe an dem 63. Europäischen Wettbewerb teilzunehmen, dessen Thema dieses Jahr „gemeinsam in Frieden leben“ war.

Von diesem ausgehend gestaltete ich eine Arbeit unter dem Titel „Friede in Europa und auf der Welt“. Bei den Recherchen stellte ich schnell fest, dass der Frieden uns permanent in unserem Alltag begegnet. So liegt es beispielsweise an uns, ob wir zu unserem eigenen „Ich“ stehen und dieses „Ich“ dafür einsetzen, uns bei Ungerechtigkeiten einzumischen oder den Betroffenen auf andere Weise zu helfen. So wird deutlich, dass Frieden eigentlich durchweg unseren Alltag begleitet, auch wenn er dafür manchmal zuerst geschaffen werden muss. Auch gingen mir die Nachforschungen manchmal sehr nah, zum Beispiel beim Führen von Interviews. So wurde eine Frau zum Frieden in der Zeit des zweiten Weltkriegs befragt, während welchem sie noch ein Kind war. Als sie von Bombenalarmen sprach und berichtete, wie sie sich mit ihrer Klasse aus dem Unterricht in Sicherheit bringen musste, war die Selbstverständlichkeit von Frieden plötzlich in ein ganz anderes Licht gerückt worden. Außerdem sagte eine Lehrerin, wie sie mit Mobbing umgehen würde. So ist es möglich verschiedene Situationen aus anderen Blickwinkeln zu betrachten.

Nach Fertigstellung der Arbeit wurde diese über die Schule nach Bornheim geschickt, wo die Geschäftsstelle für den Europäischen Wettbewerb unter Leitung des nordrheinwestfälischen Landeskoordinators, Rolf Börter, ihren Sitz hat. Die Organisation des Europäischen Wettbewerbs sieht nämlich vor, dass die Arbeiten zunächst von der Landesjury des jeweiligen Bundeslandes angesehen und bewertet werden. So wurden dieses Jahr 2.119 Arbeiten in NRW eingereicht. Nach Angaben des Europäischen Wettbewerbs wurden von diesen 650 Arbeiten schließlich der Landesjury vorgelegt. Die meisten Arbeiten wurden in dieser Wettbewerbsrunde von Baden-Würtemberg eingereicht. Die Schülerinnen und Schüler dieses Bundeslandes reichten 23.335 Arbeiten ein, in der Anzahl dicht gefolgt von Bayern.

Nach Besichtigung und Bewertung der Landesjury zeichnete sie besonders gelungene Werke mit einem Preis aus und reichte zudem 65 Arbeiten an die Bundesjury weiter. Diese hat die Aufgabe, den Bundessieger des Wettbewerbs zu ermitteln. Zudem werden die auf Bundesebene ausgezeichneten Arbeiten mit Preisen, wie beispielsweise Besuchen in Berlin bei der Kanzlerin oder dem Bundespräsidenten, ausgezeichnet. Auch Einladungen in Städte des Auslands, die eine wichtige Position in der EU haben, werden ausgesprochen. So dürfen manche der Platzierten nach Brüssel oder Straßburg reisen.

Da auch auf Landesebene Arbeiten ausgezeichnet wurden, gab es für die platzierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren Bundesländern eine Siegerehrung. So fand die Siegerehrung in NRW am 20. Mai 2016 in Leverkusen am Freiherr-vom Stein-Gymnasium statt. Mit Bescheidenheit freue ich mich den dritten Platz auf Landesebene belegen zu dürfen und blicke auf die Siegerehrung zurück.

Nachdem wir am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium angekommen waren, wurden wir im Foyer von Schülerinnen begrüßt und zur Preisverleihung gebracht. Diese fand im Stein-Café der Schule statt. Dort war schon alles für die Verleihung der Preise vorbereitet worden. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch das Tangoensemble des Gymnasiums, das die Veranstaltung musikalisch begleitete. Nach den Begrüßungsreden der Schulleiterin und des Bürgermeisters von Leverkusen begann die Preisverleihung. Die Schülerinnen und Schüler wurden zusammen mit der Nennung ihrer Schule aufgerufen und nach vorne gebeten. Dort mussten sie ein paar Worte zu ihrer Arbeit sagen und nahmen dann ihre Preise entgegen. Nachdem dies geschehen war, spielte das Tangoensemble ein weiteres Stück ihres Repertoires und leitete die Veranstaltung damit aus.

Aus meiner Sicht ist die Teilnahme am europäischen Wettbewerb eine gute Möglichkeit, sich mit Europa auseinander zu setzen. So kann man Thema beschäftigen und die Ergebnisse in freigestellter Form präsentieren. Zudem sind die einzelnen Aufgaben auf die jeweilige Altersgruppe und Klassenstufe zugeschnitten, sodass es bei der Bearbeitung und Bewertung gerecht ist. Das Thema für den 64. Europäischen Wettbewerb im Jahr 2017 wird „Europa zwischen Tradition und Moderne“ sein. Ich kann allen interessierten Schülerinnen und Schülern des Erftgymnasiums die Teilnahme am Europäischen Wettbewerb nur empfehlen.

(Enya Stadler, 7b)

49.Frankreichaustausch 2015/2016 – Les Aventures en France et en Allemagne

Der Schüleraustausch mit unserer französischen Partnerstadt Chauny ist immer wieder ein Erlebnis. Auch der diesjährige 49. Austausch ließ alle teilnehmenden SchülerInnen des Erftgymnasiums und des Gutenberggymnasiums sowie unseren Partnerschulen das Collège Victor Hugo und das Lycée Gay Lussac schöne Erinnerungen bewahren. Bereits vom 26. November 2015 bis zum 04. Dezember 2015 besuchten uns unsere AustauschpartnerInnen und am Morgen des 02. März war es dann soweit: wir brachen auf, nach Chauny. Relativ zügig kamen wir durch die Straßen um bei unserer Ankunft festzustellen, dass die meisten unserer Gastfamilien noch nicht anwesend waren. Schließlich wurde auch der letzte abgeholt und wir alle mussten ins kalte Wasser springen: fremde Familien, fremde Wohnungen, fremde Sitten, fremdes Essen, fremde Eindrücke. Der erste Tag wurde in den Familien verbracht, manche unserer Austauschpartner trafen sich untereinander oder unternahmen erste Ausflüge mit uns, für alle war es ein Tag voller Überraschungen.

Der zweite Tag begann für uns in der Schule. Ohne Essen und Trinken verbrachten wir die ersten Stunden mit Schulführungen und einer Rallye. Anders als bei uns aßen fast alle SchülerInnen mittags in der Schulkantine um anschließend mit dem Unterricht bis circa 16:30 Uhr fortzufahren. Auch wir nahmen für jeweils 55 Minuten am Unterricht teil, wobei besonders auffallend war, dass französische Schüler etwas wie „melden“, nicht kennen. Der Tag ging mit einer Rallye durch Chauny und einem Abend in der Familien zuende.

Am darauffolgenden Tag fuhren wir nach Amiens, Jule Vernes' wunderschöne alte Heimatstadt mit historischem Hintergrund. Nach der Stadtführung hatten wir erst einmal Freizeit, die wir mit den Franzosen mit Shoppen und Essen gehen verbrachten. Nachdem wir die unzähligen Stufen zur Spitze der Kathedrale erklommen hatten ( vorbei an einer toten Taube und kleinen klaustrophobischen Anfällen), waren wir alle so müde, dass die Heimfahrt ohne Zwischenfälle verlief.

Vor allem das Wochenende in den Familien ließ uns viel französische Luft schnuppern. Der Samstag und Sonntag wurden bei jedem anders verbracht. Manche besuchten weitere Familienmitglieder ihrer Gastfamilie, manche besichtigten Städte wie oder Paris. Die Abende wurden meistens mit Partys verbracht, wobei Handys im Wasser, fiktive Totenschädel, Misthaufen und das französische Fernsehen eine große Rolle spielten.

Auch am Montag waren wir wieder in der Schule und spätestens jetzt hatten wir uns so richtig eingelebt. Auf dem Weg zum Lycée wurden begeistert Neuigkeiten ausgetauscht, der französische Film, den wir dann jedoch guckten war so amüsant, dass alle Gespräche verstummten.

Am Dienstag war es dann endlich soweit: wir fuhren nach Paris. Aus Sicherheitsgründen durften wir den Bus allerdings nur für eine Bootsfahrt über die Seine verlassen. Von hier aus erhaschten wir einen Blick auf das Wahrzeichen von Paris – den Eifelturm, sowie Notre-Dame. Auf der Fahrt in das von Ludwig XIV. erbaute Schloss Versailles sahen wir noch weitere Sehenswürdigkeiten von Paris, darunter den Arc de Triomphe, den Place de la Concorde, la Bastille, den Invalidendom, und das Sacré – Coeur. In Versailles konnten wir das Schloss dann mit Audio Guides ausgestattet auf eigene Faust erkunden. Anschließend hatten wir so einen Hunger, dass einige in Erwägung zogen einen 10 Euro teuren Löffel und eine 7 Euro teure Marmelade aus dem Souvenirshop zu kaufen. Glücklicherweise entdeckten wir auf unserem Spaziergang durch die unglaublichen Weiten des Schlossgartens einen Kiosk, der durch unsere Einkäufe nun vermutlich reich ist.

Der letzte Tag war ein Mittwoch, und an diesem Tag haben alle Franzosen nur bis 12 Uhr Schule. Nach dem Unterricht hatten wir noch Zeit in den Familien, die zum Großteil zum Packen und Souvenirs kaufen genutzt werden musste.

Kurz vor unserer Abfahrt am letzten Tag wurden die besten Ergebnisse unserer Journaux präsentiert, danach begann, etwas holprig und erst nachdem alle Franzosen aus dem Bus geworfen wurden und alle Deutschen eingeladen waren, die Heimfahrt. Auch wenn wir beinahe eine Schülerin auf der Raststätte vergessen hätten, kamen letztendlich alle heil in Bergheim ein. Nächstes Mal werden wir wieder mit dabei sein!

(Emilia Sobetzko, 9c)

Herzlicher Abschied vor dem Collège Victor Hugo
Über den Dächern von Amiens

Top Ergebnisse in Englisch

50 Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen des Erftgymnasiums können sich auch in diesem Jahr wieder über ihr sehr gutes Abschneiden in den Cambridge Prüfungen freuen.

In AGs haben Frau Bartsch, Frau Czok, Herr Gökhan, Frau Hempel und Frau Wenk unsere Kandidatinnen und Kandidaten auf die mehrstündigen Sprachtests vorbereitet, die im März unter strengen Bedingungen an unserer Schule durchgeführt wurden. Korrigiert und bewertet wurden die Arbeiten aber in England, „auf neutralem Boden“, und zwar von Professoren der Universität Cambridge. Alle unsere Prüflinge erhalten nun ein weltweit anerkanntes Sprachzertifikat, das ihre Sprachkompetenz ausweist gemäß den Definitionen des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens, der Standards international festlegt.

Das Erftgymnasium bietet die Prüfungen bereits seit mehr als 10 Jahren auf drei Niveaustufen an (Preliminary English Test, Stufe B 1 für Klassen 9; First Certificate in English, Stufe B 2 für Jahrgangsstufe Q 1; Certificate in Advanced English, Stufe C 1 für Jahrgangsstufe Q 2).

Im Schuljahr 2015/16 haben wir der Nachfrage von Eltern entsprochen und zum ersten Mal auch unseren jüngeren Schülern die Gelegenheit gegeben, eine Prüfung abzulegen, den Key English Test, Stufe A 2. Nur wenige Schulen in NRW haben dieses Angebot. Der Erfolg bestätigt uns - nicht nur weil unsere Siebtklässler sich mit Feuereifer und Ehrgeiz der Herausforderung stellten, sondern auch weil es vier von 10 Kandidaten gelungen ist, die Prüfung sogar "mit Auszeichnung" zu bestehen. Damit haben sie bereits jetzt die

Kompetenzstufe B 1 des „Mittleren Schulabschlusses“ (Klasse 9)

erreicht.

Besonders stolz sind wir ebenfalls auf die Leistungen unserer Abiturienten Luka Lendermann und Richard Sims, die beide mit sehr gutem Ergebnis das Certificate in Advanced English erworben haben.

Richard Sims erhielt sogar die Bestnote, womit er bereits jetzt die allerhöchste Kompetenzstufe des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (C 2) nachweisen kann und das Zertifikat bescheinigt ihm Sprachbeherrschung auf hohem, akademischem Niveau.

Die Schulgemeinde des Erftgymnasiums freut sich mit Euch allen und gratuliert von Herzen zu Eurer tollen Leistung!

(Ellen Hempel)

 

Kekse für Flüchtlinge

Eine Spendenaktion der Klasse 8d

Groß war die Freude am Freitag, den 12.02.16, ebenso wie der Ertrag. Die fleißigen Schülerinnen und Schüler der Klasse 8d trugen ihre gesammelten Spenden zusammen und präsentierten diese stolz (s. Foto). Inspiriert durch eine hervorragende Idee von Amine Odris, aufgekommen durch eine Vortragsreihe im Erdkundeunterricht von Herrn Emig zum Thema „Flüchtlinge vor Ort“, sammelten die engagierten und hoch motivierten Schülerinnen und Schüler Kekse und diverse andere Süßigkeiten um diese an Flüchtlingskinder in Elsdorf zu spenden. „Wir haben das schon einmal gemacht und die Betreuer haben sich sehr gefreut. Da dachten Jan und ich, dass wir das ja noch einmal machen könnten“, erzählte Amine, nachdem er das Projekt der Klasse vorgestellt hae. Tatsächlich schienen sich viele Leute für die Aktion zu interessieren, denn nur eine Woche später konnte die Klasse 8d selbstgebackene Kekse, Süßigkeiten und vieles mehr nachweisen und Amine nicht nur Spenden, sondern auch noch mehr Tüten mit auf den Weg geben.

Noch bevor Herr Emig in der nächsten Stunde mit dem Unterricht beginnen konnte, wollten die aufgeregten Schülerinnen und Schüler jedoch unbedingt von Amine wissen, wie das Flüchtlingsheim auf die Spende von ihnen reagiert habe; und zu jedermanns Erstaunen hatte Amine sogar eine Bescheinigung der zuständigen Betreuerin Frau Haas dabei, auf der deutlich wurde, wie schön es doch sei, wenn sich dreißig Schülerinnen und Schüler zusammen tun, um etwas Kleines zu tun, was trotzdem eine wunderbare und freundliche Geste sein kann. Denn wie heißt es so schön? Klein aber fein.

Auf der Spendenbescheinigung wurden Amine Odris und Jan Kafka, der seinem guten Freund Amine beim Abgeben der Spenden half, sogar wörtlich erwähnt und für ihr Engagement gelobt. Dieses Lob konnten die beiden dann stolz mit ihren Klassenkameraden teilen, die sich mindestens ebenso darüber freuten.

Am Europatag wurden auch alle Präsenta,onen ausgestellt, sodass man sich jedes der Plakate zum Thema „Flüchtlinge vor Ort“ ansehen konnte. Die tolle Aktion von Amine und Jan wird ebenfalls vorgestellt, damit nicht nur eine Klasse auf solche Aktionen aufmerksam wird, sondern Menschen aus dem ganzen Bergheimer Umfeld. Denn mit solchen Spenden kann man nicht nur den Flüchtlingen in Elsdorf eine Freude bereiten.

(Julia Bußhart, 8d)

Die Musische Woche in Blankenheim 2016

Auch dieses Jahr konnten die Mitglieder des Orchesters, der Big Band, der Flötengruppe, des Unterstufenchors und des Mittel- und Oberstufenchors eine Woche fleißig übend in Blankenheim verbringen, dieses Jahr Schauplatz eines Verbrechens. Schon bei der Ankunft in ihrer Unterkunft und Detektei stießen die Inspektoren, Detektive und Agenten des Erftgymnasiums auf ein erstes Hindernis: der Haustürschlüssel war verschwunden. Erst als er nach großen Anstrengungen gefunden wurde, konnten alle ihre Zimmer aufsuchen, die bereits gemütlich mit Spinnweben dekoriert waren.

Jeden Abend trafen sich die Ermiler im Hauptquartier zur Besprechung der Lage und zum Lösen zahlreicher Probleme. Tagsüber wurde in allen Musikgruppen so fleißig geprobt, dass sogar mehrmals hintereinander ausgelöste Feueralarme manche Detektive nicht davon abhalten konnten. Besonders lustig wurde es dann am Abend der Undercover-Party, zu der Lehrer und Schüler erschienen – getarnt! Bei der Rallye zeigten alle eine unglaubliche Entschlossenheit und großen Teamgeist, der jedoch teilweise leider erst die Probleme auslöste. Am Mittwochabend wurden unter dem kritischen Blick der Hauptkommissare nicht nur außergewöhnliche musikalische Solodarbietungen vorgetragen, auch das schauspielerische Talent und die Kreativität unserer Ermittler wurden getestet.

Viel zu schnell ging die erfolgreiche Woche zu Ende und die Eltern wurden zum abschließenden Konzert begrüßt, auf dem die Ergebnisse der Woche präsentiert wurden. Danach versammelten sich alle SchülerInnen und der diesjährige Träger der Fahne wurde bekannt gegeben.

Herzlichen Glückwunsch an Adrian Krieger, der für ein Jahr die Ehre hat die Auszeichnung zu tragen! Am letzten Abend schafften es die Musiker dann doch noch einmal die Lehrer auf die Palme zu bringen, was folglich die Krönung der Woche war. Während die Q2-Schüler in bedrückter Stimmung die Woche beendeten, freuen sich alle anderen aktiven MusikerInnen bereits auf nächstes Jahr, wenn die Blankenheimfahrt wieder ansteht!

(Emilia Sobetzko, Gina Scheuer und Lea Schmitten, 9c)

Das Profi-Basketballtraining mit den Rhöndorfer Dragons

Als wir die Halle betraten war schon alles vorbereitet: Die Bälle lagen in der Ecke und die Profis Sterling Carter und Viktor Frankl-Maus sowie der Trainer der Rhöndorfer Dragons begrüßten uns. Zuerst bekam das Erftgymnasium noch zehn brandneue Basketbälle geschenkt und wir machten mit den Profis und den Vertretern von 100 Pro/Sparkasse ein Gruppenfoto.

Dann ging es endlich los! Jeder besorgte sich einen Ball und wir verteilten uns in der Sporthalle. Der Spieler Viktor Frankl-Maus machte die Grundübungen vor und wir führten sie aus. Der Trainer und der Spieler Sterling Carter schauten uns dabei zu und gaben uns hilfreiche Tipps, zum Beispiel wie wir unser Ballgefühl verbessern können. Anschließend zeigten sie uns, wie man korrekt mit dem Ball dribbelt und dabei ein paar Tricks anwendet. Wir lernten ebenso die Standardwurftechnik kennen und konnten diese dann direkt bei einem Wurftraining auf die Körbe der Sporthalle üben.

Zum Abschluss teilte man die Gruppe von insgesamt 27 Schüler/Innen in Mädchen und Jungen auf und wir bereiteten uns auf das große Abschlussspiel vor. Dort konnten wir so richtig zeigen, was wir davor gelernt hatten.

Mit dem Pausengong wurde das tolle Ereignis beendet und wir erhielten Sponsorentüten und Autogramme von den Profis. Super!

(Julian Fuß und Jonas, 7e)

Kreismeisterschaft Schwimmen 2016

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Nachbargymnasiums machte sich die Schwimm-Schulmannschaft des Erftgymnasiums in der ersten Februarwoche auf den Weg zum Hallenbad nach Liblar (Erftstadt). Mit einem Mädchen- und einem Jungenteam ging unsere Schule an den Start - das bedeutete insgesamt 16 Aktive mit insgesamt 20 Einzelstarts.

Die Spannung und Aufregung der Sportlerinnen und Sportler war bereits zu Beginn spürbar und steigerte sich im Laufe des Wettkampftages noch etwas. Stets die Meldeliste im Blick, verbrachten so die Schülerinnen und Schüler gemeinsam den Tag im Schwimmbad. Neben hervorragenden Leistungen fiel unsere Schule aber eben auch durch ein fröhliches Miteinander auf. Bei den Staffelwettkämpfen wurde ordentlich angefeuert, vor und nach den Starts motivierte man sich gegenseitig und alle erlebten einen schönen und spannenden Tag.

Am Ende zahlte sich der positive sportliche Ehrgeiz aus: Das Jungenteam belegte zwar nur den vierten Platz, das Mädchenteam erreichte in der Gruppe III jedoch den ersten Platz und hofft weithin auf ein Weiterkommen in den Schwimmwettbewerben.

Weiter so!!

(Sina Wollenhaupt)

Tennisteam des Erftgymnasiums holt Kreismeistertitel in Köln

Am 19. April fand auf der Platzanlage von Blau-Weiß Köln die Kreismeisterschaft der Jungen in der Wettkampfklasse II (JG 1999-2001) im Tennis statt. Die von Herrn Senge und Frau Parpart betreute Mannschaft trat in der Besetzung Manfred Hanusek (EFc), Tim Bode, Eric Parpart und Justus Kau (alle 8c) gegen das Albert-Schweitzer-Gymnasium aus Hürth an. Nachdem sich alle Spieler bereits im Einzel gegen ihre jeweiligen Kontrahenten durchgesetzt hatten, wurden auch die anschließenden Doppelspiele gewonnen und das Erftgymnasium stand mit einem klaren 6:0 Sieg als Kreismeister fest.

In der nächsten Spielrunde auf Bezirksebene traf das Tennisteam dann am 25.04.2016 auf das Gymnasium am Wirteltor aus Düren.

Nach sehr hochklassigen und spannenden Einzelspielen stand es gegen diesen starken Gegner 2:2 unentschieden. Damit mussten die Doppelspiele über das Weiterkommen in die nächste Spielrunde entscheiden. Auch hier konnte jedes Team ein Spiel für sichentscheiden und so mussten beim Stand von 3:3 Matches und gleichzeitiger Satzgleichheit die gewonnen Spiele herangezogen werden, um den Sieger des Duells zu ermitteln. Hier hatte das Gymnasium am Wirteltor mit zwei gewonnen Spielen mehr die Nase vorn und das Team des Erftgymnasiums schied leider unglücklich aus. Trotz der Niederlage überwog die Freude über die sehr gute Leistung gegeneinen starken und deutlich älteren Gegner.

Im nächsten Jahr werden wir wieder angreifen und versuchen, es bis nach Berlin zum Bundesfinale zu schaffen.

Ein Hinweis an alle, die gerne Tennis spielen möchten. Wir bieten in Zusammenarbeit mit dem TC GW Bergheim eine Tennis-AG für Spielerinnen und Spieler aller Spielstärken und jeden Alters an. Bei Interesse könnt ihr Euch gerne bei Herrn Senge melden.

(Eure Fachschaft Sport)

Theaterprobe mal anders

Das Probenwochenende von Alice im Wunderland

Am Freitag, den 20.06.16 war es soweit: Mit Stimmungen, die so unterschiedlich wie die Gepäckgrößen waren, tummelte sich die ganze Gruppe im Bus und die Fahrt ging los. Nach einer Stunde trafen wir in der Jugendherberge Gemünd ein. Im Anschluss an die Begrüßung durch den Herbergsvater begannen wir mit dem Grund unserer Anwesenheit: Proben, proben, proben! Unter den fachkundigen Augen von Frau Schmitt und Herrn Giepner, bemühten sich alle ihr Bestes zu geben um zum Erfolg unseres Stückes Alice im Wunderland beizutragen.

Auch wenn gerade nicht aktiv an der Szene geprobt wurde, waren alle SchülerInnen fleißig: Ob man an seinem italienischen Akzent arbeitete oder einen militärischen Gang einübte, überall herrschte fleißige Betriebsamkeit. Trotzdem blieb zwischenzeitlich genug Zeit für einen kleinen Ausflug in die malerische Stadt Gemünd. Ziel dieser Ausflüge war zwar weniger die Stadt als vielmehr der Netto, aber immerhin.

Nachdem wir abends einen Film mit Johnny Depp angesehen hatten, verlief sich die Gruppe. Nach dem Frühstück widmete man sich wieder ganz dem Theater. Ob gemeinsam oder szenenspezifisch, verschiedene Figürlichkeiten wurden erarbeitet und wieder verworfen bis für jeden das richtige dabei war.

(Lisa Busshart, Q1)