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Besuch im Benin und Aufbau einer Partnerschaft mit der Sekundarschule in Gbetagbo

Am 23. Februar war es soweit. Ein Traum ging in Erfüllung, als wir als Repräsentanten des Erftgymnasiums nach 20 Jahren Unterstützung des Schulbaus im Benin zusammen mit dem Vorsitzenden des Bildungswerk Westafrika im Jubiläumsjahr nach Westafrika fliegen durften.

Ziel war es, unsere bisher unterstützten Projekte zu besuchen, die Arbeit der École de Solidarité und des Bildungswerks Westafrikas noch besser kennenzulernen, aber vor allem einen Kontakt mit LehrerInnen und SchülerInnen unserer neuen Partnerschule in Gbetagbo herzustellen, um in Zukunft einen noch intensiveren Austausch zu ermöglichen. Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen, sodass wir auf eine beeindruckende Woche voller spannender Eindrücke in Land, Leben und Kultur des Benin sowie viele herzliche und offene Begegnungen mit den Menschen zurückblicken.

Ausgestattet mit tollen Fotos, Steckbriefen und einem Film unserer Afrika-Europa-AG sowie neu gestalteten Trikots und Fußbällen als Gastgeschenke für die SchülerInnen unserer Partnerschule landeten wir nach einem Flug über Paris am späten Abend des 23. Februar bei knapp 30 Grad und über 80% Luftfeuchtigkeit im beninischen Cotonou.

Am ersten Tag stand ein Besuch bei Astrid Toda, die den Schulbau seit 25 Jahren organisiert und koordiniert, und dem Verein École de Solidarité auf dem Programm. Unser erstes Highlight war dann montags sicherlich der Besuch der Grundschule in Gbedaconou, einer der ersten von uns geförderten Schulen, die sogar den Namen des Erftgymnasiums auf ihrem Schulgebäude trägt. Sowohl die Begrüßung als auch Gesangs- und Tanzeinlagen sowie aufgeschlossene und interessierte Fragen der Kinder, die trotz Ferien extra für uns in die Schule gekommen waren, bewegten und beeindruckten uns nachdrücklich.

Eng getaktet stand nach weiteren Besuchen von aktuellen Baustellen und Projekten schon am nächsten Tag die Eröffnung der Gebäude in Govié an. Auch hier wurden wir direkt mit mitreißender Musik und Tanz begrüßt. Gerade das Lied „Toutes les filles à l’école“ (Alle Mädchen in die Schule) der Band „Vie et Culture“, deren Sänger Benoit Ahlonsou zugleich der Vorsitzende der École de Solidarité ist, begleitete uns durch die Woche und erwies sich als echter Ohrwurm. 

Nach einigen Reden, immer wieder aufgelockert durch Musik und Tanz, wurden die neuen Räume der versammelten Schulgemeinde übergeben.

Mit Fotos, Steckbriefen und dem Film unserer SchülerInnen und Schüler im Gepäck trafen wir am Mittwoch die Deutschlehrerin Armelle Alladaca sowie den Deutschkurs unserer Partnerschule in Gbetagbo, die uns mit ihren guten Deutschkenntnissen, Wissen über Köln, das Rheintal und die Loreley  sowie ihre große Offenheit verblüfften und begeisterten. Umgekehrt wurden auch unsere „Mitbringsel“ mit großem Interesse und Freude aufgenommen (Besonders der Schnee auf einigen der Bilder sorgte für überraschte Gesichter.). Bilder der an einem Briefaustausch interessierten SchülerInnen und Schüler helfen uns nun, passende PartnerInnen am Erftgymnasium zu finden, um einen persönlichen Kontakt auch zwischen den Jugendlichen herzustellen. 

Am Abend wurde dann das doppelte Jubiläum – 25 Jahre École de Solidarité und 20 Jahre Beninprojekt am Erftgymnasium – gebührend gefeiert. Bis in den späten Abend wurde gut gegessen, erzählt, gelacht und zu Musik von Vie et Culture getanzt.

Gerade vor dem Hintergrund der neuen Partnerschaft war dann am Freitag mit der Eröffnung der neuen Gebäude in Gbetagbo ein ganz besonderer Tag unserer Reise. Neben der schon bekannten ganz besonderen Stimmung mit viel Musik und Tanz, begeisterte vor allem eine auf Deutsch gehaltene Rede einer Schülerin sowie ein äußerst unterhaltsamer deutscher Sketch, (in dem ein  reicher, älterer Herr mit Heiratsabsichten bezüglich der jugendlichen Tochter einer Familie mit Verweis auf die Bedeutsamkeit der Schulbildung von dem Lehrer aus dem Haus gejagt wird. Schließlich könnten Mädchen nicht nur Krankenschwester, Lehrerin u.a.m., sondern auch Bundeskanzlerin werden.). Nach unserer Rede auf Französisch stellte die Übergabe unserer Trikots zum Abschluss noch einmal ein sichtbares Zeichen unserer neuen Freundschaft und Partnerschaft dar. Sie tragen gut sichtbar das Logo des Erftgymnasiums, erweitert um ein Bild der Schule in Gbetagbo sowie die Aufschrift „Amitié“ (Freundschaft).

Am Ende unserer kaum in Worte oder Bilder zu fassenden Reise bleibt genau dieser Wunsch: Ein bisschen von unserer Begeisterung mit zurück ans Erftgymnasium zu bringen und sowohl unser Projekt als auch unsere neu geschlossene Partnerschaft als echte Möglichkeit der Begegnung und Freundschaft weiter wachsen zu lassen; ganz besonders in diesem Jubiläumsjahr, aber natürlich auch darüber hinaus!

Wir danken allen, die diese Reise ermöglicht haben und uns dabei unterstützt haben, dass alles so erfolgreich abgelaufen ist: den SchülerInnen der Afrika-Europa-AG, Moritz Rogall und Philipp Inden für die Bearbeitung des Films, den KollegInnen des Afrika-Europa-Teams, dem Förderverein, dem Bildungswerk Westafrika e.V., der École de Solidarité, Astrid Toda,  Ellen Hempel für die Übersetzung unserer Rede, dem Pädagogischen Austauschdienst des Sekretariats der Kultusministerkonferenz für den Reisekostenzuschuss, Frau Mertens-Billmann für die Dienstreisegenehmigung, Frau Rabeler für die Befürwortung der Reise und allen, die uns in Gedanken und tatsächlich begleitet haben.

Tanja Hannappel & Christoph Freihals

20 Jahre Beninprojekt am Erftgymnasium – Start ins Jubiläumsjahr

Das Erftgymnasium feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen seiner Kooperation mit dem Bildungswerk Westafrika e.V. für den Bau von Schulen in der Republik Benin mit zahlreichen Aktionen.

Seit 20 Jahren unterstützt unsere Schule die Arbeit von Frau Astrid Toda in der Republik Benin/Westafrika, die dort mit Hilfe von Spenden aus ganz Europa seit 25 Jahren Schulen baut. Die Errichtung von Schulgebäuden als Garantie für Bildung ist die Voraussetzung dafür, dass die Kinder eine Zukunftsperspektive haben und weitere Projekte greifen können. Dabei wird nur das Material über Spenden finanziert, die Arbeit leisten die Einwohner selbst. Bisher konnten 25 Grundschulen, eine Vorschule, drei Sekundarschulen, ein Gymnasium mit Lernzentrum und eine Krankenstation errichtet werden. (Weitere Informationen auf www.bildungswerk-westafrika.de)

Dieses doppelte Jubiläum soll sowohl in Deutschland als auch im Benin gefeiert werden. Vielfältige Aktionen sind für das Jubiläumsjahr geplant:

Reise in den Benin

Am 23. Februar fliegen Frau Hannappel und Herr Freihals für eine Woche in den Benin zu Astrid Toda. Dort werden sie verschiedene vom Erftgymnasium geförderte Schulen besuchen und bei der Eröffnung von sechs neuen Gebäuden an der Sekundarschule Gbetagbo dabei sein.

Aufbau einer Schulpartnerschaft mit der Sekundarschule Gbetagbo

Ziel des Besuches ist es u.a., mit dieser Schule eine Partnerschaft aufzubauen. Die Afrika-Europa-AG hat schon unterschiedliche Ideen entwickelt, wie wir unsere Schule im Benin vorstellen (Steckbriefe, einen selbstgedrehten Film u.a.) und wie wir mit den Schülerinnen und Schülern im Benin in Kontakt treten können.

Plakatwettbewerb Afrika-Europa

Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen gestalten momentan Plakate zum Thema Afrika - Europa und zum Jubiläumsjahr. Diese werden in einer Ausstellung präsentiert und die besten Plakate werden prämiert.

Europa-Afrika-Woche vom 06.-09. Mai

Während der Europa-Afrika-Woche wird neben „rein“ europäischen Themen auch das Verhältnis zwischen Europa und Afrika einen Schwerpunkt bilden. Referenten von „Bildung trifft Entwicklung“ werden z.B. mit den Schülerinnen und Schülern über Demokratie in Europa und Afrika sprechen. Am Europatag selbst werden Frau Hannappel und Herr Freihals von ihrer Reise in den Benin berichten. Außerdem werden den ganzen Tag weitere Beiträge zum Thema im PZ präsentiert.

Afrika-Europa-Woche vom 15.-21. September

Die Projektwoche Afrika-Europa im September steht im Zeichen des Jubiläums. Zu Beginn der Woche ist eine Jubiläumsfeier geplant. Zahlreiche Workshops und Unterrichtseinheiten zu Kunst, Musik, Kultur, Wirtschaft, Politik rund um den afrikanischen Kontinent werden während der Projektwoche durchgeführt, wobei ein Fokus auch auf das europäisch-afrikanische Verhältnis gelegt wird. Den Abschluss bildet erneut ein Fest der Begegnung mit dem 10. Sponsorenlauf zugunsten der Finanzierung weiterer Schulbauten im Benin.