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Wichtige Daten und Fakten zum Projekt "Notebook-Klassen"

  • Zum Schuljahr 2006/2007 haben wir unter Leitung von Herrn Kessel die 1. Notebook-Klasse im Rhein-Erft-Kreis eingerichtet. Herr Kessel ist seit diesem Zeitpunkt auch der Projektleiter und Ansprechpartner geblieben. Das Erftgymnasium ist weiterhin die einzige Schule im Rhein-Erft-Kreis, die das Projekt "Mobiles Lernen" anbietet. Mittlerweile haben wir es in sechs Klassen starten können, die 2. NB-Klasse zum Schuljahr 2007/2008, die 3. Klasse zum Schuljahr 2008/2009 usw., die 6. Klasse unter Leitung von Herrn Slawatiki zum Schuljahr 2011/2012. In den Klassen arbeiten zwischen 20 und 27 SchülerInnen mit dem Laptop. Wir gehen davon aus, dass in jedem weiteren Jahr eine Notebook-Klasse mit mindestens 20 Kindern eingerichtet und so die Tradition erfolgreich fortgesetzt werden kann. Dabei hofft das Erftgymnasium, dass sich die Kosten im Laufe der nächsten Zeit weiter deutlich reduzieren lassen.
  • Das Erftgymnasium verfolgt mit Interesse alle internationalen und nationalen Notebook-Projekte, speziell in München, Gütersloh und Minden, etwa seit der Jahrtausendwende, verstärkt seit 2004, als dieses Thema auf der Tagesordnung von Lehrer- und Schulkonferenzen am Erftgymnasium auftauchte.
  • Als wichtige "Anschub-Veranstaltung" sollte sich für das Erftgymnasium der zweitägige Bundeskongress "Mobiles Lernen" im März 2006 in Gütersloh erweisen. Dort wurden auch die wichtigen und notwendigen Kontakte geknüpft, um von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Die Entscheidung über die Einrichtung der ersten Notebook-Klasse fiel am Ende des Schuljahres 2005/06, nachdem die Schulkonferenz die Zustimmung erteilt und genügend Eltern ihre Kinder zum Projekt "mobiles Lernen" angemeldet hatten. Nach einem notwendigen Vorlauf von einem halben Jahr für die Organisation, in dem u.a. die Auswahl des Notebooks getroffen, die notwendigen technischen Einrichtungen vorbereitet und installiert und die Geräte konfiguriert wurden, begann in der damaligen Klasse 7c der Notebook-Unterricht planmäßig zu Beginn des 2. Halbjahres im Januar 2007.
  • Im September 2007 haben wir einen Präsentationstag veranstaltet, an dem wir das Projekt der Öffentlichkeit und der Presse vorgestellt haben. Unter anderem berichteten darüber die Kölnische Rundschau, der Stadt-Anzeiger sowie vor allem auch Radio Erft. Siehe dazu gesonderte Seiten auf unserer Homepage (Projekttag, Pressespiegel).
  • In Deutschland gibt es rund 120 Schulen mit Notebook-Klassen, darunter in erster Linie Berufsbildende Schulen (Berufskolleg), die den Auszubildenden das Notebook zur Verfügung stellen, aber auch Haupt- und Realschulen. Weitaus seltener kommen Notebook-Klassen an Gymnasien vor. Die Gründe liegen sicherlich auf schulischer Seite im überaus hohen Arbeitseinsatz und Organisationsaufwand gerade in der Vorbereitungsphase, den die meist ohnehin durch immer mehr Aufgaben überlasteten Kollegien scheuen, auf Elternseite in den nicht geringen Kosten. In NRW gibt es bislang rund 20 Gymnasien mit Notebook-Klassen, darunter vor allem das Ev. Stiftische Gymnasium in Gütersloh mit derzeit über 1000 Notebooks im Einsatz, aber auch seit ein paar Jahren das Gymnasium Würselen. In Gütersloh ist mittlerweile ab Klasse 7 der Unterricht mit Notebooks sogar verpflichtend, bis hin zu Oberstufenkursen. Die Schule gilt wegen der großen Erfahrungen mit Dutzenden von Klassen und Kursen seit 1998 als sog. Referenzschule und hat Maßstäbe gesetzt, von denen wir nur profitieren können.
  • Das Notebook wird bei uns in der Regel an 4 Wochentagen vor allem in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch sowie Erdkunde und je nach Stundentafel, Einsatzmöglichkeiten und Qualifikation der Lehrer teilweise auch in Biologie, Physik, Chemie, Geschichte, Politik und Musik eingesetzt. Ein Tag ist in der Regel "notebook-frei", sofern es die Stundenplangestaltung zulässt.
  • Durchschnittlich erreicht die Arbeit mit den Notebooks 10-12 Wochenstunden (statistisches Mittel bisheriger Evaluationen). Hinzu kommt etwa pro Tag eine Stunde für die Erledigung der Hausaufgaben. Am häufigsten wird das Notebook im Deutschunterricht eingesetzt. In diesem Fach wurden auch bereits etliche (fast alle) Arbeiten "digital" geschrieben und korrigiert.
  • Um das Gerät sowohl in der Schule als auch zu Hause nutzen zu können, ist eine ausgeklügelte Systemkonfiguration erforderlich, die aus Betriebssystemen und Datenpartitionen besteht. Im Grundsystem ist mittlerweile auf den neuen Rechnern Windows 7 installiert, das schulische System läuft als virtuelle Maschine (unter VMWare) weiterhin unter Windows XP. Darüber ist ein Zugriff auf das schulische Netzwerk und das Internet möglich. Zwischen den Systemen (Zwischenablage) können Daten der schulischen für die private Nutzung und umgekehrt überspielt werden.
  • Es ist der Grundgedanke des "mobilen Lernens", dass alle Programme und Informationen allen zu jeder Zeit zur Verfügung stehen. Über einen Access Point ("Zugangspunkt" für Netzwerk) und die damit mögliche drahtlose Netzwerkverbindung (WLAN) erhalten die Schüler Zugriff auf die schulischen Netzlaufwerke mit weiteren Speicher- und vor allem Austauschmöglichkeiten und auch den wichtigen und nahezu ständigen Zugriff auf das Internet.
  • Die Konfiguration des Netzwerks sowie die der Notebooks selbst erfolgt(e) durch einsatzfreudige Mitarbeiter EDV-Abteilung der Stadt Bergheim unter Leitung von Theo Kratz. Die Installationen von Access Points und Beamern sowie die notwendigen Kabelverbindungen besorgten der ehemalige Hausmeister Willi Lipgens sowie in der Folge die Hausmeister Bühr und Ketteler.
  • Unter dem Betriebssystem Windows XP Professional sind auf dem zwischenzeitlich natürlich überarbeiteten und durch neue Programmversionen ersetzen VM-System zahlreiche Windows-Programme installiert, darunter ein Mindmanager und fachspezifische Lernprogramme insbesondere für Mathematik und Chemie sowie Erdkunde,  Tools und Player für alle möglichen Einsatzgebiete, Zeichen-, Audio- und Bildbearbeitungsprogramme, ein Brennprogramm und vieles andere mehr. So ist eine Komplettausstattung für jeden Rechner gewährleistet. Für die Ausstattung auf dem privaten Grundsystem sind die Eltern verantwortlich.  Auf dem Grundsystem installiert ist auch das komplette Office-Professional Paket 2010 mit WORD, EXCEL und POWERPOINT. Das erhalten die Kinder über eine sehr preisgünstige Klassenraumlizenz.
  • Beim Notebook selbst wurde und wird nicht auf eine Billig-, sondern auf eine Business-Lösung gesetzt. Dank eines Schulsponsorings der Firma Toshiba Deutschland konnten nach jährlich wiederkehrenden Verhandlungen immer sehr gute, solide verarbeitete Geräte vom Typ Tecra (M5, M9, M10 und zuletzt M11) mit deutlichem Preisnachlass gegen den günstigsten Internet-Verkaufspreisen erworben werden. Sonst wäre die Finanzierung für die meisten Eltern noch schwieriger gewesen. Als besonderes Highlight verfügen diese Geräte entweder über einen Hochleistungsakku mit einer Laufzeit von über 5 Zeitstunden oder alternativ über 2 Akkus mit einer Laufzeit von je 3,5-4 Stunden. Außerdem haben alle Geräte eine 3- oder 4-jährige Herstellergarantie und sie sind für alle Fälle auch zu vertretbaren Konditionen (mit einer angemessenen Selbstbeteiligung im Schadenfalle) über die Bernhard-Assekuranz versichert.
  • Für den seltenen Fall, dass ein Gerät einmal ausfällt, stehen Ersatzgeräte zur Verfügung, die ansonsten von den Lehrern zur Unterrichtsvorbereitung genutzt werden.
  • Mittlerweile haben uns in vier unterschiedlichen Evaluationen, zuletzt im Sommer 2010, die Eltern bzw. Mädchen und Jungen eine durchweg erfolgreiche Arbeit bescheinigt. Darüber freuen wir uns sehr, auch wenn wir in einzelnen Aspekten uns sicherlich noch verbessern wollen und dies auch können. Die nicht geringen Erwartungen gerade auch der Lehrerteams und der Projektleitung wurden meist sogar übertroffen. Auch gab es bislang trotz anfänglicher Schwierigkeiten keine uns bekannt gewordenen negativen "Schlagzeilen". Die Mädchen und Jungen arbeiten überwiegend hoch motiviert und sehr kompetent mit dem Notebook und wichtiger Software, gehen sehr behutsam mit den Geräten um, kennen sich im schulischen Netzwerk sehr gut aus und nutzen dadurch die vielfältigen Informationsmöglichkeiten. Das sind elementare Voraussetzungen, um auch inhaltlich effizient zu arbeiten.
  • Auch im Tastaturschreiben werden mithilfe spezieller Software gute Ergebnisse erzielt. Nicht wenige Kinder erreichen nach einem halben Jahr Notebook-Arbeit bereits 180 fehlerfreie Anschläge pro Minute, in der Spitzengruppe liegen die Werte  nach gut einem Jahr vereinzelt sogar bei über 300 Zeichen pro Minute (inkl. Leerzeichen gezählt). Einzelne Schüler schaffen beinahe 400 Zeichen fehlerfrei.
  • Das Erftgymnasium legt unbedingt Wert auf die Feststellung, dass es sich bei unserem Notebook-Projekt nicht um ein "elitäres" Projekt handelt, sondern dass auch einkommensschwächere Eltern ihr Kind dazu anmelden können und die Schule dann (natürlich im Rahmen gewisser Grenzen) die Kosten anteilig übernimmt oder Ratenzahlung gewährt, wenn die Eltern sich nicht oder nur teilweise in der Lage sehen, die Notebooks mit mindestens 3 Jahren Garantie und Versicherung, die umfangreiche Standard- und Spezial-Software und weiteres Zubehör zu erwerben. Immerhin belaufen sich die Kosten für das auf 3 Jahre angelegte Projekt auf zuletzt ca. 1100 Euro. Es ist unser (bescheidener) Beitrag zu einer Verbesserung der Chancengleichheit.
  • Einzeltische sowie verschließbare Notebook-Schränke zur Aufbewahrung der Geräte in Stunden, in denen nicht damit gearbeitet wird, und natürlich auch die Kosten der technischen Voraussetzungen und des Beamers, der beliebige Dateiinhalte auf eine Wandfläche überträgt, stellen Schule bzw. Schulträger zur Verfügung.
  • Zum Set der Ausstattung gehören auch Head-Sets, kleine Kopfhörer mit einem Mikrofon, über die auch Audio- und Videosequenzen aus dem Internet oder auf CD und DVD bereitgestellte Ton- und Filmbeiträge angehört werden können, ohne dass dies den Nachbarn in seiner Arbeit stört. Dadurch ist noch stärkeres individuelles Arbeiten möglich. Jeder Schüler erhält mittlerweile einen 16-GB-USB-Stick zur Datensicherung.
  • Das Projekt erfordert insgesamt eine schulinterne wie eine externe Fortbildung der daran interessierten Kolleginnen und Kollegen. Diesbezüglich steht die Schule in regelmäßigem Kontakt mit Partnerschulen, die schon über längere Erfahrungen verfügen. In erster Linie ist dies das Ev. Stiftische Gymnasium in Gütersloh.
  • Im Laufe der nächsten Jahre, wenn weitere Erfahrungen gesammelt sind, soll das Projekt auch curricular komplett in das Schulprogramm und Medienkonzept der Schule integriert werden. Bis dahin wurde ein vorläufiger Lehrplan vorgelegt, der vorsieht, dass die Mädchen und Jungen prinzipiell das Gleiche lernen wie Parallelklassen, wenngleich zusätzlich mit anderen Methoden und Medien arbeiten. Die Schüler sind also in besonderer Weise gefordert, werden aber auch dadurch, weitaus mehr als im Normalfall überhaupt möglich, gefördert.
  • Günstige Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Notebook-Klasse schafft das Erftgymnasium durch die verpflichtenden PC-Kurse zur Textverarbeitung für alle Schüler der Klassen 5. Alle PC-Kurse schließen mit einem standardisierten Abschlusstest ab, so dass schon von Beginn an Wert auf eine qualifizierte Grundlage gelegt wird. Für diese Kurse wurde eine spezielle Übungs-DVD mit reichhaltigem Angebot entwickelt. Diese ist auch für Fortgeschrittene sehr hilfreich, weil sie ein umfassendes Lernprogramm rund um Windows und Office anbietet.