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„Offen für die Welt – Afrika erleben“ - Workshopwoche mit Sponsored Run vom 10.-15.09.2007

„Schoko-lade-schmeckt-furcht-bar-gut“ – dieser Satz bzw. der Rhythmus, der darin steckt, wird vielen Schülerinnen und Schüler noch lange im Gedächtnis bleiben,  so begeisternd  waren die Trommelworkshops mit Michael Kofi Mensah während der Afrikawoche vom 10. – 15.09.2007.

„Kofi ist der Beste“, dieser Kommentar eines Schülers zu den Workshops sagt alles aus oder doch nicht ganz, denn das Spektrum der Angebote reichte viel weiter. Mit African Gospel und afrikanischer Literatur wurde sich in Musik, Deutsch, Englisch oder Französisch beschäftigt.

Im Geschichtsunterricht kam es zur Begegnung der Schüler mit der afrikanischen Sicht auf die Kolonialisierung des schwarzen Kontinentes. Im Kunstunterricht wurden afrikanische Masken hergestellt, deren Bedeutung den Schülern durch die Referenten des deutsch-afrikanischen Chores und Vereins KINDUKU erschlossen wurde.

Ein Höhepunkt war bestimmt auch das afrikanische Kochen mit Alphonsine Kayinamura. Frau Schwarz verband das Kochen mit der Einführung von französischen Mengenbegriffen und der Übersetzung von Kochrezepten, da die Referentin aus dem französischsprachigen Teil Afrikas stammt. Lesen Sie hier einige der französischsprachigen Rezepte.

Im Kunstunterricht erstellte die Klasse 7c bizarr anmutende Tiermasken. Zunächst wurde ein Grundgerüst aus Drahtgeflecht geformt, welches anschließend mit Zeitungspapier und Kleister überarbeitet wurde.  Am Schluss gestalteten die Schüler ihre Ergebnisse noch mit Acrylfarben.  Die flächige Farbgestaltung gliedert die Form der Maske und verstärkt den individuellen Charakter der jeweiligen Form.

 

Im Physik- und Erdkundeunterricht griffen die Schüler das Thema „Energieversorgung in Afrika“ am Beispiel der Solarenergie und des Anbaus von Jatropha zur Gewinnung von Biodiesel auf.

Die Anbindung an den Unterricht gelang in vielfältiger Weise, was zum einen der Kompetenz der Referenten Georg Wißkirchen und Rigobert Aiwanou und zum anderen der Kooperationsbereitschaft und dem großen Interesse der beteiligten Kolleginnen und Kollegen zu verdanken war. 

Astrid Toda, deren diesjähriger Besuch  in unserer Schule mit der Afrikawoche zusammenfiel, vermittelte den Schülerinnen und Schülern ein lebendiges Bild ihres Lebens und ihrer Arbeit mit den Menschen im Benin. Die Lesung mit ihr am 13. September, bei der sie aus ihren Büchern „Benin mit Familienanschluss“ und „Marcel und ich oder ein  Engel mit langen Ohren“ vortrug, wurde musikalisch von der neu gegründeten Trommelgruppe des Erftgymnasiums unter Leitung von Herrn Reinkens untermalt.

Die fröhliche Stimmung der Workshops war auch beim Abschluss der Woche am Samstag überall spürbar. Bei strahlendem Sonnenschein drehten unsere Schüler eine Runde nach der anderen auf der Laufstrecke für den Sponsored Run.

Die bis dahin magische Grenze von 25 km wurde gleich mehrfach übertroffen.

Die Begeisterung für Afrika zeigte sich aber nicht nur beim Laufen, sondern auch bei dem Versuch im PZ einen der begehrten Plätze hinter einer Trommel zu bekommen, um die Kenntnisse aus den Workshops zu vertiefen.

Aber auch beim Adinkra-Workshop herrschte großer Andrang. Den bedruckten, bunten Taschen mit afrikanischen Symbolen konnte man überall auf dem Schulhof begegnen.

Viele Schülerinnen und Schüler ließen sich wieder afrikanische Frisuren knüpfen und auch Herr Wieland hatte den Mut, sich für einen guten Zweck zwei Zöpfe in den Bart knüpfen zu lassen.

Den Abschluss des Tages bildete das Konzert des KINDUKU-Chores. Es gelang den Sängerinnen und Sängern um Georg Wisskirchen und Kofi Mensah spielend, die Zuhörer zum Mitsingen und Mittanzen zu bewegen.

Eine genaue Spendensumme steht noch nicht fest, aber erste Hochrechnungen deuten darauf hin, dass das Ergebnis des 3. Laufes von vor zwei Jahren (27.000 Euro) noch übertroffen wird.

Ich möchte mich bei allen Spendern, Helfern – besonders bei Frau Dulle und den Mitgliedern der AG Agenda 21 - und  bei Herrn Clemm für die gute Zusammenarbeit bei der Organisation des Laufes herzlich bedanken. Dank der finanziellen Unterstützung des Katholischen Fonds ist die Workshopwoche erst möglich gewesen.

Christoph Freihals, Leiter des Beninprojektes

 

Gottesdienst während der Afrikawoche

Im Rahmen der Projektwoche „Offen für die Welt - Afrika erleben“ vom 10. bis zum 15.09.2007 fand ein afrikanischer Gottesdienst statt. Lesen Sie dazu einen Bericht von Frau Dulle:

Ein weiteres Highlight der Projektwoche bildete der afrikanische Gottesdienst am Freitagmorgen. Schon im Vorfeld überlegten Schüler, Referenten und Lehrer, wie man den Gottesdienst gestalten könnte. Schnell zeigte sich, dass sich viele Schüler einen richtig farbenfrohen und lebendigen Gottesdienst wünschten. Gesagt getan!! Die Kirche wurde mit Bändern bunt geschmückt. Zu Beginn bekamen alle Schüler zu ihrem Erstaunen ein Papiertaschentuch in die Hände gedrückt. Aber schnell wurden sie darüber aufgeklärt, dass die Menschen in Ghana weiße Tücher im Gottesdienst benutzen, um ihre Freude auszudrücken. So lautet ein kurzer Text aus Ghana:

Wenn ich spreche, lebe ich.
Wenn ich singe, feiere ich.
Wenn ich tanze, bete ich an.

Das haben die Schüler dann auch gemacht und mit ihren Papiertaschentüchern ähnlich wie in Ghana Lieder gesungen und getanzt. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch den KINDUKU-Chor, der die ganze Kirche zum Mitsingen brachte. Nicht zuletzt durfte natürlich das allen Schülern aus der Projektwoche bekannte Lied "Gye no di", begeleitet von Trommeln und in einfache Tanzschritte umgesetzt, nicht fehlen. Dieser Gottesdienst wird wohl so manchen von uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Siegerehrung Sponsored Run 2007

Im Rahmen des Präsentationstages am Samstag, dem 08. Dezember wurden die Schülerinnen und Schüler geehrt, die sich durch besonderes Engagement beim Sponsored Run 2007 am 15. September ausgezeichnet hatten. Sieben Schülerinnen und Schüler erzielten mit 30 gelaufenen Kilometern einen neuen Streckenrekord: Andre Canosa , Nico Lelner, Niklas Knaak (alle 6b), Jaqueline Faßbender (9d), Soraya Moradian (9d), Marc Hüffel (7b) und Sheila Moradian (10d). Als Anerkennung erhielten sie eine Ehrenurkunde, Sachpreise und Trikots der Nationalmannschaft des Benin, die Astrid Toda als Geschenk aus dem Benin mitgebracht hatte. Außerdem wurden noch weitere Schülerinnen und Schüler geehrt, die sich besonders viel Mühe bei der Suche nach Sponsoren gegeben hatten: Franziska Heuer, Melek Yalcinkaya (6b), Anna Rehbach (5c), Patrick Hermes, Florian Kirsch (6a) und Sarah Scotti (5c). Der Einsatz der ganzen Schule machte es erst möglich, dass beim diesjährigen Lauf die Rekordsumme von 33127,- Euro „erlaufen“ wurde. Dabei haben sich einige Klassen besonders engagiert, die als Dank Preise für die Klassengemeinschaft erhielten.

Artikel_Grenzenlos.pdf

Artikel aus "Grenzenlos: Eine Welt in Schule und Gemeinde" Kindermissionswerk Die Sternsinger Heft 2/2007