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Die Solaranlage des Erftgymnasiums

Solaranlage auf der Südseite des Erftgymnasiums

Wie mittlerweile auch andere Schulen betreibt das Erftgymnasium auf eine Solaranlage. Die Installation und Anschaffung der Anlage wurde vom damaligen Schulleiter, Herrn Fassbender und einem Mitarbeiter des RWE und Schülervater unterstützt, sodass die Anlage zu etwa der Hälfte mit öffentlichen Mitteln und zur anderen Hälfte vom RWE gefördert wurde.

Seit 1999 arbeitet nun diese Anlage auf dem Schuldach und liefert seitdem einen, wenn auch nur kleinen Teil des Bedarfs an elektrischer Energie für unsere Schule.

In der Relation betrachtet sind in einem Physik-Fachraum 16 60W Leuchtstofflampen mit einer Gesamtleistung von P=960W installiert. Die Photovoltaikanlage hat eine Maximalleistung von 1080W, sodass die Maximalleistung der Anlage schon für die Beleuchtung eines Raumes fast vollständig benötigt wird.

Aber nicht an allen Tagen wird die von der Anlage produzierte Energie im Fachraum benötigt. Ein Abgabezähler registriert die von der Anlage abgegebene Energie, die der Stadt Bergheim, nach dem jeweils gültigen Tarif, vergütet wird.

Auch wenn die produzierte Energiemenge gering ist, hat die vor acht Jahren installierte Anlage ihren Sinn. Von allgemeinem Nutzen ist der Versuchscharakter der Anlage. Sie wurde noch mit `alten´ und mit relativ geringem Wirkungsgrad arbeitenden, teuren Modulen ausgestattet. Trotzdem liefert die Anlage Versuchsdaten, mit deren Hilfe Anlagenbetreiber Versuchsdaten gewinnen können. Auf der Grundlage der Daten lassen sich zum einen verbesserte Anlagen planen und aufbauen und zum andern können Netzbetreiber wie RWE Versuchsdaten zum Aufbau ihrer Netze und zu deren Optimierung gewinnen.

Zur Durchführung des Unterrichts hat die Schule eine `Großanlage´ zur Verfügung, an der die Daten von Schülerexperimenten mit Kleinanlagen überprüft werden können. Außerdem stehen der Schule die Messdaten des ganzen Jahres zur Verfügung, die mit den Werten für Deutschland oder weltweiten Daten verglichen werden können. Der Vergleich der Daten vieler Jahre zeigt auch die Klimawandel in unserer Region. Für die Untersuchung der Nachhaltigkeit eines Energieträgers eröffnen sich durch die Untersuchung der Photovoltaikanlage noch weitere Perspektiven. Elektrische Energie muss heute zum Zeitpunkt der Erzeugung auch genutzt werden, weil es keine effektiven Energiespeicher für diese Energieform gibt. Hieraus folgen für den Unterricht die Themen Wasserstoff als Speichermedium für elektrische Energie und andere Speicher und die Umwandlung des Wasserstoffs mit Hilfe von Brennstoffzellen in elektrische Energie. Die Frage der Nachhaltigkeit stellt sich nun wieder dadurch, dass zu überlegen ist, in wieweit alternative Techniken die zentrale Energieversorgung, die auf dem Einsatz fossiler Energieträger beruht und maßgeblich zur CO2-Belastung beiträgt, durch eine dezentrale Energieversorgung mit regenerativen Energieträgern substituiert werden kann.

Technische Zeichnung der Schulanlage