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Erft News Nr. 37 (Juni 2007)

 

 

Personalien

Zum Ende des Schuljahres wird unser langjähriger Kollege ULVER OSWALD (Biologie/Erdkunde) in den verdienten Ruhestand eintreten. Seit Jahrzehnten unterrichtet er am Erftgymnasium und wirkte bei der Planung der Biologiefachräume entscheidend mit. Über viele Jahre hinweg war er als Sammlungsleiter für diesen Fachbereich verantwortlich. Darüber hinaus war er für die Bezirksregierung Köln als Moderator in der regionalen Lehrerfortbildung tätig. Aber nicht nur als Biologie- und Erdkundelehrer lernten die Schülerinnen und Schüler des Erftgymnasiums ihn kennen, denn Herr Oswald liebt die Malerei und hat aus Neigung auch Kunst unterrichtet und damit den Mangel in diesem Fach mildern geholfen. Für verschiedene Veranstaltungen hat Herr Oswald großflächige Hintergrundbilder erstellt. Wir wünschen Herrn Oswald Ruhe und Muße, aber vor allem Gesundheit und Wohlergehen in seiner „unterrichtsfreien Zeit“. Wir danken Herrn Oswald für seine herausragenden Verdienste um das Erftgymnasium.

 

Zu unserem Bedauern wird Frau BAMBACH das Angebot „open door“ nicht mehr aufrecht erhalten können. Mit großem Einfühlungsvermögen, aber auch mit kommunikativer Kompetenz hat sie vielen Schülerinnen und Schülern in ihrer Sprechzeit wichtige Ratschläge geben können. So manches verzweifelte Kind schöpfte nach dem Gespräch mit ihr wieder Mut. Wir danken Frau Bambach für die Initiierung des Projektes und die stete Bereitschaft für Hilfe suchende Menschen in unserer Schule da zu sein. In vielen Fällen konnte sie die „Wunden“ heilen, in einigen sie wenigstens lindern und erträglich machen. Danke!

Sponsored Run 2007

Die Durchführung des diesjährigen Sponsored Run für den Schulbau in Benin am 15. September steht ganz im Zeichen einer Afrika-Woche, in der viele thematische Unterrichtsprojekte durchgeführt werden. Workshops und viel Musik werden den Sponsorenlauf begleiten. Für das leibliche Wohl sorgen der Förderverein und die Elternschaft.

Im April des Jahres erhielten wir ein Dankschreiben des Bürgermeisters MICHEL MOMO HINDEME von Torri-Bossito, in dem er eine Einladung aussprach.

Erftgymnasiasten siegen im Chemiewettbewerb

(Quelle: Kölnische Rundschau Nr. 121 vom 26. Mai 2007, Foto: Junggeburth)

Sangeth Jenthra, Robert Kempkens und Conrad Szczuka
Am Erftgymnasium erlangen die Naturwissenschaften zunehmend größere Bedeutung. In der Qualifikationsphase der Oberstufe bietet unsere Schule in jedem Jahrgang zwei Leistungskurse im Fach Biologie, einen im Fach Chemie und seit zwei Jahren zusätzlich einen LK in Physik an. Aber auch in der Jahrgangsstufe I wird der volle naturwissenschaftliche Unterricht nach Plan erteilt, d. h. es fällt keine Stunde Physik, Biologie oder Chemie wegen Lehrermangels aus, wie an vielen anderen Gymnasien, die nicht über eine entsprechende Personaldecke verfügen. So sind unsere Schülerinnen und Schüler schon seit Jahren in Chemiewettbewerben erfolgreich. Doch in diesem Jahr bescherten drei Schüler der Chemie AG von Frau Studiendirektorin CÄCILIA SAUER dem Erftgymnasium eine besondere Freude, denn sie waren aus dem Wettbewerb „Chemie entdecken“, an dem in Nordrhein-Westfalen etwa 10.000 Schüler teilgenommen hatten, unter den landesweit nur 11 Doppelpreisträgern.  

Sangeth Jenthra, Robert Kempkens und Conrad Szczuka erklärten auf einer Pressekonferenz im Pädagogischen Zentrum, wie sie zum Thema „Seife“ Experimente durchgeführt hatten und damit die Jury überzeugen konnten. Mit einem Milliliter warmem Wasser, 25 Milliliter Neutralseife und zur Stabilität zwei Esslöffel Traubenzucker sowie einen Schuss Tapetenkleister formten die Schüler riesige stabile Seifenblasen. Sehr angetan von der Experimentierfreude zeigte sich auch HEIKO HÜNEMEYER, der als Vertreter des Verbands der chemischen Industrie (VCI), der das Erftgymnasium nachhaltig unterstützt, eingeladen war.

Neben der Regionalpresse berichtete auch Radio Erft ausgiebig über die Preisträger vom Erftgymnasium.

Instrumentenvorführung am Erftgymnasium

Am 10. Mai 2007 ertönten aus verschiedenen Räumen unserer Schule ganz unterschiedliche Klänge. Zum wiederholten Male hatten sich Dozenten der Musikschule Bergheim bereit gefunden, den Schülerinenn und Schülern der 5. Jahrgangsstufe Instrumente vorzuführen. Mit MARTA KLETINITCH (Geige/Bratsche), LIANE PELEA (Cello), PETER CLEMENS (Trompete, Posaune), KRISTIAAN SLOOTMAEKERS (Horn), BARBARA TRAUD (Querflöte), VESNA JAKIMOWSKI (Oboe) und ALEXANDRE FAINCHTEIN (Klarinette/Saxophon) waren nicht nur versierte Solisten in das Erftgymnasium gekommen, sondern auch hervorragende Pädagogen, die ihrerseits von der Wissbegierde unserer Fünftklässler angetan waren. Einige Schülerinnen und Schüler entlockten den Instrumenten beim Ausprobieren bereits anhörbare Töne, sodass nun die Eltern überlegen sollten, ob sie ihren Kindern das Erlernen eines Musikinstruments ermöglichen sollen.

(Fotos: Helmut Jäger)

Homepage des Erftgymnasiums wird überarbeitet

Über Jahre hinweg waren die Besucherinnen und Besucher unserer Homepage mit dem Layout und den vielen Informationen, die auf der Website abrufbar waren, vertraut. Vor kurzer Zeit haben die intensiven Arbeiten an einem neuen Internetauftritt der Schule mit einem neuen Redaktionssystem begonnen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir wieder den vollen Umfang der Schuldarstellung erreichen werden.

Nötig wurden die Umbauarbeiten, weil unser langjähriger Webmaster, HERBERT ZANDER, ehemaliger Schüler des Erftgymnasiums, durch ein Augenleiden so stark beeinträchtigt ist, dass ihm die Arbeit am Bildschirm nicht mehr möglich ist. Wir möchten uns für die vielen, vielen Stunden mühsamer Arbeit ganz herzlich bedanken und Herrn Zander gute Besserung wünschen. Für seine alte Schule war er völlig uneigennützig tätig.

Streitschlichtung am Erftgymnasium bald wieder da

„Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz recht und einer ganz unrecht hat.“ (Kurt Tucholsky)

Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft werden im neuen Schuljahr Schülerinnen und Schüler der kommenden Jahrgangsstufen 9-11 durch intensives Training zu Streitschlichtern am Erftgymnasium ausgebildet. Nachdem das Konzept der Streitschlichtung und der Ablauf der Ausbildung zum Streitschlichter in den Klassen der entsprechenden Jahrgangsstufen vorgestellt wurden, hat sich eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern  für die Ausbildung im Rahmen der Streitschlichtungs-AG angemeldet und bereits an der ersten Veranstaltung teilgenommen.

Die Ausbildung der Streitschlichter erfolgt unter der Leitung von Frau Heidtmann und Frau Röderer, die zur Ausbildung der Schülerinnen und Schüler zu Streitschlichtern erforderlichen Qualifikatio-nen durch umfangreiche Fortbildungsmaßnahmen er-worben haben. 

Hiermit wird sowohl dem Wunsch der Schule als auch dem Wunsch vieler Eltern und Schüler nachgekommen, die Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler am Erftgymnasium wieder einzuführen. Durch die Wiedereinführung der Streitschlichtung und einen eigens für die Streitschlichtung zur Verfügung gestellten und von den ausgebildeten Streitschlichtern zu bestimmten und allen Schülern bekannten Zeiten besetzten Raum wird den Schülerinnen und Schülern unserer Schule eine Anlaufstelle gegeben, wo sie sich Hilfe holen können, um ihre Konflikte selbst, konstruktiv, gemeinsam und vor allem ohne das Einbeziehen eines Lehrers zu klären.

Teilnahme an Philosophiewettbewerb

Erfolg hatte die Schülerin Julie Christin Ronde. Sie wurde von der Bezirksreghierung Köln für ihre Teilnahme am Landeswettbewerb „Philosophischer Essay“ geehrt. Betreuende Lehrerin war Frau Wehner.

Goldenes Abiturjubiläum 1957-2007

Zu einem offziellen Empfang besuchten die „goldenen“ Abiturienten im Erftgymnasium. Dieses Treffen rief die Presse auf den Plan, die unsere ehemaligen Schülerinnen und Schüler zur Preisgabe so mancher Anekdote animierte. Damals musste man noch eine Aufnahmeprüfung absolvieren und 20 DM pro Monat Schulgeld zahlen. Unter den Goldjubilaren ist auch Jakob Portz, ehemaliger Mathematik- und Physiklehrer des Erftgymnasiums (untere Reihe, 2. v. links)

Kunst am Erftgymnasium

Die Besucher der Schule werden seit geraumer Zeit im Verwaltungflur vor dem Sekretariat mit einer kleinen Wechselausstellung von Schülerarbeiten begrüßt. Die Kunstwerke entstehen unter Anleitung von Frau Knapp-Trauzettel und Frau Bremer-Abels im Unterricht und geben uns einen Einblick in die Fertigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler. Die nachfolgenden Fotos zeigen in einer Auswahl einige Arbeiten.

Prof. Dr. Josef Schröder 70 Jahre

Im März wurde Professor Dr. Josef Schröder in einer akademischen Feierstunde anlässlich seines 70. Geburtstags geehrt. Zu dieser Feierstunde war auch Dr. Franz-Josef Hummelsheim als Schulleiter des Erftgymnasiums geladen, der den ehemaligen Schüler, der vor 50 Jahren das Abitur ablegte, in einer Ansprache ehrte:

 

Sehr geehrter Herr Professor Dr. Schröder, verehrte Festversammlung,

 

mit großer Freude, aber auch mit Stolz ergreife ich als Schulleiter des Erftgymnasiums Bergheim gerne die Gelegenheit, einem verdienten ehemaligen Schüler zum runden Geburtstag zu gratulieren und ihm heute in Würdigung seiner Lebensleistung die Ehre zu erweisen.

Sehr verehrter Herr Professor Schröder,

“Non scholae, sed vitae discimus”, dieser von Lehrern oft zitierte und von Schülern genauso oft nicht beherzigte lateinische Satz trifft auf Ihr Verständnis von Schule im besten Sinne zu, denn meine Recherchen im Archiv der Schule haben vor meinem Auge einen fleißigen, strebsamen, tadellosen Schüler Josef Schröder erscheinen lassen. Und wie Sie mir in einem persönlichen Gespräch verrieten, erinnern Sie sich – vielleicht im Gegensatz zu einigen anderen Anwesenden – gerne an Ihre Schulzeit im damaligen Neusprachlichen Gymnasium, in dem Sie nach Ihren Worten eine solide Grundbildung erhalten haben, auf der Sie aufbauen konnten.

Nach einem halben Jahrhundert sehe ich tatsächlich einen, wenn auch tangentialen Zusammenhang zwischen der schulischen Ausbildung und Ihrem späteren Arbeitsfeld. Vor fast genau 50 Jahren beschäftigten Sie sich in der schriftlichen Abiturprüfung mit der Frage, wie man in einer Zeit der Interesselosigkeit die Jugend für das politische Leben gewinnen könne.

Sie beleuchten in dieser äußerst interessanten Arbeit sowohl die unrühmliche Vergangenheit als auch die Ursachen für die Interesselosigkeit der Jugend im Jahre 1957 und zeichnen am Ende das Bild des Politikers. Insbesondere aber zeigen Sie die negativen Folgen der Interesselosigkeit der Jugend auf. Sie kommen dann zu dem Schluss, dass zur Vermeidung dieser politischen Interesselosigkeit den Lehrern eine hohe Bedeutung zukomme, das Verständnis für politische Zusammenhänge zu wecken und das Ideal eines Politikers mit klarem Weltbild und frei von Opportunismus darzustellen. Beim aufmerksamen Lesen Ihrer Arbeit im Fach Deutsch kam mir spontan die Frage in den Sinn: Spiegelt diese Abiturarbeit nicht ein Gedankengut wieder, das Sie, Herr Professor Schröder, auf Ihrem weiteren, erfolgreichen Lebensweg begleitet hat? Ihr Ruf als Zeithistoriker und als Schulbuchanalytiker hat Sie weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. In der Würdigung Ihrer gewaltigen Lebensleistung möchte ich den eingangs zitierten lateinischen Satz in der gebotenen Bescheidenheit, die Ihrer ehemaligen Schule ansteht, wie folgt abwandeln:

“Non modo in schola, sed etiam in vita discimus.”

 

Verehrter Herr Professor Schröder, im Auftrag der gesamten Schulgemeinde des Erftgymnasiums darf ich Ihnen die herzlichsten Glückwünsche übermitteln, Ihnen ebenso für die Bereicherung unserer Lehrerbibliothek mit Ihren Veröffentlichungen danken und Ihnen weiterhin Gesundheit und persönliches Wohlergehen wünschen.

     

Ausführlich berichtete auch die WERBEPOST Bergheim in der Ausgabe Nr. 12/21. März 2007 über die akademische Feier und die Überreichung der Festgabe durch die Professoren Dr. Carl August Lückerath und Dr. Michael Salewski: