Schulrundgang | Sitemap | Anfahrt | Impressum | Kontakt

Tage religiöser Orientierung

Die Fachschaft Religion bietet seit Jahren für die Schüler*innen der Q1 Besinnungstage an. Ziel der Besinnungstage ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Person und dem eigenen Lebensweg. Geleitet von den Fragen "Wer bin ich?", "Wer will ich sein?", "Wer soll ich sein?" und "Wer begleitet mich auf meinem Weg?"  sind auch in diesem Schuljahr 16 Schüler*innen drei Tage ins Haus der Begegnung der Schönstattbewegung nach Baesweiler gefahren.

Wer bin ich und wer will ich eigentlich sein?

Das waren nur zwei der Fragen, mit denen wir – 16 Schüler*innen der Q1 sowie Frau Hetzel und Frau Hilsamer – uns bei den diesjährigen Besinnungstage vom 10.-12.10.18 beschäftigen wollten. Hierzu brachen wir am Mittwoch, 10.10.18, nach letzten Klausuren ins nahe Puffendorf zum dortigen Schönstattzentrum auf. Dort angekommen wurden wir zuerst herzlich von Herrn und Frau Gausling, die das Haus ehrenamtlich leiten, sowie Schwester Maria Theresia, einer Schönstätter Marienschwester, die im Haus lebt, begrüßt. Nach dem Beziehen der Zimmer stellten wir uns dann auch sofort der ersten Frage „Wer bin ich?“. Hierzu machten wir einen „Lebens-Lauf“, bei dem es darum ging, einzelne Stationen unseres Lebens abzulaufen, diese zu reflektieren und so zu bestimmen, wo wir gerade stehen. Anschließend verglichen wir, wie viel Zeit wir pro Woche für verschiedene Dinge aufwenden. Diese Pläne wurden dann am Donnerstag von jedem einzelnen in „Traumpläne“ umgearbeitet. Hierbei wurde erkennbar, dass viele von uns in ihrer Zukunft schon Pflichten sehen, dass wir diese aber so gestalten wollen, dass wir sie gerne erfüllen (z.B. einen guten Beruf haben). Somit waren wir schon mittendrin in der Frage „Wer will ich sein?“. Eine Aufgabe, bei der wir uns Experten, die uns in der Zukunft unterstützen sollen, aussuchen durfte, rundete dieses Thema ab. Es wurde heftig diskutiert: Bräuchte man wirklich einen Experten für ewige Schönheit? Oder wären wir dann alle gleich langweilig gutaussehend? Wer will schon ewig leben? Und wünschten wir uns nicht alle einen Experten, der uns mit Lebenserfahrung und Liebe zur Seite steht?

„Wer soll ich sein?“ war das Thema des Nachmittags. Hierzu wurde in zwei unterschiedlichen Gruppen ausgehend vom Lied „Junge“ von den Ärzten gearbeitet: Während eine Gruppe mit Frau Hetzel überlegte, was jeden von uns von der Erfüllung seiner Träume abhält und wie man diese „Mauersteine“ in „Wegsteine“ umarbeiten kann, nahm sich die andere Gruppe mit Frau Hilsamer Sätze vor, wie sie der Junge im Lied an den Kopf geworfen bekommt: Welche Sätze von Eltern, Lehrern oder Freunden können wir nicht mehr hören, welche würden uns helfen? So entstand eine beeindruckende Sammlung von „guten Sätzen“.

Am letzten Tag überlegten wir dann gemeinsam – ausgehend von einer Meditation zur Begegnung zweier Jünger mit Jesus auf dem Weg nach Emmaus – wer uns auf unserem Lebensweg begleitet hat und weiter begleiten kann, um uns den Rücken zu stärken und uns zu helfen, der*die zu werden, der*die wir wirklich sein wollen.

Dass es zwischen Meditationen, intensiven Arbeitsphasen und individuellen Gesprächen nicht zu ernst wurde, dafür sorgten ein toller Grillabend am Donnerstag, der mit einer Tanzperformance zu einem bekannten Kinderlied endete, sowie die wunderbaren (Neu-)Interpretationen verschiedener (Kirchen-)Lieder. Wer hätte gedacht, dass man zu „Laudato si“ auch headbangen kann. 

Am Freitagmittag war es dann schon wieder Zeit den Koffer zu packen und zurück nach Bergheim zu fahren.

Die Fahrt hat uns allen geholfen mehr zu uns selbst zu finden und uns selbst mehr wertzuschätzen. Die Fahrt hat alle Anwesenden zusammengeführt und jeder wurde ernstgenommen. Die Besinnungstage sind eine super Gelegenheit, um sich selbst zu finden und für jede*n Schüler*in empfehlenswert, der*die bereit ist, zu sich zu finden und sich mit seinem*ihrem zukünftigen Leben auseinanderzusetzen. Wir würden die Besinnungsfahrt auf jeden Fall weiterempfehlen. Man sammelt unglaublich schöne und lustige Momente, die man mit nach Hause nimmt.

„Vielleicht haben viele Vorurteile in Bezug auf die Fahrt, aber ich kann nur sagen, dass war eine der besten Fahrten meines Lebens und ich bin sehr froh, dass ich mit dabei sein durfte.“ (Zitat einer Schülerin)