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Auszeichnung für langjähriges Engagement für zwei Lehrer am Erftgymnasium

Seit dem Jahr 2002 pflegt das Erftgymnasium einen intensiven Austausch mit dem Lyzeum in der südpolnischen Stadt Kozy nahe Bielsko-Biala. Unter dem Motto „Freundschaft entsteht durch Begegnung“ treffen sich jährlich Schülerinnen und Schüler beider Schulen. Vor dem Hintergrund des 80. Jahrestags des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs hat die Stadt Kozy nun den beiden Lehrern des Erftgymnasiums, Andrea Haensch und Dr. Oliver Großmann, die den Austausch ins Leben gerufen haben und bis heute betreuen, für deren langjähriges Engagement im Sinne der deutsch-polnischen Verständigung gedankt und beide Lehrer ausgezeichnet.

Gemeindevorsteher Jacek Kalinski und der Vorsitzende des Gemeinderats, Milosz Zelek, überreichten in Kozy die Auszeichnung während des Besuchs der Austauschgruppe des Erftgymnasiums im September. In Ihrer Laudatio stellten sie heraus, dass Haensch und Großmann das Austauschprojekt zu einer Lebensaufgabe gemacht und junge Menschen dazu inspiriert hätten, die Welt besser zu machen.

Durch die Kontakte und Einblicke in den Alltag ist in den zurückliegenden Jahren bei den Jugendlichen viel Verständnis für die Sorgen und Nöte des anderen entstanden, Freundschaften haben sich über die Zeit entwickelt. „In der Begegnung mit der anderen Lebensweise kommt es zur Reflexion auch eigener Handlungen und Einstellungen. Die Erfahrung der Gemeinsamkeit zu ermöglichen, ist ein pädagogischer Auftrag“, bestätigen die Koordinatoren des Projekts am Erftgymnasium, Haensch und Großmann.

Gemäß diesem Motto hat die Gruppe des Erftgymnasiums auch in diesem Jahr vielfältige Erlebnisse in Polen sammeln können. Neben dem Besuch in der Gedenkstätte in Auschwitz haben die Schülerinnen und Schüler Wanderungen unternommen, Kattowitz und Bielsko-Biala besucht, getanzt, Sport getrieben und das Schulleben kennengelernt. „Eine ganz wunderbare Erfahrung“, wie Peter Koch, Teilnehmer aus der Jahrgangsstufe 10, treffend zusammenfasste. Schon sein älterer Bruder hatte mehrfach am Austauschprogramm teilgenommen. Die Tränen zum Abschied bestätigten das freundschaftliche Verhältnis, das in der Woche entstanden ist. Im kommenden Schuljahr steht der Gegenbesuch an und eine polnische Gruppe wird das Erftgymnasium besuchen.

 

Schüleraustausch 2017

Unsere Partnerschule lernt Deutsch mit dem Geißbockecho

Schüleraustausch 2012

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Schüleraustausch 2011

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Schüleraustausch 2010

Schüleraustausch 2008

Schüleraustausch 2006

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Ausschnitt aus der Pressemitteilung

"Freundschaft entsteht durch Begegnungen", so lautet seit vier Jahren das Motto des Austauschprogramms. Es gehe darum, den Nachbarn kennen zu lernen und durch den Aufenthalt in Familie und Schule ein wenig am Leben der anderen teilzunehmen, so Andrea Haensch.

In Workshops haben sich die Schüler mit wichtigen Aspekten des polnisch-deutschen Verhältnisses beschäftigt. Sie haben zusammen gearbeitet, getanzt, szenisch gespielt und sich mit Sprache und Gewohnheiten der Nachbarn auseinander gesetzt. Anläßlich der offiziellen Begrüßung in der Schule formulierte der Sejm-Abgeordnete Jacek Falfus: "Durch die Kontakte und Einblicke in den Alltag des anderen entsteht Verständnis für dessen Sorgen und Freuden". Im Rahmen der Begrüßungsfeier stellten die Schülerinnen Ina Hahn und Carolin Bogesits-Aufschneider in einer umfangreichen Präsentation das Erftgymnasium und die Stadt Bergheim vor.

In der Begegnungswoche besichtigten die Jugendlichen die alte Universitäts- und Königsstadt Krakau und den Wintersportort Zakopane. Der Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz war für alle eine schockierende, erschütternde Begegnung mit der Vergangenheit. Trauer, aber auch Zorn und Hass auf die Täter von damals bewegten die Schülerinnen und Schüler an diesem Ort der Gewalt und des Todes. Die Schüler des Erftgymnasiums legten im Gedenken an die unschuldig Ermordeten an der Selektionsrampe Blumen nieder. Durch ihr Gedenken wollten die Schülerinnen und Schülern den entehrten Opfern ein Stück ihrer Würde zurück geben, so Geschichtslehrer Oliver Großmann. "Wir sind es, die aus der Geschichte lernen können, auch deshalb haben wir diese Reise angetreten."

 

 

Schüleraustausch 2004

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