Sitemap | Anfahrt | Impressum | Kontakt

Archiv alter Beiräge

Wo sind die Sponsorengelder? – Ein Escape-Room am Erftgymnasium

„Das Sponsorengeld wurde gestohlen. Ihr müsst es unbedingt finden, da es doch für den Bau der Schule in Benin gebraucht wird. Die Zeit läuft ab jetzt!“ Eine geheimnisvolle Person mit Aktenkoffer und verzerrter Stimme spricht in einer kurzen Videobotschaft zu den Schülerinnen und Schülern des Erftgymnasiums, die sich mutig bereit erklärt haben, die Rätsel in dem neuen, komplett und authentisch eingerichteten Escape-Room zum Thema Afrika, speziell zu Benin, zu lösen. Erfahren Sie hier mehr über den Escape-Room.

Schülerbands im Rampenlicht

„School’s Out – wenn das kein Grund zum Feiern ist!“ Unter diesem Motto folgten am letzten Schultag vor den Herbstferien Schülerbands Bergheimer Schulen der Einladung ins MEDIO.RHEIN.ERFT. Bereits im fünften Jahr in Folge veranstaltete die BM.CULTURA hier das immer beliebter werdende School’s Out Festival. Geboten wurde ein zweieinhalbstündiges Programm aus Rock- und Popmusik. Dabei standen mit EG Pop und Inception dieses Jahr gleich zwei Bands des Erftgymnasiums auf der Bühne. Auch dabei waren die Crazy Socks, welche jüngst ihr Abitur an unserer Schule erhalten haben.

EG Pop
Inception
Crazy Socks

Auszeichnung für langjähriges Engagement für zwei Lehrer am Erftgymnasium

Seit dem Jahr 2002 pflegt das Erftgymnasium einen intensiven Austausch mit dem Lyzeum in der südpolnischen Stadt Kozy nahe Bielsko-Biala. Unter dem Motto „Freundschaft entsteht durch Begegnung“ treffen sich jährlich Schülerinnen und Schüler beider Schulen. Vor dem Hintergrund des 80. Jahrestags des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs hat die Stadt Kozy nun den beiden Lehrern des Erftgymnasiums, Andrea Haensch und Dr. Oliver Großmann, die den Austausch ins Leben gerufen haben und bis heute betreuen, für deren langjähriges Engagement im Sinne der deutsch-polnischen Verständigung gedankt und beide Lehrer ausgezeichnet. Lesen Sie hier mehr über die Auszeichnung.

Exkursion der Q1 nach Paris

Am 17. Mai 2019 machte sich der Französischkurs von Herr Bovians zusammen mit Frau Benzel und unserem Busfahrer Herrn Jansen auf den Weg in die Großstadt Paris. Dank Herrn Jansen kamen wir sicher an, und die Fahrt wurde mithilfe von französischer Musik und einigen Pausen verschönert. Lesen Sie hier den Bericht von der Exkursion:

Impressionen von der Workshopwoche Afrika-Europa 2019

Hier finden Sie Eindrücke von der Afrika-Europa-Woche 2019.

Neue Unterstützung am Erftgymnasium

Hallo,

mein Name ist Linda Kühlem und ich bin das neuste Gesicht im Kollegium des Erftgymnasiums. Nachdem ich in Bonn Mathematik und Physik für das gymnasiale Lehramt studiert und dann meinen Vorbereitungsdienst in Mönchengladbach absolviert habe, freue ich mich sehr, jetzt hier in Bergheim zu unterrichten!

 

Insektenwiese am Erftgymnasium gepflanzt

Gegen Ende des abgelaufenen Schuljahres hat die Klasse 6c im Rahmen des Biologieunterrichts eine Insektenwiese auf dem Schulhof des Erftgymnasiums gepflanzt. Damit möchte die Klasse auf das weltweite Insektensterben aufmerksam machen und bestäubenden Insekten, wie z.B. Bienen und Hummeln eine vielfältige Nahrungsquelle bieten. Trotz einiger Hitze- und Dürreperioden haben u.a. Sonnenblumen, Bienenfreunde, Kamillen und Ringelblumen im Laufe des Sommers eine bunt blühende Wiese mit vielen summenden Insekten entstehen lassen. „Das Engagement der gesamten Klasse war beeindruckend. Die Initiative zur Insektenwiese ging von den Schülern und Schülerinnen aus und sie haben ohne Murren auch bei schlechtem Wetter den Boden bearbeitet. Als Resultat konnten wir die Biodiversität auf dem Schulhof mit einem tollen Projekt fördern“ so Herr Braunschädel, der Biologielehrer der 6c.

Der Anstoß für das Projekt kam, als die Klasse im Unterricht lernte, dass die Zahl an Insekten laut einem Forscherteam aus Krefeld in den letzten 30 Jahren um bis zu 75% zurück gegangen ist. Gründe dafür sind der flächendeckende Einsatz von Insektengiften und der Anbau von riesigen Monokulturen. Die Folgen für unser Ökosystem sind dramatisch: so können z.B. immer weniger Pflanzen bestäubt werden. Wiesen mit einheimischen Blütenpflanzen sind umso wichtiger, um einheimischen Insekten Nahrung zu bieten und ihren Bestand zu erhalten.

Die Klasse möchte sich bei Herr Hütten für die Bereitstellung der Samen und bei den beiden Hausmeistern des Erftgymnasiums für die fleißige Pflege während des Sommers bedanken. Es ist angedacht, in Zukunft auch weitere Teile des Schulhofs in eine Insektenwiese zu verwandeln.

 

Großartige Erfolge des Erftgymnasiums bei den Cambridge-Prüfungen 2019

Auch im vergangenen Schuljahr nahmen wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler des Erftgymnasiums Bergheim erfolgreich an den Sprachprüfungen der University of Cambridge teil, um eines der begehrten Cambridge Certificates zu erlangen. Am 09. Juli überreichten die Schulleiterin, Frau Annette Rabeler, die Koordinatorin der Vorbereitungskurse, Frau Christina Schmieding, sowie die Kursleiterinnen, Frau Iris Bartsch und Frau Magdalena Hyski, im Rahmen einer feierlichen Übergabe den insgesamt 65 Schülerinnen und Schüler ihre Zertifikate und lobten die tollen Erfolge. Viele Kandidatinnen und Kandidaten schnitten im Bereich der Höchstpunktzahl ab und erhielten ein Zertifikat mit Auszeichnung.

Die Zertifikate der University of Cambridge dienen dem Nachweis der eigenen Kompetenzen in der englischen Sprache. Sie sind weltweit bekannt und werden sowohl von Universitäten als auch von Firmen als Nachweis qualifizierter Sprachkenntnisse anerkannt. Bereits seit dem Schuljahr 2004/05 bietet das Erftgymnasium die Teilnahme an mittlerweile vier verschiedenen Cambridge-Prüfungen an und ist damit eine der wenigen Schulen in NRW, die ein solch breitgefächertes Angebot haben. Im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften, die von Englischlehrkräften der Schule im Nachmittagsbereich durchgeführt werden, wird den Kandidatinnen und Kandidaten jedes Jahr die Gelegenheit gegeben, sich auf die mündlichen und schriftlichen Prüfungen auf verschiedenen Niveaustufen vorzubereiten. In der Sekundarstufe I haben Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 9 die Möglichkeit, den Key English Test sowie den Preliminary English Test mit dem Nachweis der Kompetenzniveaus A2 bzw. B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens abzulegen. In der Oberstufe bereitet die Schule regelmäßig Kandidatinnen und Kandidaten auf das First Certificate in English (Kompetenzstufe B2) vor und ist besonders stolz auf jene Schülerinnen und Schüler, die es kurz vor den Abiturprüfungen auf sich nehmen, das Cambridge Certificate of Advanced English abzulegen, womit ihnen Sprachkompetenz auf Stufe C1 bescheinigt wird.

Einladung zur Afrikawoche 16.-21. September 2019

Hier finden Sie weitere Plakatentwürfe zum Jubiläumsjahr aus dem Kunstunterricht von Frau Wagner.

„Das Experiment“ am Erftgymnasium

Publikum zeigt sich begeistert von Theateraufführung der Jahrgangsstufe Q1

Vor gut besetzten Reihen spielte am 28.06.2019 um 19.00 Uhr der Literaturkurs von Oberstudienrätin Sabine Schmitt das Theaterstück „Das Experiment“ von Sabine Hrach in der Aula des Erftgymnasiums. Thematisiert wurde die zunehmende Abhängigkeit von Personalisierungsapps und neuen technischen Medien.

Zahlreiche positive Rückmeldungen bestätigen den Erfolg der Inszenierung.

„Das Stück müsste man eigentlich noch einmal vor allen 8. und 9. Klassen spielen, da das Thema gesellschaftlich so relevant ist“, so Frau Flemm, Sekretärin der Schule.

Auch die Lehrerinnen und Lehrer waren begeistert von der Spielfreude der Schülerinnen und Schüler. Es sei deutlich geworden, dass sie sich ein Jahr intensiv mit dem Stück auseinandergesetzt haben. Dies zeigte sich auch in ihrer schauspielerischen Leistung, da die Schülerinnen und Schüler voll und ganz in ihren Rollen aufgingen.

Es war eine originelle Inszenierung mit philosophischer Relevanz, inhaltlich sehr gehaltvoll und trotzdem unterhaltsam und kurzweilig.

Ausflug der Klassen 9 nach Lüttich

Am 3.7.19 haben alle französischlernenden Schüler aus den 9. Klassen die Stadt Liège (Lüttich) besucht, in Begleitung von den Lehrern Frau Benzel, Herr Bovians, Frau Bartsch und Frau Heuckmann. Wir trafen uns um 7:50 Uhr an der Füssenichstraße, vor der Remigiusstraße. Jedoch sind wir erst um ca 8:50 Uhr losgefahren, da sich der Bus verspätete, dies hielt uns jedoch nicht davon ab, uns auf den Ausflug zu freuen.

Im Bus war es dann sehr stimmungsvoll und die Vorfreude war uns deutlich anzumerken. Als wir die Grenze von Deutschland und Belgien betraten, erzählte uns der lustige Busfahrer Alexander allgemeine und informative Infos über Belgien. Als wir schließlich mit dem Bus in Lüttich eintrafen wurden sämtliche Fotos von der atemberaubenden Aussicht geschossen. Auf dem Weg zum Maison de la Science haben sich nicht so viele darauf gefreut, da es sich nicht nach Spaß angehört hatte. Als die Führung begann, wurden wir in den Raum geschickt. Dort war das Elektrizität-Atelier. Man sah einen riesigen Käfig aus Metall und anderes physikalisches Equipment. Wir führten viele spaßige und interessante Experimente durch, zum Beispiel durften sich zwei Schüler auf einen kleinen Holzhocker stellen. Einer der Schüler musste eine statisch geladene Kugel mit der Handinnenfläche berühren. Dann haben sich zwei Mutige an die Hand genommen und schüttelten dann den Kopf. Man konnte deutlich erkennen, dass ihre Haare statisch aufgeladen wurden! Das war echt lustig!

Das zweite Atelier war zu Stickstoff. Das war abenteuerlich. Insgesamt waren wir am Ende positiv von dem Maison de la Science überrascht.

Danach begannen die Schüler mit der Stadtrallye, wo wir alle viel Französisch reden mussten. Das hat viel Spaß gemacht ;)

Nach der Rallye hatten wir Freizeit. Viele sind erst mal essen oder shoppen gegangen. Was aber alle probieren wollten, waren belgische Waffeln. Als die Freizeit ein Ende nahm, trafen wir uns wieder alle und gingen gemeinsam zum Bus. So kamen wir ungefähr um 18 Uhr in Bergheim an. Die kleine Lüttich-Reise hat sehr viel Spaß gemacht und wir würden sie gerne wiederholen!

 

Lindita und Siham, Klasse 9a

 

Großer Erfolg des Erftgymnasiums beim Europäischen Wettbewerb

Beim 66. Europäischen Wettbewerb, dem ältesten Schulwettbewerb überhaupt, haben in diesem Schuljahr über 70.000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland teilgenommen.

Kinder und Jugendliche dürfen zwar noch nicht wählen, doch dieser Wettbewerb verschafft ihnen eine Stimme, in dem sie in kreativen Beiträgen ihre Bedürfnisse, Meinungen und auch Forderungen formulieren können. Sieben Schülerinnen und Schüler des Erftgymnasiums erhielten dabei Auszeichnungen auf Landes- und sogar auf Bundesebene. Lesen Sie hier mehr über den Wettbewerb.

Post aus dem Benin

In der letzten Woche war die Freude groß, als wir einen großen, mit beninischen Briefmarken frankierten Umschlag im Briefkasten vorfanden. Nachdem über 20 Schülerinnen und Schüler des Erftgymnasiums vor einigen Wochen das erste Mal Briefe an Mädchen und Jungen des Deutsch-Kurses unserer Partnerschule in Gbetagbo im Benin geschickt hatten, konnten auch wir uns nun über Post freuen. In den zumeist auf Deutsch verfassten Briefen berichteten die beninischen Jugendlichen von ihrem Alltag und ihren Freizeitbeschäftigungen und waren gleichzeitig voller Interesse, mehr von ihren deutschen Briefpartnern zu erfahren.

– Ein schöner Beginn der von uns angestrebten Vertiefung der Freundschaft mit unserer Partnerschule in Afrika und eine tolle Motivation, auch selbst bald wieder einen großen Umschlag voller Briefe auf die Reise in den Benin zu schicken!

Tanja Hannappel

 

Erftgymnasiasten erfolgreich bei DELF

Schon im vergangenen Schuljahr haben sich SchülerInnen der Jahrgangsstufen 8 bis Q1 neben dem Unterricht in AGs (Niveau A2 und B1) auf die Sprachzertifikatsprüfung DELF vorbereitet und im Mai 2018 dann die Prüfung in Köln abgelegt. Auch wenn die sehr positiven Ergebnisse schon länger feststanden, so konnten Frau Heuckmann und Herr Bovians, die in den AGs auf die Prüfungen vorbereitet hatten, den SchülerInnen erst vor kurzem ihre Urkunde überreichen. (T. Bovians)

Das Foto zeigt die Übergabe im PZ. Die Fachschaft Französisch gratuliert Fabiana Tute, Jana Jakobs, Phillip Lang, Karl Dues, Fritz Dues, Isabelle Dietrich, Emilia Sobetzko, Hannah Stübner sowie Xenia Görzen, Enya Stadler und Timo Löffler (alle drei nicht auf dem Bild) zu ihrem tollen Erfolg!

52. Austausch mit Frankreich – SchülerInnen des Erftgymnasiums in Chauny

Am 20. März 2019 brachen die TeilnehmerInnen des 52. Schüleraustauschs nach Chauny auf, um dort 8 Tage mit ihren PartnerInnen zu verbringen, die sie im November 2018 schon in Bergheim kennengelernt hatten. Nach 5 Stunden Fahrt kamen unsere SchülerInnen am Collège Victor Hugo an, wo sie bereits erwartet wurden. Der Nachmittag stand den Familien zur freien Verfügung, da der Mittwochnachmittag der einzige freie Nachmittag in der Schulwoche in Frankreich ist. So gab es die Gelegenheit, sich erstmal in der neuen Umgebung einzufinden.

Ab Donnerstag, dem 21. März startete dann das abwechslungsreiche Programm, das die französischen Deutschlehrerinnen Madame Vassart und Madame Bray vorbereitet hatten. Eine Schatzsuche in der Stadt Chauny, ein Führung durch das Rathaus zum Thema „Art Deco“, ein Empfang beim Bürgermeister, Schulführungen, eine Filmvorführung und natürlich auch der Besuch von Unterricht waren nur einige der vielen Aktivitäten in der 12.000-Einwohner Stadt der Region Hauts de France. Viel Vergnügen hatten die SchülerInnen bei den von Madame Bray organisierten „Jeux picards" und "Bretons“. Dies sind traditionelle nordfranzösische Spiele, in denen es um Geschick und wie bei jedem Spiel auch um Glück geht.

Highlights waren selbstverständlich die Ausflüge, die die SchülerInnen in diesem Jahr nach Reims und wie immer nach Paris führten. Eine Schülerin resümierte hierzu: „Ich hätte nie gedacht, dass man an einem Tag so viel von Paris sehen kann.“

Nach acht ereignisreichen Tagen stand die Rückkehr nach Bergheim an. Doch bevor es in den Bus ging, gab es noch ein gemeinsames Frühstück und die Präsentationen der Projektarbeit zu den Themen Musikgeschmack von jungen Franzosen und Französinnen, Clichés und Nutzung von sozialen Medien. Beim Abschied flossen auch einige Tränen. In diesem Fall ein gutes Zeichen, zeigte dies doch, dass man den Austauschpartner oder die Austauschpartnerin nach nur zwei Wochen Austausch ins Herz geschlossen hatte. So bilanzierten alle TeilnehmerInnen des Austauschs denn auch, dass sie sich in ihren Gastfamilien sehr wohl gefühlt und eine tolle Woche in Frankreich verbracht hatten.

T. Bovians

 

Probier’s mal mit Musik

Beim Instrumentenkarussell entdeckten unsere Fünftklässler die verschiedenen Musikinstrumente der Basic Big Band

Klarinette? Klar, kenn’ ich. Trompete? Ja sicher! Und hast du auch schon mal eines dieser Instrumente gespielt? Diese Frage können rund 50 Schülerinnen und Schüler unserer fünften Klassen nun mit „ja“ beantworten. Sie alle kamen am Donnerstag den 13.06.2019 in die Aula, um am Instrumentenkarussell teilzunehmen und verschiedene Musikinstrumente auszuprobieren. Trompete, Posaune, Klarinette, Saxofon und Querflöte wurden an fünf Stationen von Mitgliedern unseres Schulensembles präsentiert und erklärt. Dann kamen die Fünftklässler an die Reihe und ließen bei ihren ersten Musizierversuchen bereits großes Talent erkennen. Nicht wenige meisterten sogar auf allen Instrumenten erste Töne und fanden im Instrumentenkarussell ihr Lieblingsinstrument. Dieses können sie nun auch langfristig erlernen, wenn nach den Sommerferien unsere nächste Basic Big Band startet. In Kooperation mit der Musikschule „La Musica“ bietet das Erftgymnasium seinen Schülerinnen und Schülern hier die Möglichkeit Instrumentalunterricht zu erhalten, ein Leihinstrument zu nutzen und gemeinsam mit Gleichaltrigen in einer Band zu spielen.

(Stephan Giepner)

Insektenwiese am Erftgymnasium

Weltweit sterben immer mehr Insekten. Ein Forscherteam aus Krefeld hat herausgefunden, dass zwischen 1989 und 2013 75% der Insekten verschwunden sind. Auf der ganzen Welt sind 33% der Insektenarten in den letzten Jahren ausgestorben. Gründe dafür sind der flächendeckende Einsatz von Insektengiften und der Anbau von riesigen Monokulturen. Die Folgen für unser Ökosystem sind dramatisch: so können z.B. immer weniger Pflanzen bestäubt werden.

Gegen dieses Insektensterben wollte die Klasse 5c etwas unternehmen und hat im Rahmen des Biologieunterrichts bei Herr Braunschädel eine Insektenwiese auf dem Rondell zwischen Mensa und dem großen Schulhof gepflanzt. Dort sollen bestäubende Insekten wie z.B. Honigbienen durch die Vielfalt an einheimischen Blütenpflanzen geeignete Nahrungsquellen vorfinden.

Wir freuen uns schon auf eine bunt blühende Wiese mit summenden Insekten und bitten alle SchülerInnen, nicht über die frisch ausgestreute Erde zu laufen.

Fußgängerzone durch Kunst des Erftgymnasiums aufgewertet

Die Idee kam aus der Bergheimer Bürgerschaft. Warum leerstehende Geschäfte nicht mit Kunstobjekten aufwerten? Seit dem 04.06.2019 ist diese Idee nun umgesetzt. Das ehemals verwaiste Ladenlokal in der Hauptstraße 72 ist nun bestückt mit Kunstwerken von Schülerinnen und Schülern aus dem Archiv des Erftgymnasiums. Unter dem Motto „It’s Partytime“ wählte die Kunstlehrerin Frau Britta Wagner aus der Stilrichtung „Popart“ verschiedene Arbeiten aus und zeigte sich begeistert: Dies ist eine tolle Möglichkeit die Fußgängerzone attraktiver zu machen und die tollen Schülerarbeiten zu würdigen. Vielleicht können wir in Zukunft noch weitere leerstehende Ladenlokale verschönern“. Weitere Fotos finden Sie hier.

Erfolgreiche Latinumsprüfung am Erftgymnasium

Erleichtert, stolz und glücklich zeigten sich die drei Prüflinge, die sich der „Erweiterungsprüfung im zeitlichen Zusammenhang mit dem Abitur“ (= Latinum nach zweieinhalb Jahren durch eine zusätzliche Sprachprüfung) unterzogen hatten, nach der erfolgreich bestandenen mündlichen Prüfung. Der Prüfungsvorsitzende, Herr OStR Riedel von der Bezirksregierung Köln, gratulierte Sheila Rüschstroer, Emilia Sobetzko und Nahari Ibrahim sehr herzlich. Sie hatten in der Oberstufe Latein als neu einsetzende Fremdsprache gewählt und sich intensiv mit der römischen Literatur, Geschichte und Philosophie beschäftigt und dabei Texte insbesondere von Plinius, Seneca und Ovid übersetzt. Mit dem Latinum ist nun der verdiente Lohn eingefahren. Das Erftgymnasium gratuliert zu dieser tollen Leistung! Das Zeugnis wird den Prüflingen auf der Abiturfeier verliehen.

Religionskurs sammelt 80 Handys für den guten Zweck

Im Rahmen des Themas „Schöpfung bewahren“ hat sich der katholische Religionskurs der Klassen 8c und 8d bei Frau Hilsamer mit den Auswirkungen der modernen Handyproduktion auseinandergesetzt. Als Abschluss des Themas stellte der Kurs eine Sammelbox des Projekts „Mission Schutzengel“ von Missio auf und machte mit selbstgestalteten Flyern, Plakaten und Vorträgen Werbung für die Aktion. In der Sammelbox konnten alte und kaputte Handys und Smartphones zum Recycling abgegeben werden. So verstauben die Handys nicht einfach nutzlos in der Schublade. Für jedes noch brauchbare Handy geht zudem ein kleiner Betrag an ein Hilfsprojekt von Missio, das im Zusammenhang mit dem Abbau von Rohstoffen, die für die Smartphoneproduktion benötigt werden, steht. Dadurch sollen faire Abbaubedingungen gefördert werden.

Nachdem die Box nun einige Monate vor dem Sekretariat stand, ergab unsere Zählung am Ende der Sammlung 80 Handys, die abgegeben wurden. Diese wurden von Frau Hilsamer Missio in Aachen übergeben. Der Religionskurs bedankt sich bei allen, die eines oder sogar mehrere Handys eingeworfen haben.

 

Europatag/Europawoche 2019 am Erftgymnasium Bergheim

Vom 06. bis 10. Mai wurde am Erftgymnasium die Europawoche 2019 gefeiert. Aufgrund des 20-jährigen Jubiläums des Benin-/Afrikaprojektes, bei dem das Erftgymnasium den von Frau Astrid Toda koordinierten Bau von Schulen in der westafrikanischen Republik unterstützt, lautete daher der Schwerpunkt der diesjährigen Europawoche „Europa und Afrika“. Dabei wurden das Verhältnis und die Bedeutsamkeit einer guten Partnerschaft der beiden Kontinente im Unterricht sowie in verschiedenen Veranstaltungen in den Mittelpunkt gerückt.

So diskutierten die eingeladenen Referenten von der Organisation Bildung trifft Entwicklung, Frau Susanne Souaré-Michel und Moses Sikaala, mit Schüler/innen der Oberstufe die Themen „Kolonialgeschichte in Afrika: Wie beeinflusst diese bis heute die Beziehungen zwischen Afrika und Europa“ bzw. „Leben in Sambia/Afrika vs. Leben in Deutschland/Europa“.

Ein Schwerpunkt des Europatages am 09. Mai war es, möglichst viele Schüler/innen für das Benin-Projekt zu sensibilisieren und zu begeistern. Daher berichteten die beiden am Erftgymnasium unterrichtenden Lehrer Frau Hannappel und Herr Freihals von der ersten bis zur vierten Stunde allen Schüler/innen der Sekundarstufe I von ihrer beeindruckenden Reise in den Benin im Februar 2019. Vor Ort konnten sie u.a. die Grundschule in Gbedaconou, die im Jahre 2002 im Rahmen des Benin-Projektes aus der Ferne eröffnet wurde und das Logo des Ertfgymnasiums trägt, sowie die neue Partnerschule in Gbetagbo besuchen. Die beiden zeigten sich besonders begeistert von dem Treffen mit der Deutschlehrerin Armelle Allacada und ihrem Deutschkurs in Gbetagbo. Im Gepäck hatten sie auch Steckbriefe unserer Schülerinnen und Schüler und einen Film über das Erftgymnasium, der im Rahmen der Afrika-Europa-AG entstanden ist. So ergab sich schon vor Ort ein reger Austausch, der durch Brieffreundschaften zwischen den Schülerinnen und Schülern in Deutschland und im Benin vertieft wird. Außerdem waren Frau Hannappel und Herr Freihals dort bei der feierlichen Eröffnung zweier neuer Schulgebäude anwesend. Am Ende des Vortrages waren die Schüler/innen in der abschließenden Fragerunde u.a. sehr überrascht davon, dass viele Kinder, die im Benin in die Schule kommen, erst noch Französisch lernen müssen, da sie zu Hause eine der weiteren siebzig im Benin vertretenen Sprachen sprechen (vor allem Fon).

Parallel dazu fand im „PZ“ ein abwechslungsreiches Programm zum Themenschwerpunkt statt. Beim ersten Programmpunkt „Vielfalt am Erftgymnasium“ berichteten Schüler/innen über ihren persönlichen Bezug zu ausgesuchten afrikanischen Ländern, über die Gründe, warum ihre (Groß-) Eltern in der Vergangenheit ihr Heimatland verlassen haben, ihre ersten in Europa/Deutschland gemachten Erfahrungen sowie ihr heutiges Leben in Deutschland. So konnten die anwesenden Schüler/innen in hervorragenden Vorträgen landeskundliche Informationen zu den Ländern Marokko, Tunesien, Gabun und der Demokratischen Republik Kongo bekommen. Aber auch die unterschiedlichen Verbindungen zwischen Europa und Afrika wurden eindrucksvoll dargestellt, etwa die unterschiedlichen Beweggründe, warum die Großeltern damals nach Deutschland gekommen sind (z.B. als Gastarbeiter angeworben, aus wirtschaftlichen Gründen oder aber vor dem Krieg geflohen). Besonders im Gedächtnis bleiben werden den Zuhörern vermutlich die berührenden Schilderungen über die Folgen der Coltangewinnung im Kongo, ohne die z. B. unsere Smartphones nicht funktionieren würden. Im zweitärmsten Land der Welt sind seit 1996 nämlich 6-8 Millionen Menschen im Bürgerkrieg den Folgen des „Rohstofffluchs“ zum Opfer gefallen.

Bei dem darauffolgenden Programmpunkt ging es um die Frage „Abi – was nun?“ Viona Faßbender und Georg Vossemer berichteten über ihr Freiwilliges Soziales Jahr in Tansania bzw. in Tschechien. Aufmerksam folgten die anwesenden Schüler/innen den Schilderungen der beiden über die Vorbereitungen ihres FSJ, ihre Erlebnisse vor Ort sowie ihre Persönlichkeitsentwicklung. Auf die Frage, was denn ihr größter „Kulturschock“ gewesen sei, antwortete Frau Faßbender, die ihr FSJ in einem Kinderheim in Tansania absolvierte, erstaunlicherweise, dass sie diesen erst nach ihrer Rückkehr nach Deutschland erlebte, als sie vom Überangebot im Supermarkt überwältigt wurde. Herr Vossemer gab Einblick in die schönsten Erfahrungen als Deutschlehrer im tschechischen Brünn und zeigte sich begeistert von den guten Deutschkenntnissen, dem Fleiß und der Kreativität der Schüler/innen vor Ort.

Da es als Europaschule ein besonderes Anliegen des Erftgymnasiums ist, seine Schüler/innen dabei zu unterstützen, einen Auslandsaufenthalt während ihrer Schulzeit durchzuführen, sei es während eines Schüleraustausches, eines Praktikums, einer Kursfahrt oder eines individuellen Auslandsjahres, hielten die Schülerinnen Enya Stadler und Maria Bräuer in der darauffolgenden Stunde Präsentationen über ihre Schulzeit und ihr Leben in Carlow/ Irland bzw. in Braila/Rümänien. So zeigte sich Enya Stadler sehr begeistert von Irland, der Freundlichkeit und Offenheit der Menschen, dem abwechslungsreichen Schulleben – etwa mit dem Schulfach Irisch oder interessanten Angeboten wie der Hurling AG oder Trad AG (Traditional Irish Music) - und welche enorme Bereicherung der Aufenthalt im Südwesten Irlands für sie war. Die Schülerin Maria Bräuer erzählte, dass sie ihren Auslandsaufenthalt ganz alleine organisert hat; sie konnte während ihres Aufenthalts im Osten Rumäniens bei ihrer Großmutter wohnen und hatte aufgrund ihrer bereits vorhandenen Rumänischkenntnisse keinerlei „Eingewöhnungsschwierigkeiten“. Sie berichtete über die herzliche Aufnahme durch ihre Mischüler/innen, das überraschend hohe Niveau des Schulsystems und wie sehr ihr das Leben in Braila gefallen hat.

Danach wurde es politischer, denn der Schwerpunkt lag auf dem Thema Menschenrechte in Europa und Afrika. Frau Ursula Kleinert-Gentz vom Bezirksteam Amnesty International Köln berichtete nach einem kurzen historischen Überblick über die Entstehung und Entwicklung von Amnesty über ihre persönlichen Beweggründe, sich für das Thema Menschenrechte zu engagieren und stellte sich dann einem von Lisa Sehmsdorf und Florian Kaldowski aus der Q1 durchgeführten Interview. Dabei ging sie sehr anschaulich auf die Fragen der beiden ein und stellte Bezüge zu aktuellen Menschenrechtsverletzungen in Afrika (u. a.) etwa die aktuelle Situation eines im Benin inhaftierten Journalisten, der zu kritisch über die Regierung berichtete sowie die verheerende Situation im Kongo; s. o.), machte aber auch deutlich, dass die aktuellen Entwicklungen in Polen oder Ungarn belegen, dass auch in einigen Ländern Europas die Meinungs- und Pressefreiheit zunehmend eingeschränkt wird.

Der Europatag ist auch immer eine gute Möglichkeit, um Schüler/innen für ihre besonderen Leistungen bei Veranstaltungen mit Europabezug zu ehren. So konnten die Fünftklässler Tim Adrian (zum Thema „Augen auf“) sowie Leonie Hanke, Lena Krämer und Melinay Sözüdogru (mit einem Beitrag zum Thema Parlament der Tiere: Verschmutzung der Meere) einen Bundespreis beim 66. Europäischen Wettbewerb gewinnen. Aber auch schulinterne Beiträge wie kleine Pixibücher über Europa (z. B. „Little Miss Italy“), Plakatwettbewerbe zum Thema „Afrika-Europa“ und weitere Kunstprojekte wurden vorgestellt und gewürdigt. Der Oberstufenchor beendete die Veranstaltung mit einem Coldplay Song und machte vorher noch einmal auf die Afrika-Europa-Woche vom 15.-21. September aufmerksam.

Während der Europawoche spielte aber natürlich auch die Europawahl eine wichtige Rolle: so führten die Schüler/innen der Q1 eine Juniorwahl durch und das Lehrerkollegium nahm an einem EU-Wahl- Tippspiel teil, um auch die „politische“ Diskussion unter den Lehrer/innen zu fördern.

 

Europa am Erftgymnasium

Hier können Sie sich eine Auswahl aktueller Projekte im Fach Kunst zum Thema Europa anschauen.

Große Erfolge beim Börsenspiel

Nachdem schon in den letzten Jahren Schülerinnen und Schüler des Erftgymnasiums immer wieder ihr strategisches Talent beim Börsenspiel unter Beweis stellten, hatten auch beim letzten Durchgang zwei Schüler unserer Schule großen Erfolg. Giorgio-Gerlando Cantavenera und Linus Valentin aus der 9e belegten den zweiten bzw. vierten Platz und zeigten so cleveres sowie taktisches Vorgehen bei ihren Anlageentscheidungen. Im Nachgang des Börsenspiels waren die beiden Schüler immer noch begeistert: „Nach einigen Monaten der harten Arbeit wurden wir benachrichtigt. Erst dachten wir uns nichts dabei, aber wir belegten doch tatsächlich den zweiten und vierten Platz. Wir konnten es kaum glauben, aber es war wahr. Durch clevere Taktiken und viel Geduld haben wir es geschafft und auch beim nächsten Mal werden wir auf jeden Fall wieder dabei sein.“

Erftgymnasium Bergheim gewinnt Platz 3 beim Science Tube Wettbewerb

Für immer Hotel „Mama“ oder welcher Beruf kommt für mich in Frage?

Schülerinnen und Schüler aller Schulformen des Rhein Erft Kreises hatten beim Science Tube Wettbewerb auch in diesem Jahr die einmalige Chance, dieser Frage hautnah auf den Grund zu gehen. In einem selbst produzierten Film erklärten sie einen selbst gewählten Beruf aus dem MINT- Bereich so, dass auch jüngere Schüler diesen verstehen. Das Medio Rhein Erft in Bergheim erstrahlte am 14. Mai 2019 im Kino-Design für das Finale aller jungen Filmproduzenten.

Da simma dabei…

„Wollen wir es dieses Mal noch einmal wagen und wenn ja, welchen Beruf wollen wir vorstellen?“ Das waren Fragen, die nicht nur Kerstin Dachsel, Lehrerin am Erftgymnasium Bergheim durch den Kopf gingen. Ein Team aus 8 Schülerinnen und Schülern der 8., 9. und 10. Klassestufe beschlossen, gemeinsam mit dem Erftverband Bergheim den vielseitigen und wenig bekannten Beruf „Fachkraft für Abwassertechnik“ vorzustellen. In Ulrike Räuschel als Koordinatorin, Ralf Herde als versiertem Meister für Abwassertechnik und Jochen Buir als Fachkraft und Hauptakteur des Films, hatten das Filmteam kompetente Vertreter an seiner Seite.

Filmdreh auf der Kläranlage Bergheim Kenten…

Nachdem für alle am Filmprojekt Beteiligten nach dem Besuch der Kläranlage Kenten, Klarheit über Tagesabläufe, Tätigkeiten und Funktionsweisen bestand, kam der große Moment: „Film ab“. Mit Drohne und Kamera wurden alle Arbeitsbereiche eingefangen. Geduldig stellte sich der sympathische Jochen Buir allen Fragen des Interviews und gewährte Einblicke in die Vielfalt seines MINT-Berufes zu. Sogar Bereiche der Forschung, wie die Rückgewinnung von Spurenstoffen (z.B. Medikamente, Mikroplastik) aus dem Abwasser und Vision einer 4. Reinigungsstufe kamen ins Gespräch.

Was bleibt?…

Auf alle Fälle die Erinnerungen an ein erlebnisreiches Finale, die Worte von Schulministerin Yvonne Gebauer, das Daumendrücken des Bergheimer Bürgermeisters Volker Mießeler, die spritzige Moderation des KiKa-Stars Andre Gatzke und die Urkunde bzw. das Geschenk aus den Händen der Geschäftsführung für Wirtschaftsförderung des Rhein- Erft -Kreises. Vielleicht aber auch der ein oder andere Klick auf den Youtube-Kanal des Science Tube Rhein- Erft und der Entschluss , sich für einen der vorgestellten Berufe zu entscheiden. Dann hätte es sich für alle Akteure des Science Tube Rhein Erft im doppelten Sinne gelohnt.

Europawahl auch ohne Volljährigkeit

Am Sonntag, den 26. Mai, werden in Deutschland die Wahlen zum Europaparlament durchgeführt. Bereits im Vorfeld konnten Schülerinnen und Schüler des Erftgymnasiums an der dazugehörigen Juniorwahl teilnehmen.

Die Juniorwahl ist ein gemeinnütziges Schulprojekt, welches eine Wahl, wie in diesem Fall die Europawahl, realistisch simulieren soll. So werden Wahlzettel mit den original Parteien und Kandidaten ausgegeben, so dass eine authentische Wirkung entsteht. Das Ziel dieses Projektes ist, dass sich die Schülerinnen und Schüler intensiver mit Demokratie und Wahlen auseinandersetzen und folglich auch das Interesse und die Partizipation steigen.

Am Erftgymnasium wird die Juniorwahl schon seit vielen Jahren auch zu Bundestags- und Landtagswahlen von der Fachschaft Politik/Sozialwissenschaften durchgeführt. Zur diesjährigen Europawahl nahmen verschiedene Politik bzw. Sozialwissenschaftskurse der Sekundarstufe I und II teil. Der Politiklehrer Sebastian Emig zeigte sich begeistert vom Format der Juniorwahl: „Die Wahl ist eine tolle Möglichkeit den Schülerinnen und Schülern demokratische Prozesse näherzubringen. Dabei helfen auch die tollen und realitätsnahen Materialien, die kostenlos bereitgestellt werden.“

Die Ergebnisse der teilnehmenden Schulen können ab dem 26. Mai 2019 um 19:00 Uhr unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.juniorwahl.de/

Probenwochenende des Literaturkurses von Frau Schmitt

Auch in diesem Schuljahr hat es den Literaturkurs von Frau Schmitt gemeinsam mit Frau Wollenhaupt nach Hellenthal verschlagen. Das Wochenende vom 29.-31. März verbrachten die Schüler in der dortigen Jugendherberge, um fleißig für ihre Theateraufführung zu proben. Schließlich wurden auch durch das Engagement jedes Einzelnen hervorragende Ergebnisse erreicht. Anknüpfend an die langen Vorbereitungen stand ein gemeinsamer Abend am Lagerfeuer mit Stockbrot, Marshmellows und alter/entspannter Musik auf dem Plan. Besonders schön war der Blick in den klaren Sternenhimmel, umgeben von dem Wald der Eifel. Während die meisten Schüler nach Mitternacht mit Frau Schmitt aufgrund der frühen Aufstehzeiten auf ihre Zimmer gingen, erkundeten andere bei einer Nachtwanderung in Begleitung von Frau Wollenhaupt den dunklen Wald und erlebten ihren ersten Zeitsprung. Am Tag der Rückfahrt schafften es alle nach weiteren Proben und einer schönen Zeit mit viel Lachen wieder zurück nach Bergheim. (René Schampel)

Produkte aus dem Unterricht - Gedichte im Deutschunterricht Jgst. 9

Peter Koch aus der Klasse 9E hat im Rahmen einer Lyrikreihe mit Schwerpunkt auf Farben in Gedichten ein Gedicht mit dem Titel "Jahreszeitengefühle" verfasst. Lesen Sie hier das Gedicht.

Rechtskunde-AG am Erftgymnasium

In 2018 fand im Zeitraum zwischen den Herbst- und den Winterferien die Rechtskunde-AG statt. In zwölf Doppelstunden wurden wir von der Rechtsanwältin Frau Ariane Fazil in verschiedene juristische Themen eingeführt. Die Schwerpunkte lagen dabei in den Privatrechten (Kauf-, Arbeits-, Familien- und Erbrecht), der Zivilcourage, dem Kunsturhebergesetz, dem Schulgesetz NRW, dem Drogenkonsum und dem Jugendarrest. Währenddessen thematisierten wir auch Straftaten, wie z.B. Sachbeschädigung, Diebstahl und Raub. Dies wurde uns anhand von Filmen und durch die Arbeit an Beispielfällen, die die Aufgaben eines Juristen verdeutlichten, vermittelt. Dadurch wurden die Stunden abwechslungsreich, kurzweilig und anschaulich und haben uns sehr viel Spaß gemacht.

Der Höhepunkt war natürlich der halbtägige Ausflug in das Amtsgericht Bergheim. Wir durften drei öffentlichen Gerichtsverhandlungen beisitzen, die nicht nur lehrreich, sondern auch überaus spannend waren, da sie doch anders abliefen, als durch das Fernsehen vermittelt wird. Wir erlebten den Ablauf einer solchen Verhandlung und konnten hautnah dabei sein, wie Zeugen befragt und das Urteil verkündet wurden. Es war uns sogar am Ende möglich, dem Richter und der Staatsanwältin Fragen zu stellen, wodurch wir noch mehr Einblicke in die juristischen Berufsfelder gewannen.

Die AG und der Teilnehmer selbst werden vom Land NRW direkt unterstützt, was man an unseren Urkunden und den vielen kleinen Geschenken erkannte. Bei einer Bewerbung für ein Praktikum oder einer Arbeitsstelle kann die Teilnahme an dieser AG einen positiven Eindruck vermitteln. Daher empfehle ich jedem, der Jura studieren möchte oder einfach nur Interesse an rechtskundlichen Themen hat, mitzumachen. Dies bestätigte auch Lena Bartsch, eine weitere Teilnehmerin der AG: „Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass diese Erfahrungen wirklich toll waren.“ (Philipp Nagelschmitz)

Die AG richtet sich an Schülerinnen und Schüler der aktuellen Jahrgangsstufe 8. Bei Interesse meldet euch bitte bis 09.05.19 bei Herrn Emig oder im Sekretariat.

Ein Wochenende in London: 35 Schülerinnen und Schüler der Q2 auf Shakespeares Spuren

Am Abend des 24. Januar 2019 brachen 35 Schülerinnen und Schüler der Q2 mit Frau Nascimento, ihrem Ehemann und Frau Rabeler an der Schule auf, um gemeinsam ein Wochenende in London zu verbringen. Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht über die Fahrt. 

Besuch im Benin und Aufbau einer Partnerschaft mit der Sekundarschule in Gbetagbo

Am 23. Februar war es soweit. Ein Traum ging in Erfüllung, als wir als Repräsentanten des Erftgymnasiums nach 20 Jahren Unterstützung des Schulbaus im Benin zusammen mit dem Vorsitzenden des Bildungswerk Westafrika im Jubiläumsjahr nach Westafrika fliegen durften.

Ziel war es, unsere bisher unterstützten Projekte zu besuchen, die Arbeit der École de Solidarité und des Bildungswerks Westafrikas noch besser kennenzulernen, aber vor allem einen Kontakt mit LehrerInnen und SchülerInnen unserer neuen Partnerschule in Gbetagbo herzustellen, um in Zukunft einen noch intensiveren Austausch zu ermöglichen. Lesen Sie hier den Bericht von Tanja Hannappel und Christoph Freihals.

Disneyheim 2019

57. Musische Woche des Erftgymnasium im „märchenhaften“ Blankenheim

Von Johanna Berg und Fabienne Frick (Lehrerinnen des Erftgymnasiums)

Die traditionelle Musische Woche fand in diesem Jahr vom 3. - 8. Februar statt. 104 Schülerinnen und Schüler sowie 7 begleitende Lehrerinnen und Lehrer erreichten am Sonntagmorgen das verschneite „Disneyheim“ in der Eifel. Die 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Jahrgangsstufe Q2 hatten den „Jugendhof Finkenberg“ in eine Märchenwelt verwandelt. So schliefen und probten die neun Ensembles u.a. im Dschungel, Märchenschloss, auf dem Königsfelsen oder in Entenhausen. Auch das Freizeitprogramm wurde vom Abschlussjahrgang gestaltet: Talentabend, Rallye und Disko waren nur einige der Highlights. „Dieses Engagement der Jahrgangstufe Q2 ist wohl die schönste Tradition der Musischen Woche“, meint Musiklehrerin Miriam Stappenbeck.

 

Dennoch stand wie immer das Singen und Musizieren im Mittelpunkt der Woche. Jeden Vor- und Nachmittag wurde in den Gruppen oder einzeln geprobt, um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden. „Durch das gemeinsame Proben lernt man die Stärken und Schwächen der anderen kennen und kann sich so gegenseitig helfen“, beschreibt der elfjährige Saxofonist Leo Lizon seine Erfahrungen. Offensichtlich wurde der Fleiß während einer Aufführung am Donnerstagabend, für die auch viele Familienmitglieder der Musizierenden den Weg in die Eifel fanden. Als roter Faden zog sich das Thema „Filmmusik“ durch das zweistündige Programm. Songs wie „Skyfall“ (James Bond), „Probier's mal mit Gemütlichkeit“ (Das Dschugelbuch) oder „Shallow“ aus dem aktuellen Kinofilm „A Star is Born“ waren das Ergebnis vieler Stunden Arbeit.

An diesem letzten Abend war es außerdem an der Zeit Ehrungen und Geschenke zu verteilen. Helmut Jäger, selbst ehemaliger Musiklehrer der Schule und über viele Jahre Leiter der Musischen Woche, ehrte mit einer „Mappe der Erinnerungen“ Schülerinnen, die ihre gesamte Zeit am Erftgymnasium musisch engagiert waren. “Doch hauptsächlich geht es um den Zusammenhalt“, erklärt Emilia Sobetzko, Schülerin des diesjährigen Abiturjahrgangs und Mitglied des Organisationsteams, „man verbringt gemeinsam Zeit und freut sich jedes Jahr aufs Neue auf die nächste Musische Woche“. Zum Ende der Fahrt wurde das Organisationsteam für seine Anstrengungen ausgezeichnet, aber auch die Lehrerinnen und Lehrer für ihre Geduld und ihre Mühen mit ausgesuchten Präsenten bedacht. „Ich freue mich, dass die Musische Woche weiter wächst und sich auf vielen Ebenen entwickelt, dabei aber immer das „Blankenheim“ bleibt, das die Schülerinnen und Schüler lieben.“ fasst Stephan Giepner, Leiter der Fahrt und durch das Organisationsteam geehrter „Held der Woche“, zusammen. Die Ergebnisse der Musischen Woche werden beim 145. Musikabend des Erftgymnasiums einem breiteren Publikum präsentiert.

Erftgymnasium erfolgreich als Europaschule bestätigt

Durch die Rezertifizierung als Europaschule im Jahre 2018 wird die kontinuierliche und erfolgreiche Europaarbeit am Erftgymnasium zur Unterstützung der europäischen Integration gelobt.

Das Erftgymnasium Bergheim ist nach dem Besuch eines Mitglieds der Arbeitsgemeinschaft Europaschulen (ARGEUS) nach 2013 zum zweiten Mal als Europaschule rezertifiziert worden und darf nun für mindestens fünf weitere Jahre den Titel Europaschule tragen.

Zu den verpflichtenden Kriterien, die eine Europaschule erfüllen muss, zählen u.a. ein erweitertes Fremdsprachenangebot, bilingualer Unterricht, internationale Partnerschaften und Projekte, die Teilnahme an europäischen Wettbewerben, die Durchführung von Austauschprogrammen, die Ermöglichung von Schülerbetriebspraktika im Ausland, eine vertiefte Auseinandersetzung mit europäischen Inhalten im Unterricht sowie eine deutliche Ausrichtung des Schulprogramms am Europaprofil.

Das „Ministerium für Schule und Bildung“ in NRW lobte die „engagierte und kreative Arbeit als Europaschule“ und hob hervor, dass die Europaarbeit während der vergangenen fünf Jahre in einigen Bereichen sogar vertieft werden konnte. Besonders die Teilnahme am erasmus+ Projekt “The Opportunities of Migration for Multicultural Europe“, die inhaltliche Gestaltung der Europawochen sowie das große Angebot an Fremdsprachenzertifikaten wurden lobend herausgestellt.

Daher zeigte sich auch Kai Heimann, Europaschulkoordinator am Erftgymnasium, sehr zufrieden: „Die Rezertifizierung ist ein großer Erfolg für unsere Arbeit und die Energie, die wir in europarelevante Themen und Projekte investieren.“ Auch die Schulleiterin Annette Rabeler gratulierte dem gesamten Kollegium für die geleistete Arbeit und freut sich, dass der Gedanke europäischer Integration weiterhin am Erftgymnasium gelebt und kritisch begleitet wird.

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums als Europaschule sowie des 20-jährigen Bestehens des Benin-/ Afrikaprojektes, liegt der thematische (Europa-)Schwerpunkt im kommenden Schuljahr auf einer stärkeren Vernetzung der Themenbereiche Europa und Afrika. Höhepunkte werden die Europawoche vom 06. bis zum 10. Mai 2019 sowie die Afrikawoche vom 16. bis 21.September 2019 sein, für die die Vorbereitungen bereits laufen und spannende Programmpunkte sowie interessante Gäste erwartet werden.

Folgende Personen sind auf dem Bild zu erkennen: Annette Rabeler, Schulleiterin; Kai Heimann, Europakoordinator des; Erftgymnasiums; Olga Merzlikina, Schülerin, die beim Austauschprogramm erasmus + teilgenommen hat; Julian Brinkhofer, Schüler, der beim Austauschprogramm erasmus + teilgenommen hat

Konzertbesuch des Q2 Grundkurses Musik: „In Memoriam 80 Jahre Reichspogromnacht 2018“

Erfahrungsbericht und Konzertkritik

„In Gedenken an die Reichspogromnacht fand in St. Remigius am 9. November 2018 ein Konzert statt. Unter der Leitung von Manfred Hettinger wurde das Mozart Requiem nebst jüdischer Musik dargeboten und von der jüdischen Geschichte in Bergheim berichtet.

Das Requiem war Teil unserer Unterrichtsreihe, also bot sich ein Besuch an. Welche Erwartungen ich hatte? Die Wahrheit wird manchem nicht schmecken, aber vielen vertraut vorkommen. Zu einem Konzert gehen nur Wichtigtuer. Die Leute ziehen ihre neuen Anzüge an, klatschen am Ende und baden im Gefühl der Überlegenheit. Anders gesagt: Ich wollte nicht hin! [...]“ (Marco Hamacher)

„Regionalkantor Manfred Hettinger hatte nach eigener Aussage die Idee, das Requiem dolchartig in seiner Gesamtheit zu torpedieren und den Hörer einer Art Wohlfühlatmosphäre zu entziehen. Dies gelang auch, jedoch ging dadurch, dass meist längere Unterbrechungen zwischen den einzelnen Sequenzen lagen, die Magie des Werks verloren, die doch das Requiem, nicht zuletzt aufgrund der sagenumwobenen Entstehungsgeschichte, ausmacht. [...]“ (Tim Bröhl)

„Der Kirchenchor sollte mit semiprofessionellem Orchester meine Lieblingsstellen hinbekommen und ich würde auch laut klatschen. Beurteilen möchte ich die Qualität der Aufführung anhand der vier Teilstücke Kyrie, Dies Irae, Lacrimosa und Benedictus. Das Kyrie ist der TÜV des ganzen Requiems: als zweites Stück zeigt es das Können und die Klasse einer Besetzung, da nun der erste Schwall Nervosität abebbt. [...] Das Ende des Kyrie, gewaltig komponiert, gefiel mir am besten. Im Dies Irae geht es nicht um die relative Stärke der Stimmgruppen, sondern um die Masse. Das Jüngste Gericht muss laut und tosend heranbrausen. Hier demonstrierte der Pauker die Stärke seines Instruments. Das Lacrimosa ist elegant, doch auch traurig. Die Geiger spielten das Seufzer-Motiv gut, aber in Verbindung mit dem Chor kamen sie nicht gut hervor. Der Moment des Leidens war hierdurch abgeschwächt. Das Benedictus schafft durch das Solistenquartett Intimität. Hier muss ich Bass und Tenor hervorheben. Wo im Chor die Quantität in den Männerstimmen fehlt, da stimmt bei den Solisten die Qualität umso mehr. [...]“ (Marco Hamacher)

„Das Ensemble „Capella Remigiana“ konnte durchaus überzeugen. Speziell die Posaune brauchte im Tuba Mirum das Publikum durch ihren vollen und klaren Klang zum Staunen. Insgesamt betrachtet stach der Chor besonders positiv hervor, da er dem Publikum verschiedenste Klänge professionell und überzeugend darbot.“ (Tim Bröhl)

„Ich war zum ersten Mal in einem Konzert und ich war positiv überrascht. Ich muss zugeben, dass ich stark davon überzeugt war, mich langweilen zu müssen. Dies war aber nicht der Fall. Erstaunlicherweise ging die Zeit sehr schnell vorbei und ich hätte nicht gedacht, dass ich nach dem Konzert ein positives Feedback geben würde.“ (Hilal Gülsin)

„Das Requiem hat mich besonders angesprochen. Da ich es im Unterricht schon äußerst interessant fand, war es umso schöner, es live zu hören.“ (Vanessa Robens)

Teilnahme am Seminar "Diversity in US-Education" in San Antonio/Texas

Herr Heimann an der Lopez Middle School. God Bless America!
Die deutschen Teilnehmer des Fulbright-Programms
Seminar an der Universität zum Thema Integration
"Bescherung" für die sehr netten Schüler der Toll Tech Academy
Bilinguale Förderung an der Bonham Elementary School
Auch amerikanische Schüler können noch an ihrem Wortschatz feilen ...
Blick über San Antonio vom Tower of the Americas

Ein Bericht von Kai Heimann (Englischlehrer am Erftgymnasium)

"Diversity in U.S. Education 2012", zweiwöchiges Fortbildungsprogramm der Fulbright Kommission in San Antonio? Wow, klingt spannend. Bundesweite Ausschreibung mit 16 zu vergebenden Plätzen, Bewerber mit Migrationshintergrund bevorzugt (zählt dazu auch ein im Rheinland lebender Westfale?), zweiseitiges Bewerbungsschreiben und Empfehlung der Schulleitung erforderlich. Hm, klingt ziemlich illusorisch!" Das waren in etwa die ersten Gedanken, die mir beim Lesen der Ausschreibung im September des letzten Jahres durch den Kopf gegangen sind. "Aber versuchen kann man's ja trotzdem", lautete schließlich das Motto beim Absenden der Bewerbung.

Als ich im November dann eine Email bekam, in der mir mitgeteilt wurde, dass die Auswahl der Teilnehmer aufgrund der hohen Bewerberzahl auf Januar verschoben würde, hakte ich das Projekt USA innerlich bereits ab. Entsprechend gering war meine Erwartungshaltung beim Überfliegen der zweiten Email, die mich im Januar erreichte: "Sehr geehrter Herr Heimann, über eine positive Rückmeldung Ihrerseits würden wir uns sehr freuen. Alle weiteren Informationen finden Sie im Anhang." Aber Moment, das muss ein Irrtum sein, dass hieße ja: YES!!!

Zum besseren Verständnis sollte vielleicht erst einmal kurz erläutert werden, worum es sich bei der Fulbright Kommission überhaupt handelt: Das deutsch-amerikanische Fulbright-Programm verwirklicht die visionäre Idee des Senators Fulbright: Die Förderung von gegenseitigem Verständnis zwischen den USA und Deutschland durch akademischen Austausch. Seit seiner Entstehung im Jahre 1952 wurden bereits ca. 45000 Deutsche und Amerikaner gefördert. Auf internationaler Ebene wird der Austausch zwischen den USA und 155 weiteren Ländern unterstützt. Im Kernprogramm steht der Austausch hochqualifizierter Studenten/ Akademiker (ergänzt durch Stipendien für Professoren, Fremdsprachenassistenten sowie Fortbildungsseminare für Hochschuladministratoren und Lehrer).

In dem Programm "Diversity in US-Education" ging es darum, einen Einblick zu erhalten, wie die Amerikaner mit der großen Heterogenität ihrer Schülerschaft umgehen, Unterschiede zu Deutschland herauszufinden, zu diskutieren und somit gemeinsam voneinander zu lernen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der sich verändernden ethnischen Zusammensetzung in den USA bot sich San Antonio/Texas aufgrund seiner Nähe zur mexikanischen Grenze besonders als Veranstaltungsort an, da 56% der Bevölkerung lateinamerikanische Wurzeln haben. Wie sich herausstellen sollte, bezog sich der Begriff "Diversity" dabei nicht nur auf die ethnische und kulturelle Vielfalt, sondern auch auf soziale, ökonomische und geographische Unterschiede sowie allgemeine Unterschiede im Lernen.

Nach einem Vorbereitungstreffen bei eisigen Temperaturen in Berlin im Februar dieses Jahres, bei dem das Programm im Kontext der auswärtigen Kulturpolitik, administrative, inhaltliche und kulturelle Aspekte des Programms sowie ein möglicher Gewinn für Teilnehmer und Schulen besprochen wurden und sich die deutschen Teilnehmer kennenlernten, ging es Ende März endlich los. Von Frankfurt aus flogen wir über den großen Teich nach Houston und von dort weiter nach San Antonio. Die ersten Erfahrungen mit dem amerikanischen Bodenpersonal waren direkt sehr skurril; zumindest war ich zuvor bei europäischen Sicherheitskontrollen noch nie gelobt worden: "Very well done, Sir!"

Als wir abends schließlich ermattet in unserem Hotel ankamen, gab es die nächste Überraschung. Statt des erwarteten 8-Mann Schlafsaals wurde jedem Teilnehmer sein eigenes, sehr luxuriöses Hotelzimmer zugewiesen. Und erst der atemberaubende Blick vom Pool des Hoteldaches auf Downtown San Antonio! Aber ehe hier ein falscher Eindruck entsteht, Zeit für den Pool blieb nur wenig, denn das Programm hatte es mit einer Mischung aus Seminaren an der Universität, diversen Schulbesuchen sowie dem Besuch weiterer offizieller Veranstaltungen in sich.

Die hervorragende Betreuung des Programms wurde vor Ort übernommen durch: Angela Breidenstein (Associate Professor an der Trinity University San Antonio und zuständig für die Ausbildung der Lehramtsanwärter), Courtney Crim (vom Department of Education) sowie Liz Ozazuna (vom Texas Board of Education). Unterstützt wurden die drei u.a. durch Ann und Bruce von der Trinity Universität, die für die Logistik zuständig waren, sowie die beiden Referendare Josh und Andrew, die uns netterweise als "Chauffeure" zur Verfügung gestellt wurden.

An der "state-of-the-art" Privat-Universität Trinity - für die die Studenten bis zu 60 000 $ (!) Studiengebühren im Jahr aufbringen müssen - wurde in unterschiedlichen Seminaren rund um das Thema "Cultural Diversity" der theoretische Hintergrund besprochen und diskutiert, u.a. "Education in San Antonio, Texas and the USA", "The USA and Germany", "Trends in Educational Technology", "Reaching out to Latino Families", "Border and Immigration Issues" oder "Mexican-Americans in the USA and San Antonio".

Höchst interessant war es, die spannenden Themen aus "Studentensicht" zu erleben und aus amerikanischer und deutscher Perspektive zu diskutieren; auch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der sehr kompetenten Dozenten/ Professoren und deren unterschiedliche methodische Herangehensweisen machten die Teilnahme zu einer sehr aufschlussreichen Angelegenheit. Dabei hörten die Diskussionen nicht mit Seminarschluss auf. Besonders spannend war es auch, von den deutschen Teilnehmern mit (z. B. polnischen oder türkischen) Wurzeln zu erfahren, wie sie etwa ihre eigene Schulzeit als "Jugendliche mit Migrationshintergrund" wahrgenommen haben bzw. von ihren Mitschülern wahrgenommen wurden.

Der eigentliche Hauptschwerpunkt lag allerdings auf dem Besuch amerikanischer Schulen und dem Austausch mit amerikanischen Schülern und Lehrern. Auch hier wurden wir ausnahmslos sehr freundlich und respektvoll empfangen ("Willkommen Fulbrighters!"). Das Spektrum der besuchten Schulen umfasste dabei High Schools (Klasse 9-12), Middle Schools (Klasse 6-8) und Elementary Schools (Klasse 1-5).

Vielfalt stand auch bei der Art der ausgewählten Schulen im Mittelpunkt: u. a. besuchten wir die International School of the Americas in San Antonio sowie die Austin Academy for Global Studies mit einem sehr international/ global ausgewählten Schwerpunktzweig sowie die Manor Tech Academy, wo nahezu ausschließlich mit modernster Technologie/Computern gearbeitet wird und vor allem auf projektorientiertes und problemlösendes Lernen gesetzt wird.

Die finanziellen Unterschiede (und Ungerechtigkeiten) wurden bei den Besuchen der Tolltech Academy, deren Schülerschaft zu 95% lateinamerikanische Wurzeln hat und aus überwiegend sehr finanzschwachen Elternhäusern kommt, und der privaten St. Mary's Hall deutlich, einer High School, auf der die Kinder vermögender Texaner aus San Antonio mit einer Jahresgebühr von bis zu 70 000 $ aufs College vorbereitet werden. Beeindruckend war es zu sehen, mit wie viel Enthusiasmus an der Tolltech Academy versucht wird, diese finanziellen Nachteile durch ein ausgeklügeltes System zur Collegefinanzierung auszugleichen und dabei vor allem Mädchen für technische/naturwissenschaftliche Fächer zu begeistern. Neben diesen High Schools wurden noch zwei Middle Schools sowie die bilinguale Bonham Elementary School besucht, in der die Zweisprachigkeit von Kindern aus "Latinofamilien" gefördert wird: Kinder, die besser Spanisch als Englisch sprechen, unterstützen Kinder, deren Englisch besser ausgeprägt ist und umgekehrt.

Nach den Führungen durch die Schulen kam es (fast) immer zu angeregten Diskussionen mit amerikanischen Kollegen und Schülern. Gerade der Gedankenaustausch mit den amerikanischen High School Schülern zählt für mich zu den besonderen Highlights. Vor allem in Austin kam es zu einer sehr offenen Diskussion (vielleicht auch weil in meiner Gruppe kein Lehrer der Schule anwesend war), in der sich die Schüler (wie übrigens alle anderen Schüler auch) sehr informiert, reflektiert und interessiert zeigten. So wurde z.B. die Frage gestellt, ob man als amerikanischer Student in Deutschland mit Anfeindungen rechnen müsse bzw. ob das Amerikabild in Deutschland sehr unter der Bush-Administration gelitten habe.

Die Gespräche mit den Lehrern waren auch sehr faszinierend. Erstaunlich ist hier besonders, wie abhängig die Lehrer von ihrem jeweiligen School Board sind, das im Zweifelsfall sogar dazu befugt ist sie zu entlassen. Man stelle sich vor, der Schulkonferenz des Erftgymnasiums wäre es erlaubt, Lehrer/innen zu feuern! Sehr abhängig sind die amerikanischen Lehrer auch von den Testergebnissen ihrer Schüler/innen. Vorher war mir auch nicht bewusst, dass amerikanische Lehrer - wie die Schüler - jeden Tag den gleichen Stundenplan und das gleiche Fach haben. So kann es z.B. passieren, dass man als Lehrer in San Antonio 6-7 Stunden am Stück texanische Geschichte in der Klasse 7 unterrichtet. Weitere interessante Diskussionspunkte waren u. a. die Abhängigkeit von (landesweiten) Testergebnissen, die Bedeutung von Inklusion in amerikanischen Klassenräumen oder das Lehrerraumprinzip, bei dem jeder Lehrer seinen eigenen Klassenraum hat und die Schüler zu ihm kommen.

Was mir von den Schulbesuchen vor allem in Erinnerung bleiben wird, ist die offenkundige Unterstützung der Schüler, an ihre eigenen Stärken zu glauben ("It is a mistake NOT to try!" oder "Attitude is as important as talent"). Aber auch die z. T. stark reglementierten Vorschriften, z. B. zum Verhalten beim Wechseln des Klassenzimmers: "walk quickly to your next assigned location; keep your hands and feet to yourself". Auch scheint die Identifikation der SuS mit ihren Schulen sehr hoch zu sein.

Weiterhin war die Ausstattung fast aller Schulen sehr beeindruckend, bestens mit neuen Medien ausgestattet, große Klassenräume, eine Vielzahl an Musikinstrumenten, eigene Schulbüchereien etc. Auch die Förderung schwächerer Schüler nimmt einen großen Platz ein. So stehen zusätzliche ESL-Lehrer (English as a Second Language) für Schüler zur Verfügung, deren Muttersprache nicht English ist, ein "Content Mastery Room", wo Schüler mit Verständnisproblemen den Stoff von einem Lehrer erklärt bekommen können sowie zusätzliche Pädagogen, die Schüler mit körperlichen/ geistigen Beeinträchtigungen unterstützen. So konnte ich eine Stunde mitverfolgen, in der ein Lehrer die Anweisungen per Zeichensprache für einen Schüler übersetzt hat.

Abgesehen von den Schul- und Seminarbesuchen standen aber auch weitere Veranstaltungen auf dem Programm. Neben einem Empfang im Rathaus (ein demokratischer Bürgermeister in Texas!) sind hier vor allem die "Evening-Receptions" zu nennen, die u. a. im Garten des Vize-Präsidenten der Universität stattfanden und wo wir die Gelegenheit hatten, mit einer Auswahl von Lehrern, Referendaren oder Professoren/Dozenten, die wir im Laufe des Tages kennen gelernt hatten, bei einem Kaltgetränk noch einmal ins Gespräch zu kommen. Bei soviel Gastfreundschaft gab es auch stets Gastgeschenke aus den unterschiedlichen Regionen Deutschlands unsererseits. Und wer freut sich nicht darüber, im Besitz eines T-Shirts mit Domaufdruck und kölschen Weisheite wie "es hätt noch immer jutjejange", Nudeln in Domformat sowie einer Dose Früh samt Kölschglas zu sein.

Erwähnen möchte ich auch noch gerne weitere (offizielle) Veranstaltungen, z. B den Trinity Prize for Excellence in Teaching, auf der die/der texanische Lehrer/in des Jahres 2011 geehrt wurde und die amerikanische Lehrerin des Jahres 2010, Michelle Shearer, einen sehr faszinierenden Einstiegsvortrag gehalten hat. Auch hier wurden die "special guests from Germany" vorgestellt.

Weiter eingehen könnte ich noch auf das famose bar-b-que im Hill Country auf einer Ranch vor den Toren San Antonios, den privaten Besuch eines NBA Spiels der San Antonio Spurs (mit dem ein persönlicher Lebenstraum in Erfüllung gegangen ist) oder einen privaten Ausflug ins einst von Deutschen gegründete Fredericksburg… aber das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

Nach den vermutlich zwei ereignisreichsten Wochen meines beruflichen Lebens hieß es schließlich, sich von den amerikanischen Gastgebern bei einem "Farewell Dinner" und einer "River Boat Tour" zu verabschieden. Auch wenn sie den Text vermutlich nicht verstanden haben, waren unsere amerikanischen Gastgeber sehr über die Darbietung von "Mein kleiner grüner Kaktus" erfreut, den der Musiklehrer in unserer Gruppe zuvor mit uns einstudiert hatte.

Abschließend möchte ich festhalten, dass ich neben dem phänomenalen Programm vor allem die persönlichen Gespräche nicht vergessen werde. Und dass das, was wir unseren deutschen Schülern über die USA beizubringen versuchen, durchaus von Relevanz ist. So hat z. B. unser mexikanischer Busfahrer im Hill Country sehr offen über sein Leben gesprochen, wie etwa seinen Wunsch, ein eigenes Busunternehmen zu gründen, und seinen Nebenjob, den er dafür benötigt, oder aber, dass sein Sohn fast in den Irakkrieg ziehen musste.

Viel gelernt habe ich aber auch über Deutschland, wie unterschiedlich unser Schulsystem in den einzelnen Bundesländern ist (erklär einem Amerikaner mal das deutsche Schulsystem; oder aber über das Schulsystem in der DDR - zwei Teilnehmer haben beide Systeme als Lehrer kennen gelernt). Letztlich aber auch über den Umgang mit Stereotypen, denn das Gesamtbild der Amerikaner, deren Bekanntschaft ich machen durfte, zeigt keinen erzkonservativen, übergewichtigen texanischen Hinterwäldler, sondern zumeist einen sehr (welt-) offenen, reflektierten, (gast-) freundlichen und mitunter sogar umweltbewussten Amerikaner.

Bedanken für dieses unvergessliche Erlebnis möchte ich mich abschließend bei der Fulbright-Kommission, den Betreuern und Organisatoren in den USA, aber auch bei meiner Schulleitung, die mich für dieses Programm empfohlen und für eine Schulwoche freigestellt hat.

"Through face to face interaction we build bridges among the people and nations of the world", ist eines der Motti der Fulbright Kommission.

Hoffentlich können wir am Erftgymnasium unseren Schülern in naher Zukunft wieder ähnliche Erfahrungen im englischsprachigen Raum bieten.