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Trudi, unser Schulhund

Name: Trudi Stracciatella

Geburtstag: 6.7.2019

Geburtsort: Aurich

Rasse: Border Collie | Australian Shepherd | Tibet Terrier

Lieblingsessen: Alles

Hobbies: Fly-Frisbee spielen, Wandern, mit anderen Hunden spielen

Beste Freunde: Polly und Ivo

Charakter: lernfreudig, sensibel, lebhaft, aufmerksam, freundlich, verspielt, verfressen, arbeitsfreudig

Wichtige Info: Trudi ist versichert und wird regelmäßig untersucht

Seit dem Schuljahr 2021 gehört Schulhund Trudi zum pädagogischen Personal. Ihre Besitzerin ist Johanna Berg, langjährige Lehrerin am Erftgymnasium Bergheim. Mit der Ausbildung Trudis verbindet Frau Berg ihre Berufung zur Lehrerin und ihre Hundeliebe miteinander. Trudis Einsatz ist immer an ihre Besitzerin gebunden und folgt verschiedenen Regeln und einer Vorbereitung der Gruppe. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Trudi absolviert die Begleithundeprüfung und das mit der besten Leistung des Tages

Am Vatertag konnte Trudi nun endlich die Begleithundeprüfung auf dem Gelände des ATC Köln absolvieren. Während der Coronazeit wurde die staatliche Prüfung mit dem Fokus auf das Wesen des Hundes und seinem Gehorsam kaum angeboten. Auch die Teamfähigkeit steht im Zentrum der Prüfung - dazu der VDH (Verband für das deutsche Hundewesen):

„Die nachgewiesene Alltagstauglichkeit eines Hundes ist eine wichtige Grundlage für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Tier - und eine strikte Grundvoraussetzung für alle Hundesportarten." (https://www.vdh.de/hundesport/begleithundpruefung/)

Trudi musste im ersten Prüfungsteil fünf verschiedene Übungen zeigen; zunächst die sogenannte Leinenführigkeit mit Gruppenkontakt und die Freifolge ohne Leine. Wichtig war hier, dass Trudi bei Fuß bleibt und nicht von Frau Bergs Seite weicht. Dieser Phase folgten eine Sitzübung, gefolgt von einer Ablageübung mit Abruf. Beendet wird dieser Teil 1 durch eine weitere Ablage. Der Hund muss hier jedoch sechs Minuten an derselben Stelle liegen bleiben, während ein anderer Hund die oben genannten Übungen auf demselben Platz absolviert. Der Besitzer entfernt sich währenddessen 30 Meter.

Trudi schnitt hier als Beste von 8 Hunden ab. Viermal erhielt sie die Bestnote „vorzüglich“ und einmal „sehr gut“.

Anschließen ging es zum stark bevölkerten „Decksteiner Weiher“. Hier mussten die Hunde beweisen, dass weder Jogger, Radfahrer, Autos, andere Hunde oder jede sonst denkbare Ablenkung ihre Aufmerksamkeit von ihrem Besitzer ablenken kann. Auch diese Übung meisterte unser Schulhund mit Bravour.

„Heute bin ich besonders stolz auf meine Trudi, aber was erwartet man auch anderes vom Schulhund des Erftgymnasiums?“ kommentiert Frau Berg augenzwinkernd.

Die Anwesenheit des Hundes…

• schafft eine positive Lernatmosphäre und verbessert das Klassenklima

• senkt den Geräuschpegel

• fördert die Aufmerksamkeit und Konzentration

• motiviert und schafft Freude am Lernen

• steigert das Wohlbefinden

• stärkt das Selbstbewusstsein und das Selbst- wertgefühl

• fördert soziale Kompetenzen und Integration

• u.v.m.

  1. Einbezogen in die Entscheidung für einen Schulhund wurden die Schulkonferenz, die Eltern- und SchülervertreterInnen, der Schulträger und die Lehrerkonferenz.
  2. Es wurde ein umfassendes Konzept erstellt: Hygiene- und ein pädagogisches Konzept (gymnasialer Schwerpunkt), Gesundheitszeugnis für den Hund durch den Tierarzt (1x im Jahr) und regelmäßig Entwurmung etc. (2x im Jahr).
  3. Voraussetzung für den Einsatz: Wunsch und Einverständnis von KollegInnen, Klassen und Eltern, die Möglichkeit (Stundenplan Besitzerin) und die Vorbereitung der Klassen auf den Einsatz.
  4. Der Tierschutz muss eingehalten werden. Verantwortung bleibt bei der Besitzerin (keine Abgabe des Hundes an KollegInnen). Der Einsatz eines Schulhundes ist für Tier und Besitzerin durchaus anstrengend, weshalbTrudi freie Tage/Pausen braucht. Eine Überforderung des Hundes soll unbedingt vermieden werden. Daher wurde die Einführung sehr kleinschrittig vorgenommen.
  5. Ausbildungsbestandteile: • Sachkundenachweis Besitzerin 2021 • Eignungsprüfung zum Schulhund bei „nette-Hunde“ in Mönchengladbach 2021 • Ausbildung von Hund und Besitzerin in Praxis und Theorie (Hundezentrum Kerpen) im Verlauf des Jahres 2022

  1. Damit ein Schulhund in einer Klassen eingesetzt wird, muss das Einverständnis aller Eltern und Kinder der Klasse schriftlich vorliegen. Die Entscheidung liegt also im Elternhaus. Im Falle einer Ablehnung wird diese vertraulich behandelt. Das Wohlgefühl der Kinder steht immer über dem Hund.
  2. Allergien sind oft die größte Sorge. Die Erfahrung zeigt, dass dies oft unproblematisch ist, aufgrund der Kürze der Begegnung, der Raumwechsel etc. Hier können auch individuelle Lösungen gefunden werden.

Seit nun mehr einem halben Schuljahr begleitet Trudi Frau Berg in ihren Unterricht der Sekundarstufe I. Die Kinder der Klasse 7b durften anonym aufschreiben, wie sich der Unterricht anfühlt, seit Trudi mit im Raum ist. Hier ein paar Zitate.

„Wenn Trudi in der Klasse ist, hat man ein Gefühl, mit dem man sich willkommen fühlt. Trudi ist selbst auch ruhig und stört nicht.“

„Seit Trudi im Geschichtsunterricht dabei ist, konzentrieren wir uns mehr als vorher. Außerdem macht der Unterricht so mehr Spaß.“

„Seitdem Trudi in unserer Klasse ist, sind wir ruhiger geworden und unsere Klasse ist sauberer. Ich finde es gut, dass Trudi regelmäßig mitkommt, weil es sehr viel Spaß macht.“

„Ich finde es sehr schön, dass Trudi in unsere Klasse kommt und mit uns im Unterricht ist, weil ich jetzt gerne in den Geschichtsunterricht gehe. Es macht mir sehr viel Spaß, einen Hund im Klassenzimmer zu haben, denn ab und zu kommt sie und lässt sich streicheln und ich liebe Tiere.“

„Dadurch, dass Trudi bei uns anwesend ist, herrscht eine angenehme Atmosphäre bei uns in der Klasse. Alle sind still und passen auf, freuen sich jedoch, wenn Trudi einzelne Schüler „besucht.“

„Seit Trudi in unserer Klasse ist, benehmen sich alle und alle sind still, wenn der Lehrer spricht. Allgemein hat sich das Verhalten zum Guten gewendet und die meisten haben sogar angefangen sich zu beteiligen.“

„Die Tricks mit Trudi haben Spaß gemacht und es war spannend zu sehen, was Trudi alles kann.“

„Eigentlich habe ich ja Angst vor Hunden, aber im Trickkreis habe ich meine Angst überwunden.“

„Ich habe das Gefühl, dass wir ruhiger geworden sind und auch entspannter.“

Die Zitate könnten immer weiter gehen. Gemeinsam haben alle, dass sie Trudi als positive Bereicherung empfinden, vor allem weil die Klasse ruhiger und konzentrierter durch ihre Anwesenheit geworden ist. Es freut mich zu lesen, dass Trudi das Lernen für die Kinder einfacher und schöner macht.

(von Johanna Berg)